Software & Infrastruktur

Die KBSt baut auf XML als Standard: XML-Strategie bringt E-Government voran

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In einem nächsten Schritt plant die KBSt den Aufbau eines XML-Repositorys. Darin sollen die bereits erwähnten fachübergreifenden Kernkomponenten, wie „Name“ und „Anschrift“, sowie fachspezifische Datenmodelle zur Wiederverwendung in künftigen Projekten der Verwaltung gebündelt bereitgestellt werden. Für die Entwickler von Daten- und Prozessmodellen wird die KBSt einen Leitfaden mit praktischen Tipps zur Gewährleistung von Interoperabilität erstellen und ihn in Kürze auf der Website veröffentlichen.

Zudem wurde mit der „AG Datenkonferenz“ ein Expertengremium bestehend aus Vertretern aus den einzelnen XML-Projekten in der öffentlichen Verwaltung (XMeld, XBau usw.) eingerichtet. Ziel dieser Expertenrunde ist die Erhebung und Einigung auf Standards, die der semantischen, organisatorischen und technischen Interoperabilität gleichermaßen genügen.

Mehrstufiger Standardisierungsprozess

Zum Erhalt der standardisierten Kernkomponenten, die im XML-Repository zur Verwendung veröffentlicht werden, wird ein mehrstufiger Standardisierungsprozess eingeführt, der die Stufen Sammlung, Katalog und Standards enthält (siehe Abbildung).

Die Standardisierung beginnt mit dem Sammeln von Datenmodellen aus bestehenden Projekten. Als Nächstes erfolgt die Validierung der gesammelten Modelle und damit die Erstellung eines bereinigten Katalogs. Jene Modelle aus der Sammlung, die die Qualitätsanforderungen nicht erfüllen, werden aussortiert und landen auf der Ausschlussliste. Die Ausschlussliste dient der internen Dokumentation und wird nicht veröffentlicht. Datenmodelle, welche die Qualitätsanforderungen erfüllen, werden in einen Katalog überprüfter Datenmodelle aufgenommen. Bei Datenmodellen, die große strukturelle Ähnlichkeiten aufweisen oder ähnliche Themenfelder behandeln, ist der Standardisierungsbedarf festzuhalten.

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