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10 Jahre Facebook: Eine visuelle Reise durch die Timeline der Nutzer

10 Jahre Facebook! So sah das Soziale Netzwerk 2004 aus.

10 Jahre Facebook! Was für ein Meilenstein für das Soziale Netzwerk. Wir blicken anlässlich des heutigen Ehrentags zurück, zeigen längst vergessene Seiten des Netzwerks und eine Timeline der wichtigsten Ereignisse.

CC-BY-2.0)

4. Februar 2004, draußen herrschen Minusgrade. Mark Zuckerberg startet thefacebook.com inmitten seiner Studentenbude an der Harvard University. Der Beginn einer globalen Bewegung von gigantischem Ausmaß. Innerhalb von zehn Jahren entwickelt sich das Soziale Netzwerk zum Exportschlager. Aktueller Stand: 1,2 Milliarden Mitglieder.

Das Geheimnis nach 10 Jahre Facebook: Das Gefühl des Miteinander

Die Bedeutung dieser Entwicklung lässt sich an vielen Faktoren festmachen. Im Mittelpunkt steht dabei stets das neugewonnene Miteinander, weitgehend unabhängig von kulturellen oder politischen Hintergründen. Man kann es nicht anders sagen: Facebook ist das Vorzeigeprodukt unserer globalisierten Gesellschaft.

2004 - 2014: Das Design der Facebook-Profilseiten
Die Profilseite der Anfangsjahre, als sich bei Facebook nur ausgewählte Netzwerke anmelden konnten. (Quelle: Mashable)

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Mark Zuckerberg ahnte an jenem nasskalten Mittwoch vermutlich nicht, was folgte: Noch im selben Jahr erzielte Facebook die erste Finanzierung in Höhe von 500.000 US-Dollar und knackte die magische Marke von einer Millionen Nutzern. Heute aber ist Facebook mehr als nur ein „Netzwerk“. Es forciert lokale, regionale und globale Veränderungen. Die folgenden drei Beispiele verdeutlichen dies in besonderer Weise.

1. „Un Million de Voces Contra Las FARC“

Oscar Morales und seine Initiative „Un Million de Voces Contra Las FARC“ stehen beispielhaft für die politische Tragweite des Sozialen Netzwerks. Innerhalb eines Monats formte der Kolumbianer über Facebook eine internationale Protestaktion gegen die Guerillabewegung FARC. 12 Millionen Teilnehmer demonstrierten schließlich innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen, verbunden durch ein gemeinsames Ziel – und Facebook.

Ein aktueller Screenshot der Facebookseite der Initiative. (Screenshot: Facebook)
Ein aktueller Screenshot der Facebookseite von „Un Million de Voces Contra Las FARC“. (Screenshot: Facebook)

Heute wissen wir, die Initiative des Bolivianers ist kein Einzelfall. Facebook formiert viele Aktivisten und ist der verlängerte Arm politischer Initiativen. Unter den bekanntesten Beispiel rangieren zudem die Demonstrationen gegen Ägyptens Präsident Mursi. Doch nicht nur politische Oppositionen nutzen heute die Möglichkeiten des Sozialen Netzwerks: US-Präsident Obama sicherte sich seine zweite Amtszeit mit einer starken Digitalkampagne, die auch über Facebook viele Millonen Wähler mobilisierte.

2. „Six Degrees of Separation“

Nur sechs Bekanntschaften trennen dich von jedem Menschen dieser Erde, besagt das „Kleine-Welt-Phänomen“ (engl: „Six Degrees of Separation“). Die ersten Belege dieses Konzepts stammen vom US-amerikanischen Psychologen Stanley Milgram und seinen Experimenten aus den 60er-Jahren. Zwei beliebige Menschen trennten damals durchschnittlich 5,5 Bekanntschaften.

Auf der Suche nach neuen Erkenntnissen untersuchten Wissenschaftler der Universität Milano 2008 die Freundschaftsbeziehungen von 721 Millionen Facebook-Mitgliedern. Das Ergebnis: eine Pfadlänge von durchschnittlich 5,2 Bekannten. Die Überraschung folgte nur drei Jahre später: Zwei beliebige Facebook-Mitglieder trennten jetzt nur noch 4,7 Bekanntschaften. Ein immenser Unterschied für eine so kurze Zeitspanne.

Facebook: Die ersten Gruppen, Fanseiten und Like-Buttons
2004: Facebooks Startseite nach der Anmeldung. (Quelle: Facebook Craze)

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Die Analysen sind nicht frei von Kritik, denn klar ist: Facebook steht nicht repräsentativ für die gesamte Menschheit. In einigen Ländern ist das Netzwerk gesperrt, in anderen dominieren Konkurrenten. Trotzdem sind wir einander näher als jemals zuvor, auch dank Netzwerken wie Facebook. Sie verbinden Kulturen wie kaum eine andere Erfindung der Neuzeit. Sie machen Unterschiede deutlich, vor allem aber Gemeinsamkeiten.

3. Memes für die Massen

Wer vor zehn Jahren täglich mehrere Stunden vor einem Bildschirm verbrachte, galt als Nerd. Heute ist das anders, überall blinken und piepen Smartphones. Witzige Fotos, Grafiken und Videos verbreiten sich dank Facebook innerhalb von Stunden. Fast jeder weiß was ein „Meme“ ist, kennt Begriffe wie „Planken“ oder „Harlem Shake“. Die Witze und Insider kleiner Communitys unterhalten heute Massen. Und alle lachen gemeinsam.

Mit diesem Youtube-Video begann der Trend des „Harlem Shake“.
Mit diesem Youtube-Video begann der Trend des „Harlem Shake“. (Screenshot: YouTube)

Manch einer wird bemängeln, dass alles sei doch sinnfrei. Da ist auch etwas dran, keine Frage. Phänomene wie der „Harlem Shake“ sind ein Produkt unserer global vernetzten Gesellschaft, mit all ihren Vorzügen und Nachteilen. Eine Entwicklung die wir vor allem Sozialen Netzwerken wie Facebook verdanken. Und seien wir mal ehrlich: Wie langweilig wäre unser Alltag ohne all den digitalen Unsinn?

Happy Birthday, Facebook!

Zuckerberg startete also an jenem Mittwoch ein Milliarden-Netzwerk und -Unternehmen. Innerhalb weniger Jahre vernetzte er mehr als eine Milliarde Menschen. Aus einer heutzutage völlig veraltet wirkenden Website, wurde eine globale Plattform von gigantischem Ausmaß. Mit dem Blick auf frühe Bilder des Netzwerks ist klar: Das war nicht immer Spaß, das war vor allem Arbeit. Wer mag kann heute deshalb ganz kritikfrei einfach mal „Danke“ sagen. Eine Chance, die wir nutzen möchten. In diesem Sinne: Happy Birthday, Facebook!

Die Historie von Facebook als interaktive Timeline.

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3 Reaktionen
weblauscher

Hier gibts das passende Video auf YouTube dazu: The Evolution of Facebook http://youtu.be/Nl7igMfeOvo

Dominik

schöner Artikel ...doch mit der Zeitleiste muss ich Sven recht geben. Die ist zu klein und unübersichtlich....etwas größer wäre Top.

Sven

Ich würde die interaktive Zeitleiste unten etwas mehr hervorheben und vielleicht etwas weiter oben ansiedeln. Sie ist ein echter Mehrwert für den Leser.

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