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18 Prozent Umsatzeinbruch im März: Coronakrise macht vor Onlinehandel nicht halt

Onlinehandel im März rückläufig. (Foto: Shutterstock)

Wer angenommen hat, dass der Onlinehandel in der Coronakrise Gewinner ist, wird von neuen Umsatzzahlen eines Besseren belehrt. Demnach gab es beim E-Commerce im März einen Umsatzeinbruch.

Der Onlinehandel im Allgemeinen und Amazon im Besonderen gelten als Gewinner der Coronakrise. Doch das entspricht nicht der Wahrheit, wie aktuelle Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e. V. (BEVH) zeigen. Demnach ist der Umsatz im Onlinehandel im März gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 18 Prozent eingebrochen. „Die Behauptung, der E-Commerce würde pauschal als ,Gewinner‘ aus der Corona-Pandemie hervorgehen, ist schlicht falsch“, betonte BEVH-Präsident Gero Furchheim.

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Onlinehandel: Umsatzeinbruch im März

Zwar verzeichnete der Onlinehandel wie der stationäre Einzelhandel im vergangenen Monat in einzelnen Kategorien wie Lebensmittel, Drogeriewaren, Medikamente und Do-it-yourself- beziehungsweise Baumarktsortimente zum Teil deutliche Zuwächse. In anderen Bereichen wie Bekleidung (minus 35 Prozent) und Unterhaltungselektronik (20,9 Prozent) sowie Computer und Zubehör (minus 22,7 Prozent) deutliche Umsatzrückgänge. Letzteres ist umso bemerkenswerter als es einen Anstieg bei Homeoffice-Lösungen gegeben haben dürfte.

Über das gesamte erste Quartal hinweg war dank der Zuwächse im Januar und Februar insgesamt ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Der Quartalsumsatz belief sich auf knapp 16,5 Milliarden Euro (inklusive Umsatzsteuer). Bei den Onlineshops der stationären Händler ging es allerdings um 9,5 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro bergab. Online-Marktplätze (8,01 Milliarden Euro) und reine Onlinehändler (2,4 Milliarden Euro) verbuchten dagegen ein Plus von jeweils 4,9 Prozent.

E-Commerce: Nachfrage Ende März belebt

Als positiv sah Furchheim trotz des März-Einbruchs, dass „die Chancen des E-Commerce für die Versorgung der Kunden und die Geschäftsmodelle des Einzelhandels neu erlebt werden“. Einer zusätzlichen Umfrage des BEVH unter seinen Mitgliedern zufolge habe sich die Nachfrage in den letzten Märztagen zudem belebt.

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Ein Kommentar
Titus von Unhold
Titus von Unhold

“ „Die Behauptung, der E-Commerce würde pauschal als ,Gewinner‘ aus der Corona-Pandemie hervorgehen, ist schlicht falsch“, betonte BEVH-Präsident Gero Furchheim.“

Da hat Furchheim entweder volkswirtschaftliche Mechanismen nicht verstanden, oder er will einfach nur jammern. Natürlich gewinnen online nur die Branchen, die relevante Produkte statt Nice-to-have-Bullshit verkaufen. Dafür verlieren offline quasi alle außer die Lebensmittelhändler.

Antworten

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