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Bis 2025 könnte die Hälfte aller Websites auf WordPress basieren

Wordpress hat sich von einem kostenlosen Blogger-Tool zum CMS-Marktführer gemausert. (Foto: stockovari / Shutterstock.com)

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Die Prognosen für das CMS kennen nur eine Richtung: nach oben. Proprietäre Systeme wie Squarespace verlieren Marktanteile.

W3tech erhebt die Nutzung von Content-Management-Systemen und dabei zeigt sich ein klarer Trend: WordPress baut den Marktanteil weiter aus. So führt das Open-Source-System nicht nur die Spitze der Liste an, sondern wächst auch am schnellsten. Momentan basieren 39,1 Prozent aller Websites im Internet auf dem System. Die Steigerungsrate in den letzten Jahren beträgt im Durchschnitt 2,47 Prozent im Jahr – zuletzt mit steigender Geschwindigkeit. Hochgerechnet könnte im Jahr 2025 jede zweite Seite die ursprünglich für Blogs erdachte Plattform verwenden.

Matt Mullenweg und Mike Little nahmen 2003 das aufgegebene Open-Source-Projekt b2/cafelog auf und aus dem Quelltext entstand schließlich WordPress. Mullenweg war damals 19 und Student in Houston.

Alleine im laufenden Jahr stieg die Anzahl der WordPress-Websites um 3,7 Prozent. Speziell in diesem krisengeschüttelten Zeitraum haben sich interessante Marktbewegungen ergeben. Während Shopify Joomla überholt hat und damit eine der wenigen Plattformen mit einem ordentlichen Wachstum darstellt, haben Drupal und Joomla an Dynamik eingebüßt. Der Website-Creator Wix überholte Drupal. Squarespace blieb stabil, die CMS-Systeme darunter spielen in der Unter-ein-Prozent-Liga. Letzten Monat überholten WordPress-Seiten zum ersten Mal die Seiten ohne CMS, die mit 38,7 Prozent knapp hinter dem Marktführer liegen.

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CMS WordPress Statistik w3tech

Tabelle von W3tech zur Nutzung von CMS. (Screenshot w3tech/ t3n)

Das Ökosystem von WordPress ist Trumpf

Speziell durch die Coronakrise hat E-Commerce einen Boom erlebt. Doch interessanterweise profitieren die auf Shopsysteme spezialisierten CMS daran nicht überproportional. Beobachter sehen andere Gründe für den Aufstieg von WordPress: Benutzerfreundlichkeit und das Ökosystem der Plattform. Besonders für Kleinunternehmen, die keine IT-Abteilung unterhalten und schnell eine Online-Präsenz aufbauen wollten, sei WordPress die richtige Wahl gewesen. Den Gutenberg-Editor mit seinen Blockfunktionen können auch Amateure verwenden.

Durch modulare Erweiterungen funktioniert auch die Integration etwa von Google-Technologien gut, ohne einen Heidenaufwand zu betreiben. Das ist der zweite Punkt, den einige hervorheben: das WordPress-Ökosystem. Dank der modularen Struktur und Werkzeugen, die verschiedene API miteinander verbinden, können Anwender auf Shopsysteme und eine Unzahl anderer Plugins zugreifen.

Zusätzlich hat sich eine breite Community gebildet, die sowohl immer weiter an der Plattform feilt als auch unterschiedlichste Support-Angebote macht. So steigen die technischen Möglichkeiten und über Leitfäden und Tutorials finden auch unbedarfte Nutzer Zugang. Zusätzlich bevölkern externe Anbieter den Markt, die für wenig Geld die technischen Arbeiten im Hintergrund übernehmen, sodass die Seite innerhalb kurzer Zeit online gehen kann.

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2 Kommentare
Kantenhuber
Kantenhuber

Jo, kein Wunder.

WP ist modular aufgebaut und mit Guttenberg problemlos zu bauen.
Was anfangs nervt, ist, dass man sich endlos die Bausteine zusammen suchen muss. Da hilft u. U. dass man sich ein Bitnamim WP Stack lokal installiert und testet.

In der Zwischenzeit hat WP seinen Freakstatus weitgehend hinter sich gelassen, sodass Nutzer sich relativ zumutbar ein Framework an Land ziehen können, das ihren Ansprüchen genügt, ohne ständig von den Codebastlern belästigt zu werden.

Joomla war eine Zeitlang auf dem selben Weg, scheitert aber letztendlich an seiner nicht überwindbare Komplexität. Von so etwas wie Typo3 braucht man erst gar nicht zu reden. Alle diese Systeme scheitern letztendlich an der von ihren Erfindern nicht überwundenen Freakhaftigkeit, die Nutzer dazu zwingt, zeitaufwendige technische Arbeiten durchzuführen.

Der nächste Schritt wäre, WP lokal vollständig zu bearbeiten und nur das fertig gerenderte Ergebnis mitsamt der notwendigen Scripte auf den Server zu schicken. Die meisten Webseiten brauchen eigentlich keine Datenbank im Hintergrund und das Ergebnis lädt deutlich schneller.

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Stefan
Stefan

WordPress ist schon ein geiles Stück an Software, zumal wesentlich einfacher als Joomla (eigene Erfahrungen) oder dergleichen. Obgleich die voluminöse Vielfalt an Erweiterungen und Themes von der Community auch teilweise eher hinderlich sein kann, wenn schlecht programmiert, was jedoch bei jeder Software vorkommen kann und nicht spezifisch nur bei WordPress zugrunde liegt.

Wenn dann WordPress noch mit einem guten Hoster oder gar Managed-Hosting gepaart wird, dann haben die meisten Nutzer eh gar keine Berührungsängste mehr und können sich vollends auf das kreative schaffen von Inhalten konzentrieren.

Ich behaupte einmal an dieser Stelle, das wenn GHOST damals nicht node.js als Basis genommen hätte sondern ebenfalls bei PHP geblieben wäre das jener Marktanteil von WordPress heute anders aussehen würde da eine relativ gute Alternative verfügbar gewesen wäre.

Meine Meinung:
Doch da nach Ghost.org auf JavaScript setzt und somit einiges an Einfachheit beim installieren für NICHT Entwicklern verspielt hat sowie bezüglich der Monetarisierung des eigenen Projekt beim Preisniveau eher Mondpreise ansetzt und auch einiges an Funktionen seit der ersten Veröffentlichung gestrichen hatte, ist das Projekt heute eher eine Nische die zwar darin überlebt aber wesentlich mehr Potential gehabt hätte als direkte Alternative zu WordPress.

Dev’s like new fancy Stuff, because it’s new and fancy. – Das kommt mir immer wieder in den Sinn im Zusammenhang mit Ghost.org und node.js…

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