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24-Stunden-Rekord: Ether im Wert von 1,2 Milliarden aus Kryptobörsen abgezogen

Am Donnerstag wurden innerhalb von 24 Stunden Ether im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar von zentralen Börsen abgezogen. Das schränkt deren Liquidität ein und gibt Spekulationen über bevorstehende Kurssteigerungen Raum.

Lesezeit: 2 Min.

Zentrale Börsen verlieren deutlich an Ether. (Bild: Viktoryabov / Shutterstock.com)

Wie der Krypto-Analysedienstleister Intotheblock berichtet, wurden am Donnerstag Ether im Wert von 1,2 Milliarden Dollar von den zentralen Börsen abgezogen. Dieser Wert bedeutet einen neuen Rekord für kurzfristige Börsenabflüsse. Im April war schon einmal beobachtet worden, dass – fast schon konzertiert – innerhalb eines Tages das Äquivalent einer runden Dollar-Milliarde in Ether von den Börsen genommen worden war. In den darauffolgenden 30 Tagen war der Kurs der Kryptowährung um 60 Prozent gestiegen.

London-Upgrade senkt das Angebot und steigert die Preise

Die aktuelle Situation ist mit der im April allerdings nur bedingt zu vergleichen. Denn mit dem London-Upgrade hat Ethereum auch den Verbesserungsvorschlag EIP-1559 umgesetzt. Der bringt ein völlig neues Transaktionsgebührenmodell mit, bei dem große Teile der Gebühren, die sogenannten Base-Fees, während der Transaktion verbrannt, also tatsächlich zerstört und damit dauerhaft aus dem System genommen werden. Damit steigt der Bestand an Ethereum sehr viel langsamer als früher. Zeitweise wurde sogar mehr Ether verbrannt als neu geschürft – die Währung wurde deflationär. Das ist allerdings ein gewissermaßen unerwünschter Effekt, denn so ist EIP-1559 konzeptionell nicht angelegt.

Seit dem London-Upgrade wurde bereits deutlich mehr als eine Milliarde Dollar in Ether vernichtet. Das entspricht einer Burn-Rate von rund fünf Ether oder 17.500 Dollar pro Minute und rund 25 Millionen Dollar pro Tag.

Das Statistik-Dashboard von Ultrasound-Money zeigt den NFT-Marktplatz Opensea klar an der Spitze der Ether-Verbrenner. In den 42 Tagen seit dem London-Upgrade hat Opensea alleine bereits rund 44.000 Ether und damit rund 154 Millionen Dollar verbrannt. Das erklärt sich relativ eingängig daraus, dass ein NFT-Kauf ein ganzes Bündel an Transaktionen nach sich zieht.

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An Platz 2 folgen konventionelle ETH-Transfers mit rund 27.000 verbrannten ETH (rund 94 Millionen Dollar). Rang 3 und 4 liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Die Defi-Börse Uniswap schafft es auf einen Burn von rund 17.000 und der Stablecoin Tether auf einen von rund 15.000 Ether. Danach folgt bereits das Defi-Game Axie Infinity mit rund 9.600 zerstörten Ether.

Analysten sagen Kurssteigerungen voraus

Damit ist die Situation tatsächlich nur bedingt mit jener im April vergleichbar, denn sie ist aus Sicht der Bullen aktuell weitaus besser. Wenn im April ohne Limitierungen des Bestandes bereits eine Steigerung um 60 Prozent möglich war, was passiert dann jetzt? Der Investor Lark Davies ist guter Dinge. Er sieht den Ether auf dem Weg zur 10.000-Dollar-Marke.

Auch beim Bitcoin lassen sich deutliche Abflüsse aus den zentralen Börsen beobachten. Von seinem Höchststand mit 17 Prozent des Gesamtbestandes hat er sich jetzt auf 13,1 Prozent reduziert. So niedrig waren die Bestände an den Börsen zuletzt im Februar 2018. Das ergibt sich aus Daten des On-Chain-Analyseunternehmens Glassnode, die ebenfalls eine Korrelation zwischen steigenden Börsenbeständen und sinkenden Kursen nahelegen.

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