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25 Jahre Banner-Ads: Von einem kleinen Bild zum Milliardenmarkt

Werbe-Interface von Google. (Foto: Shutterstock)

Vor 25 Jahren ging die erste Banner-Werbung online. Mit ihr begann eine beispiellose Kommerzialisierung, die das Web nachhaltig verändert hat.

„Hast du jemals mit deiner Maus genau HIER geklickt?“, fragte die erste Banner-Werbung und lieferte die Antwort gleich mit: „Du wirst!“ Aus heutiger Sicht klingt das fast prophetisch. Nicht nur, weil die Anzeige damals eine geradezu gigantische Click-Trough-Rate (CTR) von 44 Prozent erreichte, sondern weil mit ihr auch die nahezu grenzenlose Kommerzialisierung des Webs begann und unzählige Klicks auf Werbeanzeigen folgten.

In Auftrag gegeben hatte die Banner-Werbung der US-Telekekommunikationskonzern AT&T. Ausgespielt wurde sie erstmals am 27. Oktober 1994 auf der Website Hotwired, dem ehemaligen Online-Ableger des Technologiemagazins Wired. Die Online-Publikation prägte den Begriff Banner-Ad und bot Werbekunden erstmals die Möglichkeit, grafische Werbeanzeigen im Web zu schalten und den Werbekunden Informationen darüber bereitzustellen, wie oft ihre Anzeige angeklickt wurde.

Das war sie also, die erste Banner-Werbung der Welt. (Quelle: Dan Barker)

Das war sie also, die erste Banner-Werbung der Welt. (Quelle: Dan Barker)

Werbung hatte es zwar auch schon vorher im Web gegeben, doch erst mit der Erfindung der Banner-Ads wurden Anzeigen zu einem Mainstream-Phänomen. Zunächst wurde Banner-Werbung wie klassische Print-Anzeigen verkauft: Gegen einen fixen Betrag konnten Werbetreibende einen Teil der Seite in Beschlag nehmen. AT&T zahlte beispielsweise 30.000 US-Dollar dafür, dass ihre Anzeige drei Monate lang auf der Hotwired-Seite angezeigt wurde. Doch bis zur Einführung des heute üblichen Targetings sollte es nicht lange dauern.

Der Online-Werbemarkt wächst weiter

Schon 1995 begann Yahoo damit, auf ihrem Such-Portal Keyword-basierte Werbung anzubieten. Im selben Jahr führten Netscape und Infoseek den Tausend-Kontakt-Preis ein. Das letzte fehlende Teil des Puzzles kam dann 1996: DoubleClick ging an den Start und bot Werbetreibenden erstmals die Möglichkeit, die Bewegungen der Online-User über unterschiedliche Websites hinweg zu verfolgen und Werbeschaltungen entsprechend anzupassen.

Schon damals störten sich Datenschützer daran, wie mithilfe von Drittanbieter-Cookies detaillierte Profile von Nutzerinnen und Nutzern erstellt wurden. Auf das Wachstum der Branche hatte das jedoch keinen Einfluss. Mitte der 1990er gaben Unternehmen bereits 300 Millionen Dollar für Online-Werbung aus. Im Jahr 2000 war es schon das Dreifache. Heute, 25 Jahre nach der ersten Banner-Werbung, liegen die weltweiten Ausgaben für Online-Werbung bei mehr als 330 Milliarden Dollar jährlich. Und auch wenn das Wachstum langsam abschwächt, ist die Entwicklung noch lange nicht am Ende.

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