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253.000 Reservierungen: Wer das Tesla Model 3 vorbestellt hat, muss Jahre darauf warten

Tesla Model 3. (Foto: Tesla)

Die Nachfrage am neuen Tesla-Modell übertrafen die Erwartungen des Autoherstellers, sagt Elon Musk. Analysten rechnen mit langen Wartezeiten und selbst Musk denkt laut über die Produktionsplanung nach.

Tesla von Nachfrage überrascht

Am Donnerstagabend stellte Tesla sein lang erwartetes Model 3 vor, innerhalb eines Tages reservierten 180.000 Personen das Fahrzeug. Und am Samstagmorgen stieg die Zahl sogar auf 253.000, informierte CEO Elon Musk auf Twitter. Er habe höchstens die Hälfte erwartet, denn der kalifornische Autobauer hat noch nicht einmal alle Details des Wagen verraten.

„Wir müssen definitiv die Produktion überdenken“, gibt Musk zu. Immerhin hat Tesla vom Model S insgesamt bis Ende 2015 nur 100.000 Stück verkauft. Wie lange die Kunden auf das Model 3 warten müssen, ist noch unklar. Analysten rechnen allerdings damit, dass sich die Auslieferung der reservierten Modelle bis 2020 hinausziehen könnte. Bis Ende 2017, dem offiziellen Lieferstart wird das Unternehmen laut Cairn Energy Research Advisors 12.200 Fahrzeuge ausliefern, bis Ende 2018 weitere 64.660. Bis Ende 2019 stellt Tesla der Prognose zufolge 212.646 Stück fertig. Wer nicht innerhalb der ersten Tage vorbestellt hat, könnte demnach drei Jahre darauf warten müssen – angenommen alle, die ein Model 3 reserviert haben, kaufen es tatsächlich.

Tesla Model 3. (Foto: Tesla)
Ende 2017 startet Tesla die Auslieferung des Model 3. Wie viel der Hersteller bis dahin produzieren kann, ist noch unklar. (Foto: Tesla)

253 Millionen US-Dollar durch Reservierungen

Mit 35.000 US-Dollar liegt der Kaufpreis in einem weit niedrigeren Segment als die Vorgängermodelle. Musk rechnet damit, dass sich der Großteil für eine Serie, die 42.000 US-Dollar kostet, entscheiden wird. Das bedeutet, dass Tesla schon allein durch die Reservierungen in den ersten 24 Stunden rund 7,5 Milliarden US-Dollar einnehmen würde.

Eine Reservierung allein kostet 1.000 US-Dollar, Tesla hat also schon am Samstag 253 Millionen US-Dollar mit dem neuen Fahrzeug verdient. Die Gebühr wird allerdings rückerstattet, wenn der Kauf nicht abgeschlossen wird.

via fortune.com

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4 Reaktionen
Kalkulationen

@Köhler: Die Presse zitiert ja gerne das ein Tesla 18 oder so bewegliche Teile hat und ein Benzin-Motor 1000 oder 2000 Teile.
Allerdings hat dank Japanischer Autobauer die Präzision und Qualität und 6sigma Einzug gehalten so das die Motoren in TV-Berichten auch nach 200.000 km sehr gut aussehen und kaum Verschleiss stattfand.

CarGlass und die Beulen-Doktoren und Smartrepair-Kratzer-Lackier-Dienste werden wohl weiterhin keine Umsatz-Einbrüche haben.
Und Türen, Sitz-Verstellung, Scheiben-Heber, Scheibenwischer, Reifenverschleiss, Wunsch nach neuem Routenplaner, Handyhalter, Autoradio usw. usw. gibts ja weiterhin und Marder können weiterhin Kabel durchbeissen.

Schön wäre also, wenn man mal Steuerberater fragt, wofür die Reparatur-Kosten so verbraucht werden und damit abschätzen kann, ob und wie viel billiger pro Jahr das Elektro-Auto kommt. Winterreifen-Wechsel ist im Service-Pack von Tesla u.U. nicht enthalten.

Weil ein Teil des Bremsens induktiv erfolgt, verschleissen die Bremsklötze usw. dann auch weniger. Allerdings stellt sich die Frage ob eine Manufaktur dieselbe Präzision und Wartungsfreiheit erzielt wie Europäische und Japanische Präzisions-Hersteller... Bei TV-Sendungen wird ja immer auf die krass großen Spaltmaße von US-Wagen hingewiesen.

Dein Argument ist also richtig, aber die Presse findet nicht heraus, wie viel das in der Praxis ausmacht und wie schon geschrieben brauchen CarGlass und Beulendoktoren oder diese SmartRepair-Kratzer-Lackier-Dienste wohl keine Angst zu haben. Bei Auto-Teile-Unger sind Sicherungen und Glühbirnen usw. oder vermutlich auch Wände voller Ersatzreifen. Man müsste mal beim Bosch-Service-Center in der Nähe fragen was so die häufigsten und was die Umsatz-Stärksten Käufe dort sind. Getrennt nach Privat und Gewerbe natürlich.
Der Autobatterie-Markt bricht vielleicht zusammen. Das sind vielleicht auch 10% vom jährlichen Umsatz bei Auto-Zubehör-Händlern. Oder man guckt die Top100 bei Amazon um die Auswirkungen von E-Autos abzuschätzen.

Im Prinzip muss/sollte man vermutlich die Service-packs von Tesla kaufen und dann Full-Service haben. Je nachdem wie schlau das Auto konstruiert ist, kann man Dinge leicht (Porsche ist häufiges Beispiel für einfachen Motor-Wechsel) oder kompliziert und zeitaufwendig (Ferrari wird gern als Beispiel genannt) wechseln. Siehe auch die i-fix-it-Berichte für Handies usw. Die Odoloszenz ist wohl nicht absichtlich aber halt durch den Preisdruck bedingt wodurch so sparsam designed wird, das es die Gewährleistung und ggf. Garantie durchhält und man danach (im Gegensatz zu Fahrrädern und Autos) keine günstigen Ersatzteile bekommt.

Viel schlimmer ist Tankstellensterben und das keiner mehr ein Benzin-Auto haben will. D.h. dieser Markt für Ersatzteile usw bricht drastisch zusammen. Schallplatten sind wohl 6% vom Umsatz und eine profitable Nische. Pferde gibts als Hobby immer noch. Aber Benzin-PKW sind dann auch nur noch Sammlerstücke und Hobby. Autos sind im Schnitt wohl 8 Jahre alt. Das macht ca. 12% weniger Benzin-Autos pro Jahr und entsprechend weniger Benzin-Steuer, Benzin-Käufe und Service usw. pro Jahr auch wenn Winterreifen-Wechsel usw. natürlich bleiben. Ist der Staat vorbereitet ? Na also. Wir müssen das mal wieder alle bezahlen.
Die Gewerbe-LKW/... hingegen halten länger durch aber die Post hat da ja jetzt auch einen selber entwickelten Elektro-Transporter wenn das kein Aprilscherz war.

Köhler

Diese Zahl macht deutlich das die Menschen sich ein Umwelt- u. reparaturfreudliches leises Auto wünschen. Und die Leier das ein Elekto-Auto nur dann Sinn macht wenn auch der Strom für's Laden aus regenerativer Energie besteht.
Und welchen Sinn macht dann ein Auto mit Verbrennungsmotor der Abgase und Lärm produziert.
Die Industrie will keine Elektro Autos aus nur einem Grund - weil sie dann die Mehrzahl der Service Werkstätten zu machen können. Ein EA verursacht erheblich weniger reparaturen.

Kalkulationen

In https://t3n.de/news/tesla-model-3-vorstelllung-678769/
steht "einfacher zu produzieren". Im Gegensatz zu bezahlten Dipl. Business Administration (=BWL) Lawyer-Boni-Managern schaut er das er es gebacken kriegt.
Er weiss ja jetzt wie viel Maschinen er vorbestellen muss.

Irgendwo hattet Ihr auch einen Artikel wo es hiess, er hätte eine Stanzmaschine o.ä. bestellt. Das klang sehr nach Manufaktur. Im Gegensatz zu den Boni-Managern wird er aber das wahre Fliessband etablieren und es hoffentlich so produzieren wie LEBENSMITTEL-Packungen.
Es gab im TV Dokumentationen über eine Schicht bei einem Autobauer. Ich habe leider vergessen wie viele Exemplare/PKW die in einer Nacht(?)Schicht produzierten. Das weiss jeder als Erfolgsfaktor weil es ja auch mal Unterbrechungen geben kann und man also weiss ob 130 (lange Unterbrechung) oder 140 (alles flutschte gut) PKW produziert wurden.
Bei 100 Autos pro Schicht und 3 Schichten sind 300 Schichten in 100 Tagen also 300*100=30*1.000 also 30.000 in 100 Tagen. in einem Jahr (Sonntags-Arbeit) also knapp 100.000. Wenn man aber schlau ist baut man mehrere parallele Fliessbänder und umgeht (wie auf der Autobahn oder wenn ein Liefer-Auto eine Spur in der Stadt blockiert) die Bottlenecks oder Wartungs-Arbeiten.
Im Gegensatz zu Boni-Managern wird er sich also was einfallen lassen um es zu realisieren und Autobau auf eine neue (noch höher automatisierte) Stufe zu heben. Schade das ihm keiner zeigt wie fliessbandmäßig Lebensmittel oder Zeitungen oder t3n-Magazin in der Fabrik produziert werden...

Bei Handies ist das ungünstig weil die Rüstkosten also Programmierung und Ausprobieren bis es klappt der Fabrik-Roboter normalerweise und bisher zu teuer sind wenn jede Woche ein anderes Modell produziert wird. Bei Standard-Wagen wie Tesla3 hingegen kann man die Roboter einmal programmieren und die produzieren 24x7 nachts im Dunkeln mitten im Winter bei Minus 5 Grad tausende...
Die großen Flugzeugträger oder Container-Schiffe allgemein werden auch tausende oder hunderte Kilometer Schweissnähte von Schweissrobotern geschweisst und Menschen nur für die Ecken oder wo der Aufwand für Write-Once-Run-Endless (Schreib es einmal, nutz es immer wieder) nicht rentiert.

http://www.teslamotors.com/de_DE/support/service-plans
Da haben die Erstkäufer vermutlich anscheinend deutliche Vorteile. Die EU-Komission und Verbraucher-Minister sollten das IM VORAUS klären. Ich als Reporter (wenn ich einer wäre) würde das beim Ministerium und Komission anfragen und durch die Veröffentlichung dann dafür sorgen das man auch als Gebrauchtkäufer mindestens genau so gut behandelt wird wie im Apple-Store wenn man es dort nicht selber gekauft hat.

Auch ihr Reporter wollt Teslas kaufen. Statt also wie üblich erst hinterher zu berichten (aktuell z.b. das kleingedruckte bei Oculus-Rift) würde ich in diesem Falle VORHER klären das Gebrauchtverkauf nicht durch die Nebenbedingungen uninteressant gemacht wird oder man auch nachträglich zu fairen Bedingungen in die Support-Verträge einsteigen kann falls die verlinkten Service-Bedingungen das nicht möglich machen sollten.

Wie bei Ebay wo dann frisch gekaufte begehrte Produkte zu richtig hohen Preisen liegen oder für Europäer hoffen die Käufer wohl darauf, das vorbestellte Produkt mit dickem Gewinn weiterverkaufen zu können. Die zweitkäufer gucken dann aber vielleicht dumm aus der Wäsche wenn sie vielleicht nicht (oder nur sehr teuer) an die Service-Verträge kommen und 10 Jahre bis zum Verfassungsgericht klagen müssen obwohl der Verbraucherminister das längst hätte im Voraus per EU-Komission klären können...

Beim Crowding durch Tesla hätte ich schon lange gerne, das man nur stückweise an die echte Fabrik bezahlt und damit als Funder immer was echtes bezahlt hat: Design-Pläne, Zertifikate und am besten natürlich Produkte. Dann passiert sowas hoffentlich immer weniger:
http://www.golem.de/news/minidrohne-wieso-hob-zano-nie-ab-1601-118701.html
D.h. die $1000 mit-finanzieren die Fabrik wenn man möchte.

Man könnte auch pro geliefertem Auto ein weiteres produzieren und in die Mietwagen-Cloud packen auf welche Vorbesteller je nach Reihenfolge besseren Zugriff per Handy haben. D.h. wenn mehrere am Flughafen in die Stadt wollen teilen die sich die Sitzplätze oder der früheste Vorbesteller kriegt die fahrt mit dem Miet-Tesla-(S^X^3) vielleicht sogar kostenlos 1000 Meilen pro Jahr oder kostengünstig weil die Zinsen auf $1000 den Strom dafür locker finanzieren....
Hoffentlich macht Musk das, damit die Leute das Auto kennenlernen können und trotz Wartezeit schon mal sehen was sie bald hoffentlich selber besitzen werden.

An Presse-Berichten über Steuer erkennt man schnell das viele Schreiber noch nie Elster selber ausgefüllt haben. Hier erkennt man immer besser das nur die Berichte/Agenturmeldungen rezitiert werden und - immer und immer wieder - die Kommentare die - fast immer _fehlenden_ - Ergänzungen zur totalen Kalkulation
- Kaufpreis
- Staats/Bundesland/...-Subventionen
- Kosten pro Kilometer
- Wartungskosten
- ... Gebrauchtwert bei Weiterverkauf...
ergänzen müssen.

Die Leser sind daran sehr interessiert. Die sind besser informiert als die Qualitäts-Leistungs-Schutz-Presse. Hier erkennt man es wie üblich: nämlich an Presseberichten über Themen wo man sich selber auskennt...
Man erkennt auch eine Angebotslücke der Presse-Agenturen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/12-000-Elektroautos-2015-neu-zugelassen-3064200.html
Jeder Reporter sollte also ein paar E-Auto-Besitzer kennen und anfragen können auch wenn die Modelle - aber nicht unbedingt die Subventionen - sich natürlich deutlich unterscheiden.

Angesichts der langen Warteschlangen sollte klar sein das man keinen Steuer-Cent für E-Autos ausgeben sollte weil das Volk sie scharenweise von selber kauft so wie auch die E-Fahrräder sich ohne Subventionen einen großen Marktanteil geholt haben. Verkürzte Abschreibungen für jeweils die erste öffentliche (preis-kontrollierte) Loader-Station in jeder Postleitzahl oder Entfernung von mindestens 10km bei jedem Discounter fände ich sinnvoller.

wienczny

Im Artikel fehlen noch ein Paar Informationen:
Viele der US-Vorbesteller werden mit dem Tax-Credit in Höhe von 7500$ rechnen. Nach 200000 verkauften Fahrzeugen eines Herstellers läuft diese jedoch aus. Hier zählen auch die Model S und Model X. Da bleiben also bis 2017 nicht so viele übrig. Ich kenne das US-System hier nicht, könnte mir aber vorstellen, dass es einige böse Überraschungen gibt.
Verdient hat Tesla mit den Vorbestellungen bisher noch nichts, da bei Rücktritt von der Reservierung der Betrag in voller Höhe zurück gezahlt wird. Dies bliebe nur aus, wenn Tesla dazu finanziell nicht in der Lage wäre (siehe Model 3 Reservation Agreement).

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