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3D-Drucker: Studenten kopieren Hochsicherheitsschlüssel

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Mit einem handelsüblichen Scanner und einem 3D-Drucker haben es zwei Studenten geschafft einen Sicherheitsschlüssel zu kopieren. Dabei mussten sie ihn nicht mal selber ausdrucken: Dies hat ein Druckdienstleister für fünf Dollar übernommen.

mit Sicherheit nicht sicher (screenshot: dailytech)
Durch 3D-Drucker mit Sicherheit nicht sicher. (Screenshot: dailytech)

In letzter Zeit tauchen immer wieder merkwürdige Meldungen im Zusammenhang mit 3D-Druckern auf. So werden feuerfähige Waffen ausgedruckt oder eine Beinprothese für eine Ente hergestellt. Jetzt übernehmen zwei Studenten für Maschinenbau die Schlüsselrolle in einem neuen Fall.

Die MIT-Studenten David Lawrence und Eric Van Albert haben es geschafft, einen Sicherheitsschlüssel mit einem 3D-Drucker nachzumachen. Dabei haben sie den mit zwei Bärten versehenen Schlüssel zunächst beidseitig mit einem Flachbettscanner erfasst. Die beiden Aufnahmen wurden dann zu einem 3D-Bild zusammengeführt und an einen 3D-Drucker geschickt. Den Schlüssel mussten die beiden übrigens nicht mal selbst ausdrucken – das hat ein professioneller Druckdienstleister für fünf Dollar übernommen.

3D-Drucker: Schlüssel noch einfacher kopieren

Doch die beiden Studenten sind noch einen Schritt weiter gegangen: Anstelle eines Scanners haben sie das gleich auch mit einfachen Fotos des Schlüssels versucht – und erstaunlicherweise hat auch diese Methode funktioniert. Vorgestellt haben die beiden Studenten ihr „Projekt“ vor kurzem auf dem Defcon-Kongress.

Inzwischen kann man sich in den USA auf diese Weise – und dort auch ganz legal – eigene Schlüsselkopien zusenden lassen. Dieser Dienst macht es möglich. Einfach Fotos schießen, an den Dienstleister schicken und dann die fertige Kopie aus dem Briefkasten holen. Wer auf höhere Qualität setzt, kann sich seinen Schlüssel für etwa 150 Dollar auch aus Titan herstellen lassen. Bleibt nur die Frage, wie lange der Missbrauch auf sich warten lässt.

Weiterführende Links zum Thema „3D-Drucker“

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3 Reaktionen
kahner

Äh.... "Hochsicherheitsschlüssel"???
Der verwendete Schlüssel hat tatsächlich ein interessantes Feature (Bart im Bart), dass es Lock-Pickern schwerer macht, dafür aber auch einen sehr einfachen Grundaufbau. D.h. in den USA könnte ich mir vorstellen, dass man mittels Teleobjektiv ein Schlüsselbund fotografiert und dann kopiert.

Bereits mit einem in D üblichen Sicherheitsschlüssel mit entsprechender Profilierung ist es wesentlich schwerer, da die Tiefen der einzelnen Profilrillen sich nicht aus einem 2d-Foto ohne weiteres ablesen lassen. Zudem gibt es den Doppelbart PLUS Rillenprofil schon bei etwas besseren Angeboten.

Wirklich gute Schlüssel - da wo das Wort "Sicherheit" anfängt Sinn zu machen - verwenden teils mehrere Magnete und bewegliche Teile (Rollkörper) im Schlüssel. Ich will sehen, wie das kopiert wird.

Nach dem Bericht kommen mir jetzt ziemlich wenig Sorgenfalten bezüglich der Sicherheit meiner Wohnung u.ä.

Armin

Es kann sich auch jeder ohne grossen Aufwand eine Bombe bauen, trotzdem fliegt nicht jeden Tag etwas in die Luft.

Mike

Ich muss sagen, ich habe große Bedenken, wie das in Zukunft ablaufen wird. 3D-Drucker kreieren Waffen, die durch die Sicherheitskontrollen der Flugzeuge kommen - nahezu jeder kann sich aktuell Waffen bauen, wobei die Vorteile natürlich nennenswert sind.

Un nu haben Studenten für Maschinenbau gezeigt, dass andere Sicherheitsstandards außer Kraft gelegt werden können. Bedarf zwar einer technischen Sauberkeit, aber Respekt an die Jungs.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mal einen Beitrag darüber schreibt, was sich alsbald durch den 3D-Drucker verändern könnte. DANKE!

LG
Mike

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