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Personio: 35 Millionen Euro für das Windows der HR-Branche

Personio-Gründer Hanno Renner. (Foto: Personio)

Personio bietet eine HR-Software für kleine und mittlere Firmen an. Dafür erhält das Münchner Startup jetzt 35 Millionen Euro – der Geldgeber könnte prestigeträchtiger kaum sein.

Der goldene Winter in der deutschen Startup-Szene geht weiter. Nachdem zuletzt unter anderem N26, Orderbird und der Indoor-Mapping-Anbieter Navvis mit nennenswerten Finanzierungsrunden für Schlagzeilen sorgten, vermeldet jetzt auch das Münchner HR-Startup Personio einen beachtlichen Deal.

Slack-Investor steigt bei Personio ein

Rund 35 Millionen Euro investiert unter anderem Index Ventures in das erst 2015 gegründete Unternehmen. Die Wirtschaftswoche berichtete zuerst. Der Geldgeber könnte prestigeträchtiger kaum sein: Index Ventures beteiligte sich in der Vergangenheit bereits früh an heute namhaften Tech-Firmen wie Slack, Dropbox und Facebook. Die Amerikaner sind seit Kurzem auch an Pitch beteiligt, dem neuen Startup von Wunderlist-Gründer Christian Reber.

So sieht die HR-Software von Personio aus. (Bild: Personio)

So sieht die HR-Software von Personio aus. (Bild: Personio)

Entsprechend euphorisch kommentiert Personio den Deal. „Mit diesem Investment sind wir in der Lage, unseren steilen Wachstumskurs weiter zu verfolgen“, lässt sich Gründer Hanno Renner in einer Mitteilung zitieren. „Wir werden das Investment dafür nutzen, die beste Lösung für bestehende und zukünftige Kunden zu entwickeln. 2019 werden wir außerdem in weitere europäische Märkte expandieren.“ Im vergangenen Jahr soll das Startup um das Doppelte auf 150 Mitarbeiter gewachsen sein.

Personio versteht sich als „HR-Betriebssystem“ für kleine bis größere Unternehmen. Mit der Software lassen sich Mitarbeiter verwalten und auch rekrutieren. Dies umfasst etwa Stellenanzeigen, Urlaubsanträge und Onboarding. Nach eigenen Angaben hat Personio bereits mehr als 1.000 Kunden. Darunter Hellofresh und Amorelie.

t3n meint: Ein beachtlicher Deal, der zeigt, dass das Wehklagen deutscher Gründer über die mangelnde Investitionsbereitschaft von US-Geldgebern nicht mehr zeitgemäß ist. Mit Personio holt sich Index Ventures zudem einen aussichtsreichen Exit-Kandidaten ins Portfolio. In nur vier Jahren hat das Startup mehr als 1.000 zahlende Kunden von seiner HR-Software überzeugt. Und wer seine Personalverwaltung einmal umstellt, wechselt sie so schnell auch nicht wieder.

Daniel Hüfner

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