Kolumne

5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Chronik des laufenden Wahnsinns

Tiktok ist der Shootingstar aus China für junge Zielgruppen. Doch langfristig will man auch ältere Nutzer ansprechen. (Foto: BigTunaOnline/Shutterstock)

Jeden Montagmorgen berichtet t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Heute geht es unter anderem um Tiktok und die brennende Scheune im globalen Dorf.

1. Wie die Tiktok den deutschen Markt erobern will

Wir alle haben diesen Verwandten, der immer noch kein Smartphone besitzt und/oder sich beharrlich weigert, sich mit diesem Internet zu beschäftigen. Wann ist eigentlich die Stelle erreicht im Leben, an der man guten Gewissens sagen kann: „So, jetzt macht ihr, was ihr wollt, ich beschäftige mich nicht mehr damit.“? Mein Eindruck: immer früher. Denn mit Tiktok wollen sich ganz viele in meinem Freundeskreis nicht mehr beschäftigen – und wenn ich ganz ehrlich bin, gehöre ich dazu.

Wir müssen weder Fans noch Nutzer werden – doch mit Phänomen Tiktok sollten wir uns vielleicht trotzdem beschäftigen, wenn wir in der Digitalwirtschaft arbeiten. Tiktok, das vor einiger Zeit auch die größte Konkurrenz Musical.ly übernommen hat, ist eine Kurzvideo-App aus China, auf der vor allem junge Mädchen massenhaft ihre Lippen passend zur Musik bewegen – und mit Abstand der größte Social-Media-Erfolg seit Snapchat.

Und so wie Facebook bereits mit Instagram bei Snapchat gnadenlos abkupferte, hat es mit Lasso auch eine Tiktok-Konkurrenz veröffentlicht. Tiktok dagegen hat seit neuestem eine deutsche Niederlassung. Tobias Weidemann berichtet für uns von der Social-Media-Front im Kampf um die ganz jungen Nutzer.

2. Eine kurze Chronik des laufenden Wahnsinns

Das Internet sollte uns alle weltweit zusammenwachsen lassen, die Welt zu einem globalen Dorf verschmelzen – so zumindest träumten es sich die frühen Anhänger der Netzutopien aus dem Silicon Valley zusammen. Wenn unsere Welt heute ein globales Dorf ist, dann brennt die Scheune, muss man mit Blick auf Polarisierung und öffentlich auf Twitter ausgetragenen Meinungsstreit allerdings sagen.

Statt Gemeinsamkeiten zu verstärken, werden zuletzt immer mehr Unterschiede deutlich – auch innerhalb Deutschlands. Die großen, liberalen Städte wählen zunehmend grüner, der Osten – mit Ausnahme von Berlin und Leipzig – stark AfD.

FDP-Chef Christian Lindner warnt vor Grünen, die einem angeblich das Steak wegnehmen, und investiert gleichzeitig in die Firma hinter dem überall in Deutschland ausverkauften veganen Fleischersatz Beyond Meat. Ein Highlight des laufenden Wahnsinns war eine Äußerung der CDU-Chefin AKK zur Regulierung von „Meinungsmache“ auf Youtube vergangene Woche, die damit unter Beweis stellte, dass sie mehr als das Internet nicht verstanden hat.

Vielleicht passiert mit den ehemaligen Volksparteien auch gerade das, was Konzerne mit der Digitalisierung schon hinter sich haben: eine Disruption, schreibt unser Reporter Jan Vollmer.

3. HTML, DOM, W3C, WHATWG, WTF?

Wie viele Abkürzungen passen in eine t3n-Überschrift? Wenn sich die beiden großen Gremien des Webs zusammentun, um zwei Web-Standards zu harmonisieren, dann werden bei uns schon mal die Grenzen ausgetestet: HTML und DOM – W3C und WHATWG arbeiten an einer einheitlichen Version. Die Abkürzungen sind aber gar nicht so wichtig; wichtig ist: Das ist eine gute Nachricht für das Web! Warum, erklärt unser Webentwicklungsredakteur Vladimir Simovic in seinem Artikel.

4. IT-Gehälter vergleichen: Das zahlen SAP, Google, Microsoft und andere

Reden wir über Geld. Genauer gesagt über das Gehalt. Das dürfen Arbeitnehmer in der Regel übrigens selbst dann, wenn ihnen der Arbeitgeber das im Vertrag untersagt. Müssen sie aber gar nicht, zumindest nicht, wenn sie bei einem der großen Tech-Konzerne arbeiten.

Denn was IT-Kräfte bei Konzernen von Facebook über Google bis SAP und Microsoft verdienen, lässt sich auch einfach im Web herausfinden. Wie genau, erklärt euch unser Karriere-Redakteur Andreas Weck.

5. Der Praxistipp zum Wochenstart: 4 praktische Google-Funktionen neben der Suche

Zuletzt wie immer der Praxistipp zum Start in die Woche – diesmal geht es um Google aus der Nutzerperspektive. Neben den gängigen und bekannten Suchparametern beherrscht die Suche von Google noch einige weitere Funktionen. Einige sind kurios, andere sehr nützlich und manche sind beides. Welche das sind, erfahrt ihr hier: Kurios bis nützlich – 4 praktische Google-Funktionen neben der Suche.

Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!

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