Kolumne

5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Die 1-Euro-Mietwagen-Revolution

Die Flipcar-Gründer Sven Gunkel (30) und Okan Gürsel (30). (Foto: Flipcar)

Jeden Montagmorgen nennen wir fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Heute geht es um das unglaubliche Versprechen zweier Gründer, viel E-Sport, eine Blitz-Kündigung bei Tesla und die Frage, warum ausgerechnet inkompetente Menschen oft so selbstbewusst sind.

1. Diese Gründer aus Bremen vermieten Autos zum Spottpreis

Von München nach Düsseldorf für einen mickrigen Euro: Gegen die Preise von Sven Gunkel und Okan Gürsel sehen selbst die Sparangebote von Milliardenunternehmen wie Flixbus oder der Deutschen Bahn alt aus. Vor wenigen Tagen haben die Jungunternehmer aus Bremen ihren Dienst Flipcar gestartet, einen neuartigen Mietwagenservice, mit dem sie den Mobilitätsmarkt „revolutionieren“ wollen.

Ihre Idee: Statt Autovermietungen ihre Mietfahrzeuge teuer von A nach B überführen zu lassen, vermittelt Flipcar diese „Leerfahrten“ einfach an Privatleute, die ohnehin an den Zielort reisen wollen. Ob das klappt? Mietwagen-Experten sind durchaus zuversichtlich: „Mit einem Angebot, wie Flipcar es bewirbt, kann es zu einer Win-win-Situation kommen“, sagt Frieder Bechtel vom Vergleichsportal billiger-mietwagen.de. „Der Kunde bekommt einen Wagen zu einem ungewöhnlich günstigen Preis, der Vermieter bekommt das Auto ohne Einsatz eigenen Personals zum gewünschten Zeitpunkt transportiert.“

Bleibt die Frage: Wo ist jetzt der Haken an dem unglaublichen Versprechen der Gründer? Als Startup-Reporter für t3n habe ich die ganze Geschichte hier ausführlich aufgeschrieben.

2. Das E-Sport-Gewitter: Gamer und Sportverbände zoffen sich

Sind Hunderte Tastaturanschläge pro Minute, wie sie Profi-Spieler von League of Legends oder Counter Strike durchführen, mit Sport gleichzusetzen? Um diese Frage streiten Gamer und Sportverbände seit Jahren. Jetzt liefert ein Rechtsgutachten neuen Zündstoff: Es erkennt E-Sport nicht als Sport an – weil die Körperlichkeit und Bewegung nicht gegeben seien.

Pikant: In Auftrag gegeben wurde das Gutachten vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), was auch Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) verärgert. „Dass die traditionellen Verbände die Realität verleugnen, ist ein natürlicher Abwehrmechanismus neuen Entwicklungen gegenüber, vor allem wenn sie erfolgreich sind und als bedrohlich wahrgenommen werden“, sagte Bär auf t3n-Anfrage. Die Ministerin sagt: „Das Ausmaß an körperlichem Einsatz ist kein Maßstab für die Bezeichnung als E-Sport. Jeder, der die Steuerung beim E-Sport kennt, weiß, dass man dafür enorm viel Geschick braucht.

Auch t3n-Redakteur Jochen Fuchs positioniert sich in seinem Kommentar für die Anerkennung der Milliardenbranche – sagt aber auch: Die Bundesregierung um Dorothee Bär ist an der Misere nicht unschuldig.

3. Blitz-Kündigung: Stefan Keuchel verlässt Tesla nach wenigen Monaten

Stefan Keuchel ist einer der bekanntesten Köpfe in der deutschen PR-Szene. Zehn Jahre lang war er erster Pressesprecher von Google in Deutschland. Es folgten Stationen bei der Daimler-Tochter Mytaxi, dem Kassen-Startup Enfore und zuletzt Tesla.

Doch nicht mal ein Jahr nach seinem Einstieg beim E-Auto-Pionier hat Keuchel völlig überraschend wieder gekündigt. Die Hintergründe und seinen neuen Arbeitgeber erfahrt ihr exklusiv in unserem Stück bei t3n.

4. Warum inkompetente Menschen das größte Selbstbewusstsein haben

Jeder kennt sie: Kollegen oder Chefs, der zwar erstaunlich wenig Ahnung, aber trotzdem immer das Selbstbewusstsein haben. Das beste Beispiel: ganz klar Donald Trump. Doch wie ist dieser Widerspruch wissenschaftlich zu erklären? New-Work-Redakteur Andreas Weck hat die Antwort für euch recherchiert. Soviel vorweg: Es hat mit dem Dunning-Kruger-Effekt zu tun.

5. Der Praxistipp zum Wochenstart: 13 Studiengänge mit Zukunft

Für viele Schüler stellt sich jetzt die Frage, was sie nach dem Abitur bloß studieren sollen Jura? Medizin? Oder doch ganz klassisch BWL? Wir sagen: Mach doch was mit Digitalisierung! Wir haben unsere Übersicht mit Studiengängen aktualisiert, die auf einen Job im Zeitalter der Automatisierung vorbereiten. Bei einigen Unis sind Bewerbungen noch möglich.

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