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5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Elon Musk muss jetzt wohl lange HODLen

Elon Musk macht bei der Bitcoin-Annahme überraschend einen Rückzieher. (Foto: Naresh777 / Shutterstock.com)
Lesezeit: 3 Min.
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Jeden Montagmorgen berichtet die t3n-Redaktion über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Diesmal geht es unter anderem um Teslas Bitcoin-Rückzieher, den digitalen Personalausweis und Brainteaser im Vorstellungsgespräch.

Tesla-Chef Elon Musk hat die Umwelt für sich entdeckt. Die erst vor zwei Monaten eingeführte Möglichkeit, die E-Autos des Herstellers mit Bitcoin zu bezahlen, ist schon wieder Geschichte. Auch den Anfang des Jahres mit 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebauten Bitcoin-Bestand des Unternehmens will Musk vorläufig unangetastet lassen. Erst wenn der massive Stromverbrauch beim Bitcoin-Mining durch nachhaltigere Energiequellen gedeckt wird, will Musk die Kryptowährung ausgeben. Das könnte allerdings noch ein paar Jahrzehnte dauern.

Alleine in den ersten Monaten des Jahres 2021 entfielen 69 Prozent des Bitcoin-Minings auf China. Ein wachsender Anteil des chinesischen Stroms wird zwar aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen, der Emissionsausstoß soll nach derzeitigem Planungsstand aber bis mindestens 2025 noch zunehmen. Erst danach rechnet Chinas größter Netzbetreiber mit einer Reduktion des gefährlichen Treibhausgases. Vollständig CO2-neutral soll das Land erst 2060 werden. Ob Musk wirklich solange „HODLen“ wird, bleibt abzuwarten.

1. Wegen Umweltbilanz: Tesla stoppt Zahlungen mit Bitcoin

„Wir sind besorgt über den stark ansteigenden Gebrauch fossiler Energien für das Mining und Transaktionen beim Bitcoin“, heißt es in einem von Elon Musk auf Twitter geteilten Statement. Als Reaktion darauf wird die erst vor zwei Monaten eingeführte Bitcoin-Bezahloption wieder eingestampft. Das Unternehmen glaube aber nach wie vor an Kryptowährungen. Daher wolle man sich auch nach weniger energieintensiven Alternativen umschauen.

2. Verantwortungseigentum: Für diese neue Rechtsform streiten viele Startups

Kann ein Unternehmen sich selbst gehören? Eine neue Rechtsform könnte das möglich machen. Bei der „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ soll es sich um eine Art Mischung aus GmbH und Stiftung handeln. Die Grundidee: Das Vermögen bleibt an das Unternehmen gebunden und soll so dessen dauerhaften Betrieb sicherstellen. Die Stimmrechte sollen nur an Personen übertragen werden, die die Werte des Unternehmens teilen. Gewinne wiederum sind kein Selbstzweck, sondern müssen reinvestiert werden. Die Politik zeigt sich interessiert an der Idee, auch wenn beispielsweise CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet noch „Erörterungsbedarf“ sieht. Seine Partei fürchtet, dass auf Basis des Konstrukts am Ende die Erbschaftssteuer umgangen werden könnte. Dennoch wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Bundespolitik in der nächsten Legislaturperiode auch mit der Idee einer neuen Rechtsform beschäftigen wird.

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3. Shopify-Chef an Angestellte: Wir sind ein Unternehmen und keine Familie

Vor allem in der Startup-Szene wird gerne damit geworben, dass Chefs und Angestellte letztlich doch eine große Familie seien. Shopify-Gründer Tobias Lütke sieht das jedoch anders. „Shopify ist, wie jedes andere gewinnorientierte Unternehmen, keine Familie. Schon die Idee ist absurd. Sie werden in eine Familie hineingeboren. Man sucht sie sich nicht aus, und sie können einen nicht aus der Familie entlassen“, erklärt Lütke in einer internen E-Mail an den Führungsstab des E-Commerce-Unternehmens. Seiner Ansicht nach wäre eine Sportmannschaft die deutlich bessere Metapher – denn am Ende komme es im Wirtschaftsleben eben vor allem auf die Leistung an.

4. Was kann der Personalausweis auf dem Smartphone?

Mit wenigen Klicks den Wohnsitz ummelden oder das neue Auto zulassen? Im Hinblick auf das bundesdeutsche Behördenwesen klingt das nach reiner Zukunftsmusik. Tatsächlich soll aber der digitale Personalausweis schon im September 2021 eingeführt werden. Der könnte genau solche Interaktionen mit den Behörden direkt im Smartphone abbilden. Auf t3n.de werfen wir einen Blick darauf, wie das Ganze technisch funktionieren soll, und ab wann Bürgerinnen und Bürger tatsächlich von dem digitalen Personalausweis profitieren könnten.

5. Praxistipps der Woche: Elon Musk setzt drauf: Doch Brainteaser im Vorstellungsgespräch sind oft unsinnig

„Wie kriegen Sie eine Giraffe in einen Kühlschrank?“ Solche oder ähnliche Fragen sollen Bewerber im Vorstellungsgespräch aus der Reserve locken. Personalverantwortliche erhoffe sich damit Informationen über die persönliche Eignung eines Kandidaten. Auch Elon Musk soll ein Fan der sogenannten Brainteaser sein. Aber funktioniert das überhaupt? Unser Autor Andreas Weck hat mit HR-Experten über diese Frage gesprochen und erklärt auf t3n.de, warum Knobelaufgaben dieser Art, wenn überhaupt, nur sehr gezielt eingesetzt werden sollten.


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Ein Kommentar
Filip Subocz
Filip Subocz

Der Bestand wurde kurz nach Kauf mit 101 Mio. USD Nettogewinn bereits reduziert, Mitnahme des erwarteten Anstieges nach dem Kauf. Bekannt ist es nur weil es noch im Geschäftsjahr 2020 geschah und entsprechend muss die Herkunft des Gewinns von 101 Mio binnen einiger Tage erklärt werden, letzte Nacht bestätigte er ja indirekt dass Tesla sich nach und nach jetzt vom ganzen Bestand trennt, schnell aber erstmal wieder Preisanstieg abwarten, und bei unter 50k abstoßen… Dafür taugt das Zeug, für nix sinnvolles DERZEIT(!)

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