Kolumne

5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Wie Amazon vielleicht noch zu stoppen ist

Enfore-Gründer Marco Börries. (Foto: Enfore)

Jeden Montagmorgen berichtet t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Diesmal  geht es unter anderem um Amazon, Marco Börries, verödende Innenstädte und was garantiert nicht dagegen hilft, die Frauenquote bei Zalando und wie wenig Zeit uns für echte Arbeit bleibt.

Ist Amazon noch zu stoppen? Der E-Commerce-Riese ist so etwas wie die reinste Inkarnation des Plattform-Kapitalismus – und stellt vieles, was wir aus der Marktwirtschaft der letzten Jahrzehnte gewohnt sind, auf den Kopf. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Amazon ist in vielen Bereichen kein Marktteilnehmer mehr, Amazon ist der Markt – und bestimmt die Regeln.

Marco Börries, der Mann, der mit 16 Jahren die Firma hinter Staroffice gründete, macht dem deutschen Einzelhandel trotzdem Hoffnung. In Berlin habe ich mich zu einem interessanten Gespräch mit ihm getroffen.

1. Wie Enfore Apple-Margen schafft

Eine Unterhaltung mit Marco Börries ist faszinierend. Er redet schnell, teilweise ausschweifend – aber er hat viele kluge Gedanken nicht nur über die Tech-Branche selbst, sondern auch dazu, wie sich die von den USA und China getriebene Digitalisierung auf Europa auswirken wird. Er selbst war dabei ganz nah dran, lebte vorübergehend im Silicon Valley und hatte dort unter anderem mit Tech-Größen wie Steve Jobs zu tun.

Wie seine aktuelle Gründung Enfore Apple-Margen im Hardware-Geschäft schafft, wie der stationäre Handel ein bisschen mehr wie Amazon werden kann und was Europa aus seiner Sicht jetzt tun müsste, um nicht zur Tech-Kolonie der USA oder von China zu werden – das alles verrät Börries im t3n-Interview.

2. Prechts 25-Prozent-Steuer auf Onlinehandel würde Innenstädte vernichten

Auch der Philosoph Richard David Precht sorgt sich um den Einzelhandel und die deutschen Innenstädte. Sein Vorschlag: Eine Art 25-prozentige Strafsteuer auf den Onlinehandel zur Rettung der Innenstädte.

Der komplett falsche Weg, glaubt unser E-Commerce-Redakteur Jochen Fuchs und führt in einer Kolumne aus, warum die Innenstädte vieles gebrauchen könnten, aber keine 25-Prozent-Steuer auf den Onlinehandel.

3. Von der „Null“-Nummer zum Quotengarant? Zalando zeigt Haltung!

Vor nicht allzu langer Zeit hatte der Berliner Online-Modehändler Zalando noch einen Twitter-Shitstorm an der Backe. Der Grund: In der für alle Unternehmen im Unternehmensbericht verpflichtenden Angabe zur Zielquote für den Vorstand stand null Prozent.

Jetzt hat sich Zalando selbst eine neue Frauenquote auferlegt: Mindestens 40 Prozent bis 2023 in allen sechs Führungsebenen, auch für Vorstand und Aufsichtsrat. Eine strengere Selbstverpflichtung gibt es bislang bei keinem großen deutschen börsennotierten Konzern. Gute Sache, da kann man ruhig mal klatschen, meint unsere Redakteurin Vicky Isabelle Bargel.

4. Studie: So wenig Zeit bleibt uns für richtige Arbeit

Den ganzen Tag im Büro verbracht und wieder nichts geschafft? Das Gefühl dürfte vielen bekannt sein – nun wurde es auch durch eine Studie belegt. Der Tool-Anbieter Asana hat beziffert, wie viel Zeit für die „eigentliche Arbeit“ neben dem Overhead bleibt – und das Ergebnis ist noch deutlich schlimmer, als es deutsche Wissensarbeiter selbst einschätzen.

5. Der Praxistipp zum Wochenstart: Aufstehen um 4 Uhr?! Wie eine Morgenroutine für Normalsterbliche aussehen kann

Zuletzt wie immer unser Praxistipp zum Wochenstart – diesmal geht es um eine passende Morgenroutine für die Nicht-Übermenschen unter uns. Also diejenigen, die nicht um vier Uhr aufstehen, um vor der Arbeit erstmal eine Stunde Laufen zu gehen und bei Sonnenaufgang zwei Stunden Yoga zu machen. Was sich Normalsterbliche von sehr erfolgreichen Menschen bei der Morgenroutine abschauen können, berichtet unser Karriere-Redakteur Andreas Weck.

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