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5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Wie die Google-Gründer sehr erfolgreich gescheitert sind

Die beiden Google-Gründer Sergey Brin (links) und Larry Page in einer Archivaufnahme von 2008. (Foto: dpa)

Jeden Montagmorgen berichtet t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Warum ihr Tiktok löschen solltet, bargeldloses Bezahlen Geld spart, die deutsche Autoindustrie ein Problem hat – und wie üblich drei Praxistipps zum Wochenstart.

Scheitern ist ein sehr relativer Begriff – und so, wie die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin gescheitert sind, wären viele andere Menschen wohl gerne gescheitert. Und dennoch: Das Google von heute ist nicht das Google, das sich die beiden Gründer vor Jahren ausgemalt haben.

1. Google-Gründer Brin und Page: Viel Geld verdient, Vision gescheitert

Wir Journalisten erzählen die Welt gerne so, wie Menschen sich die Welt schon immer erklärt haben: in Geschichten. Diese Geschichten – wir Journalisten nennen sie Narrative – werden oft viel runder und widerspruchsfreier erzählt, als sie in Wirklichkeit abgelaufen sind. Vieles, was nicht in die Geschichte passt, wissen wir gar nicht – manche von uns lassen diese Teile sogar bewusst weg.

Und so ist auch das, was jetzt folgt, so ein unvollständiges Narrativ – die Geschichte des Rückzugs der beiden Google-Gründer Sergey Brin (links) und Larry Page aus dem von ihnen gegründeten Suchmaschinen-Konzern. Dass sich die beiden schon länger aus dem Tagesgeschäft herausgezogen haben, ist schon überall geschrieben worden. Ein Indiz dafür ist das oben gezeigte Foto aus dem Jahr 2008. Es ist das neueste im Bestand des Nachrichten-Bilderdienstes Picture Alliance der dpa, die unter anderem auch das Bildmaterial der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) umschließt, das beide gemeinsam zeigt.

Dass sich die beiden nun komplett aus der 2015 gegründeten Google-Muttergesellschaft Alphabet zurückziehen, hat manchen – mich eingeschlossen – dennoch überrascht. Der alte und neue starke Mann bei Google und Alphabet heißt Sundar Pichai, der jetzt CEO von Alphabet und von Google ist. Das wiederum stellt eigentlich die gesamte Struktur von Alphabet infrage – und damit die Vision der Gründer von vor einigen Jahren. Warum, erkläre ich in einem Kommentar: Google-Gründer Brin und Page: Viel Geld verdient, Vision gescheitert.

2. Tiktok, tiktok, die Uhr ist abgelaufen. Löscht den Mist.

Wie ich schon vergangene Woche schrieb: Tiktok ist die erste große Plattform aus China, die weltweit erfolgreich ist. Schon da verwiesen wir auf die Recherche von Netzpolitik.org über die Unterdrückung der Meinungsfreiheit auf der App durch die geheimen Moderationsrichtlinien des chinesischen Konzerns Bytedance.

Inzwischen hat Netzpolitik, die ihre Informationen von einem Whistleblower beziehen, mit einer Enthüllung nachgelegt, die weltweit für Schlagzeilen sorgt: Das Netzwerk begrenzt die Reichweite von Nutzerinnen und Nutzern, die beispielsweise transgender, behindert oder übergewichtig sind.

Für unseren Kolumnisten Enno Park kann daraus nur eines folgen: Tiktok, tiktok, die Uhr ist abgelaufen. Löscht den Mist.

3. Endlich bargeldlos: Restaurant spart 1.500 Euro im Monat

Die Deutschen haben ein paar Vorlieben, die vielleicht nicht komplett rational begründet sind. Dazu zählt die Liebe zu Autos mit Vebrennungsmotoren und auch die Liebe zum Bargeld. Wer es wie ich regelmäßig erlebt, dass im Imbiss die Kasse immer halb offen steht oder Beträge wie „0,01“ eingetippt werden, könnte auch auf die Idee kommen, dass – ich sage mal – „Steueroptimierung“ ebenfalls eine gewisse Rolle dabei spielt.

Das Hamburger Restaurant Heat hat Bargeld kurzerhand abgeschafft – mit einem sehr angenehmen Nebeneffekt für den Betreiber.

4. Software eats Spaltmaße

Wer ein Auto kauft, achtet inzwischen mehr auf digitale ­Features als auf Finessen der Ingenieurskunst. Techkonzerne wie Tesla, Google und Amazon stechen hier traditionelle ­Hersteller aus. Was Autokäufern wichtig ist – und warum Tesla liefert, erfahr ihr in unserem aktuellen Trendreport.

5. Drei Praxistipps zum Wochenstart: Für alle, für E-Commerce-Händler und für Entwickler

Zuletzt wie immer unsere Praxistipps zum Wochenstart – diesmal jeweils einen für zwei spezifische t3n-Leserguppen und einen für alle.

Beginnen wir mit dem für alle: Ihr könnt was gewinnen! Der t3n Adventskalender geht in die zweite Runde – seit dem 1. Dezember bis Heiligabend öffnet sich jeden Morgen ein Türchen für euch. Dahinter sind Preise wie Gadgets, Smartphones, wertvolle Event-Tickets, Software-Lizenzen oder hochwertige Unterhaltungselektronik im Gesamtwert von 25.000 Euro.

Im zweiten geht es speziell um die E-Commerce-Händler unter euch: Händler, die Amazon als Plattform nutzen, können jetzt auch Rezensionen beauftragen. Wie genau, erklärt euch unser E-Commerce-Experte Jochen Fuchs.

Der Praxistipp der Woche für Entwickler kommt von Kathrin Stoll, unserer Redakteurin für Webentwicklung. Sie erklärt euch, warum Rust zurecht eine der am schnellsten wachsenden Programmiersprachen derzeit ist.

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