Kolumne

5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Zu wenig Geld für Frauen und gratis Businesspläne

Lea Lange hat 2014 Juniqe gegründet. (Foto: Juniqe)

Jeden Montagmorgen berichtet t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Diesmal geht es um Geld für Frauen und sieben kostenlose Businesspläne zum Download.

Ich muss mich entschuldigen, gleich im ersten Satz: Das eigentliche Gesicht dieses Newsletters – t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner – kann heute gar nicht. Er schlägt sich auf einer Hochzeit den Bauch voll – wie das eben so ist, wenn irgendwann der ganze Freundeskreis anfängt zu heiraten…

Also gibt’s heute eine kleine Vertretungsstunde mit einem nicht weniger interessanten Hauptthema: Geld!

Denn davon erhalten Frauen, wenn sie ein Startup zu gründen, noch immer viel zu wenig. Ein Vergleich zwischen 350 Startups aus der ganzen Welt zeigt: Rein männliche Gründungs­teams bekamen im Juni 2018 im Schnitt 2,12 Millionen US-Dollar von Investoren. Gründerinnen und gemischte Teams dagegen nur 935.000 Dollar – weniger als die Hälfte. Wie ist das in Zeiten von #equalpay zu erklären? Wir haben es mal ernsthaft versucht:

1. Startup-Finanzierung: Warum kriegen Frauen so viel weniger Geld?

Im Rückblick wirkt es schwer nachvollziehbar, dass Gründerin Anke Odrig mit ihrem Geldgesuch im ersten Anlauf scheiterte. Odrig ist Geschäftsführerin der Firma Little Bird, sie hat eine Software für die Vergabe von Kitaplätzen entwickelt. Auf ihrem Portal können Eltern sehen, in welchen Betreuungseinrichtungen in ihrer Nähe es noch freie Plätze gibt. Knapp 100 Kommunen nutzen das Programm schon und sparen sich so teure Eigenentwicklungen. Dafür wurde die 44-Jährige für den Deutschen Gründerpreis nominiert und von Peter Altmaier zur „Vorbildunternehmerin“ ernannt. Nicht so die Geldgeber: Sie lehnten ein Investment zur Finanzierung der Idee anfangs ab – kein Einzelfall in der Gründerszene.

In ihrem Trendreport für t3n begibt sich Journalistin Katja Scherer auf eine spannende Spurensuche zu den Beweggründen knauseriger Geldgeber. Wer jetzt wie viele Beobachter nur altbackene Vorurteile der Gründer- und Investorenszene erwartet, dem sei vorweg gesagt: Das stimmt nur zum Teil.

2. 7-Eleven: Supermarktkette erlebt mit Bezahl-App ein Desaster

Seit ich im Dezember 2018 zum ersten Mal bei Rewe mit Apple Pay bezahlt habe, ist nichts mehr so wie es war: Das iPhone zücke ich an der Kasse automatisch, das Portemonnaie bleibt zuhause. Und das Beste daran ist: Es geht nicht nur ratzfatz, ich fühle mich auch sicher dabei.

Das konnten Kunden der japanischen Supermarktkette 7-Eleven nicht von sich behaupten. Nur wenige Tage nach dem Start der hauseigenen Bezahl-App haben Hacker bereits die Konten von 900 Kunden kompromittiert. Es entstand ein Schaden von 500.000 Dollar. Der Grund: Ein kurioser Designfehler.

Achja: Hierzulande will übrigens auch Lidl demnächst eine eigene Bezahl-App starten. Wir drücken beide Daumen und sagen: Toi, toi, toi!

3. Verbraucherzentrale scheitert mit Klage gegen Amazon

Nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs müssen Onlinehändler wie Amazon für Verbraucher nicht unbedingt per Telefon erreichbar sein. Die Verbraucherzentrale hatte zuvor geklagt – angeblich, weil sich Kunden mühselig durch viele Unterseiten zur Rufnummer klicken müssen. Unser Wirtschaftsreporter Jan Vollmer hat dafür kein Verständnis. Er kommentiert: Amazon macht vieles falsch – aber sicher nicht den Kundenservice.

4. 3 Typen von Angestellten, die nie befördert werden – gehörst du dazu?

Pubertäres Verhalten kann schnell die Beförderung kosten – trotz hervorragender fachlicher Qualifikation und Erfahrung. Unser New-Work-Redakteur Andreas Weck stellt drei besonders toxische Macken vor.

5. Der Praxistipp zum Wochenstart: 7 Businesspläne gratis

Wenn ich als Startup-Reporter das Pioneers‘ Breakfast schon so dick mit Nörgeleien über die Geldknappheit vieler Gründerinnen aufmache, will ich zum Schluss auch noch etwas Starthilfe leisten: Hier bekommst du 7 Businessplan-Vorlagen komplett gratis. Wie heißt es so schön: Vorbereitung ist das halbe Investment!

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