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Analyse

Diese Dinge nerven uns an Apple besonders

Apple baut tolle Hardware und ist für schönes Design und Userinterfaces bekannt. Aber gibt ja immer was zu meckern – bei RAM-Preisen, bei Software und mehr.

1. RAM-Preise

Wer Apple-Produkte kauft, zahlt ein bisschen mehr – so sind es Kunden des iPhone-Konzerns seit jeher gewohnt. Kein Problem, solange die Qualität stimmt. Teilweise aber wird ist einfach nur noch grotesk, zum Beispiel bei den Preise für Arbeitsspeicher. Am freien Markt kosten 1 Gigabyte derzeit rund 3 Euro – Mac-Käufer zahlen 30 Euro.

Das ist einfach nur noch dreiste und durchsichtige Abzocke – zumal Mac-Kunden nur noch beim großen iMac und dem völlig veralteten Mac Pro die Möglichkeit haben, den Arbeitsspeicher selbst aufzurüsten. In allen anderen Rechnern von Apple ist der Arbeitsspeicher inzwischen fest verlötet. Inzwischen gibt es keinen einzigen Laptop mehr von Apple ohne fest verbauten RAM.

Grotesk viel Geld verlangt Apple natürlich auch für alle anderen Hardware-Upgrades – seien es SSDs oder Grafikkarten bei Macs oder Flash-Speicher bei iPhone und iPad.

2. Nachlassende Software-Qualität

iTunes nervt, seit es existiert – es ist unübersichtlich, schwerfällig, aufgebläht. Und das Schlimmste ist: Es wird nicht besser, eher im Gegenteil. Der Rat an Apple kann hier nur lauten: Wegschmeißen, neu bauen. Und auch sonst ist Apple abseits der Betriebssysteme nicht für große Software-Qualität bekannt: Die Fotos-Apps ist unübersichtlich, die Cloud-Dienste funktionieren oft unzuverlässiger als die von Google.

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Apple-Chef Tim Cook: Das nervt uns an Apple Foto: Shutterstock/JStone

Dabei ist nicht alles in Apples Software-Welt schlecht: Keynote beispielsweise erstellt immer noch schönere Präsentationen als die Powerpoint-Konkurrenz von Microsoft. Aber mit der Harmonisierung der Funktionen zwischen Mac und iOS wurde auch Apples Office-Suit iWork, zu der auch Keynote gehört, stark im Funktionsumfang eingeschränkt. Auch bei Apples Videoschnitt-Software Final Cut wurden beim Wechsel zu Final Cut Pro X viele Funktionen entfernt – zum Leidwesen von Profis. Selbst re/code-Autor Walt Mossberg, der Apple besonders wohl gesonnen ist, bemängelt inzwischen die Software-Qualität.

3. Uralte Hardware

Die Mac-Hardware-Landschaft gibt derzeit ein düsteres Bild ab. Das letzte Update des Macbook Pro liegt ein Jahr und zwei Monate zurück, das Macbook Air wurde noch länger nicht aktualisiert. Der iMac hat immerhin vor rund neun Monaten ein Hardware-Update spendiert bekommen.

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Bild: Screenshot macrumors.com

Komplett düster sieht es beim Mac Mini aus: Noch immer wird das Modell von Oktober 2014 verkauft. Lächerlich grotesk ist die Situation beim Mac Pro: Mehr als 30 Monate ohne Update dürfte ein einsamer Rekord in der Apple-Welt sein. Seit Ende 2013 wird der Profi-Mac in unveränderter Hardware-Konfiguration verkauft.

4. Keine Standards

Als iPhone-Nutzer gibt es zwei Kategorien von Freunden: Die, bei denen man sein Smartphone aufladen kann und Android-Nutzer. Aber seien wir ehrlich: Das Problem sind nicht die Besitzer von Android-Smartphons, das Problem ist Apple. Statt wie alle anderen auf den etablierten Industriestandard Micro-USB zu setzen, musste Apple mit Lightning natürlich sein eigenes proprietäres Format erfinden.

Und derzeit spricht einiges dafür, dass die Situation mit dem kommenden iPhone 7 noch schlimmer wird: Sehr hartnäckigen Gerüchten zufolge möchte Apple die Standard-Kopfhörer-Buchse abschaffen. Kopfhörer müssten sich dann ebenfalls per Lightning verbinden. Das bedeutet nicht nur, dass Inhaber teurer Kopfhörer diese in die Tonne treten können – die neuen iPhone-Kopfhörer wären dann ihrerseits wiederum zu nichts kompatibel und zwar inklusive der Macs von Apple. Wer künftig also mit iPhone und Macbook unterwegs ist, müsste zwei Kopfhörer mitnehmen – absurd.

5. Teure Adapter

Die Produktionskosten eines USB-Typ-C-auf-Lightning-Kabels dürften in der Masse, in der sie Apple herstellen lässt, vermutlich im Cent-Bereich liegen. Im Apple-Store kostet das Adapter-Kabel 39 Euro.

Doch das ist noch nicht alles: 10 Dinge, die Apple an iOS und seinen iPhones verbessern soll

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25 Reaktionen
Pico

so wie es mich mal zu apple gezogen hat, so zieht es mich seit einiger zeit wieder ab. ein familienmitglied habe ich schon mit android versorgt. der wechsel fällt aber schwer und von OSX auf Windows wird horror.

-.-

mac wirtschaftlicher? klar einfach mal ein "unwares" und genauso unbelegbares statement in die welt geblasen, aber schwamm drüber ;-)

linux funktioniert nur, wenn man in einem kasten denkt. ist man kreativ, kann das leider ein sehr enger kasten sein, mac erweitert den kasten mit kosten, was auch nicht besser ist. windows ist bis 7 vom service her gut gewesen, ab 10 passt es sich der spartanität eines unixoiden systems an, das ist sehr schade. die datenabgreifung rundet den mist dann noch ab, aber es sind ja nur telemetriedaten... von wegen

Werner

=> Komplett düster sieht es beim Mac Mini aus.. Was ist daran so düster? Muss es jedes Jahr was neues geben, was revolutionäres..? Der Mini ist wunderbar, passt unter den Screen, ist schnell, geräuschlos, und tut das was er soll, auch in ein paar Jahren noch. Machen mich ein paar zusätzliche features, oder neues Gehäuse glücklicher?

-.-

macht ein pentium mit 1ghz auch. gebrauchtmarkt vieleicht, neuware wäre mir dafür zu svhade.

Werner

Mit Linux klar.. mit Windows..eher nicht.
Ich will das easy ist und ich mich auf meinen Job konzentrieren kann, nicht rumzickt (die Freude hatte ich bis M$ Vista, dann war Schluss mit der Nerverei.)
Letztendlich ist ein Mac wirtschaftlicher. (siehe IBM)

Aydin

Das gute ist das der Apple Wahn nachlässt, das zeigen auch die Verkaufszahlen

Andreas

Ich kaufe keine Apple Produkte mehr, brauche ich mich nicht ärgern

mrx

Solange alle mitschwimmen und Apple sogar verstehen und argumentativ unterstützen, kann sich der Laden halt immer mehr herausnehmen.

Weil etwas besser ist, muss es nicht quasi zum Standard werden - solange sich die Masse auch anders organisieren kann - organisiert man sich halt mit Adaptern.

Alternativen gibt es überall, es liegt halt daran was man unter pro und was unter contra einträgt. Windows ist toll, aber eine Datenschleuder, Linux sehr flexibel aber doch auch Zeitaufwendig, da für jeden Schritt mindestens 100 Möglicheiten bestehen.

Muss jeder abwegen.

Sebastian

Mich nervt an Apple eher, dass sie ihre (exorbitanten) Gewinne nicht (in Deutschland) versteuern! Das ist mir doch die Hardware scheißegal!

Peter

Warum sollten sie, ist doch kein deutsches Unternehmen. Mich nervt eher, dass so etwas wie Facebook, Apple und Co hier niemals entstehen konnten, sondern immer sofort mit Gesetzten und Auflagen und und und im Keim erstickt wurden.

Sebastian

Der Artikel hieß:
5Dinge die uns an Apple nerven.
Ich habe gesagt was mich an Apple stört.
Und wir haben wohl unterschiedliche Vorstellungen eines Gesellschaftsmodells @Peter. Ist auch okay so und ich wollte jetzt hier keine Diskussion entfachen. Die USA haben weniger Auflagen und Gesetze dazu. Dafür ist dort auch Kapitalismus im Endstadium zu sehen.
Wo Gewinne gemacht werden sollen sie auch versteuert werden.
Und es gibt genug Deutsche Unternehmen die zur Weltspitze gehören. Trotz Reglement.
Schönes Wochenende.

gast22

Welche Alternative hat Apple? Entweder die Gerätepreise massiv erhöhen oder den Speicher etc. in der Aufrüstvariante doppelt und dreifach teurer anbieten.

Für Plan A hieß das: Es brechen massiv Kunden weg bzw. Neuzugänge halten sich im Rahmen. Für Plan B heißt es: Der der mehr will (ob RAM, Speicher oder GraKa) muss deutlich mehr in die Tasche greifen - oder es lassen. Deutlich mehr RAM benötigt ohnehin eher der Pro-User, der auch über das Geld verfügt, weil er weiß, dass die Gesamt-Kostenbilanz günstiger ist. Alle anderen können meckern, aber nichts daran ändern. Es gibt für Apple nur diese beiden Wege.

Gegenargument: Die haben schon genug Kohle! Ja,es gab einige Firmen mit Marktmacht, z.B. Nokia. Und hat es genutzt? Apple ist zu 70 % vom iPhone abhängig. DAS ist ein sehr großes Problem. Sie unternahmen in der Vergangenheit einige Schritte um dies zu ändern, aber es geht nur langsam voran. Immerhin hat Apple die gesamte IT des Planeten gegen sich.

Von der Warte halte ich die Diskussion um RAM, Speicher und Adapter für fragwürdig. Apple ist auch klar, dass wir diesen Widerspruch mitbekommen. Andererseits funktionieren die Sachen aber auch. Kauf mal einen NoName-Adapter.

Die Problematik Software ergibt sich meines Erachtens daraus, dass sie vom Erfolg von iPod, iPhone und iPad dermaßen überrascht worden sind und ganze Abteilungen umstellen mussten, denn irgendwoher mussten die Entwickler kommen. Eingearbeitete wohlgemerkt. Umstrukturierungen in großem Maßstab laufen nie unproblematisch ab. Die Folgen spüren wir noch heute.

Ivo

Das mit der nachlassenden Software-Qualität kann ich so nicht bestätigen. Es gab schon immer Fehler. Die werden aber seit ein paar Jahren künstlich medial aufgebauscht. Wir arbeiten auf der Arbeit mit Google Drive. Und wir haben da auch einige Schwierigkeiten und sogar Ausfälle. Der einzige Unterschied liegt hier das keine News-Seite darüber berichtet.

Aber alles ist noch im grünen Bereich. Windows ist wegen der hohen Ausgallrate (ja wir hatten in jeder Windows-Version schon den lieben Bluescreen begrüßen dürfen) keine Option mehr. Untern Strich sind die Produkte teuer. Aber immer noch das Geld wert da es keine tollen Alternativen gibt. Medial hört sich alles sehr einseitig an. In der Praxis ist Apple aber das Geld immer noch wert. Solange man nur von Problemen liest ist ja alles schön und gut.

Ivo

Da war ich zu früh mit den Abschicken.

Kann daher nur Punkt 1 und Punkt 5 zustimmen. Wobei man bei Punkt 5 sagen muss das es auch andere Hersteller gibt. Sonst ist das Jammern auf den allerhöchsten Niveau. Wir haben Hardware von 2012 hier und alles läuft noch 1A. Mit null Ausfälle. Untern Strich sparen wir sogar kosten.

dpbruch

Du hattest einen BSOD bei Windows 10? Wir haben auf der Arbeit jetzt alles auf Windows 10 umgestellt und sind Microsoft Gold Partner. Im Netzwerk wird alles mit Richtlinien mit Kaspersky geregelt und obwohl Kaspersky immer wieder mal rummuckt und viele verschiedene Programme, Telefonanlagen und so laufen, habe ich seit Windows 8 damals keinen BSOD mehr gesehen! Windows 10 ist das beste Windows was es je gab.

Werner

..das beste Windows? Sollte das eine Qualitätsaussage sein? Wenn ihr glücklich seid.. fine.
In Firmen in den ich arbeite (Web-Development/Startup etc.) sind Windows Rechner sehr selten. Und das hat Gründe die jenseits von Hype/Bluescreen liegen.

Peter

Apple ist sooooo 2008 :-D

John

Mir fehlt nachwievor die Offline-Synchronisierung von Notizen zwischen Mac und iOS-Gadgets.

Nate

Volle Zustimmung für alles. Fast. Die fehlende Unterstützung von Standards ist nämlich kein Problem von Apple, sondern eines der Standards. Lightning ist Micro USB massiv überlegen, alleine schon durch die Symmetrie. So wie damals Firewire einfach das bessere System war. Mit USB-C gilt diesed Alleinstellungsmerkmal allerdings nicht mehr. Keine Ahnung, warum Apple einerseits mit dem MacBook Vorreiter dieser Technologie war, andererseits danach erst die ganze Peripherie auf Lightning umgestellt hat.

Und was die fehlende Klinke-Buchse angeht: das ist nun wirklich ein Anachronismus, der in mobiler Unterhaltungselektronik keinen Platz mehr braucht. Wenn ich 800 Euro für ein Handy ausgebe, höre ich doch nicht mit 2-Euro-InEars meine Musik. Inzwischen gibt es Bluetoothkopfhörer für unter 30 Euro.

thomas_

Eine Klinkenbuchse ist Standard, schau dich um in der Welt der "MusikAbspielGeräte".
Es spielt keine Rolle ob die Kopfhörer 200€ ode 2€ kosten, die Kompatibilität ist das was zählt!

Boo

Bluetooth ist keine alternative!

Ein Wunder, dass die Ladeadapter unsere Steckdosen unterstützen und keinen besonderen Strom (für 2€/kwh) benötigen...

Nate

Wir reden hier von mobilen Geräten. Ich habe mir mit Kabeln mehrfach Brüche bei teuren Kopfhörern zugelegt. Für ein Daheim-Setting mit teuren Kopfhörern und anständiger Anlage würde ich auch immer das Kabel wählen. Aber unterwegs, wo es jede Menge Umgebungsgeräusche gibt, wo ich ein Handy als Soundquelle habe - da fahre ich mit Bluetooth-Bose-Kopfhörer auf jeden Fall besser.

thomas_

@Nate, auch mobile Geräte lassen sich über Standardklinkenbuchsen nahtlos in das heimische Audiosetup "einhängen" und diese Geräte sind in der Lage zwischen LineOut und/oder Kopfhörern zu unterscheiden.

Bluetooth ist, wie Boo schrieb, keine Alternative. Erst recht nicht wenn man genötigt wird ein weiteres Gerät an die Steckdose zum laden zu hängen und/oder einen weiteren Audio-Bluetooth-Adapter zu kaufen.

Wo ist der Sinn ?

In der kreativen Musikwelt, zu der ich mich mal zähle, sind Apple-Geräte sehr weit verbreitet, aus Gründen deren Nennung hier zu lang wäre.
Diese Welt wird Apple dafür hassen.

Nebenbei sei erwähnt das Apple-User mittlerweile jede Menge Adapter mit sich rumtragen um in der Welt der Standards klarzukommen.

Boo

Deshalb kauft man keine Apple Produkte. Jammern hat noch nie geholfen.

Hazamel

Mit den SSDs verhält es sich wie mit dem RAM. 256 GB zusätzlicher SSD-Speicher schlagen mit 360 € Aufpreis zu buche. Legt man im freien Handel nochmal ein paar Euro drauf, dann bekommt man eine 1 TB 850 Pro. Und, Überraschung wenn man das MacBook aufschraubt, da steckt kein Goldbarren drin sondern auch nur eine Samsung SSD ;)

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