Analyse

5 Tech-Trends, die unsere Welt verändern

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The Next Big Thing? Sequoia: Wir leben im Interregnum

Die 1980er Jahre waren technologisch von der IT-Revolution durch Mikrochips geprägt, darauf aufbauend dominierte das Internet ab den 1990er Jahren die Regeln der Weltwirtschaft. Seit den 2000er Jahren waren mobile Geräte der große Treiber der technologischen Entwicklung. Was aber folgt als nächster großer Megatrend?

„Meiner Meinung nach leben wir in besonders interessanten Zeiten, weil nicht offensichtlich ist, was die nächste Plattform sein wird“, zitiert singularityhub.com Roelof Botha, Partner bei Sequoia Capital – einem der bedeutendsten Wagniskapitalgeber der Welt. „Der Begriff, den wir uns dazu erdacht haben, lautet Interregnum.“ Mit dem lateinischen Wort bezeichnen Historiker die Zeit, in der beispielsweise in einem Königreich der Thron vakant ist.

Neben den hier genannten Technologien künstliche Intelligenz, Blockchain, Augmented und Virtual Reality, Mobile und Plattformen gibt es noch weitere mögliche Thronfolger: Vieles spricht dafür, dass sich die Regeln menschlicher Mobilität und Transporte durch Konzepte wie Uber, autonomes Fahren, Elektromobilität, Boring Company und Hyperloop schon bald grundlegend ändern. Raumfahrt ist dank Elon Musks privater Weltraumfirma SpaceX wieder spannend. Die Automatisierung durch Roboter wird weiter voranschreiten und Roboter könnten dank der Fortschritte im Bereich künstlicher Intelligenz immer menschenähnlicher gebaut werden.

3D-Druck wird jetzt bereits für selten benötigte Bauteile, Prototypen und erste Konsumenten-Produkte wie Sneaker verwendet. Der Technologie könnte in den kommenden Jahrzehnten der Durchbruch auf dem Massenmarkt gelingen. Wenn dann jeder sein Auto aus dem Internet downloaden und ausdrucken kann, wirken die Kämpfe ums Urheberrecht mit dem Aufkommen des Internets wie ein harmloses Vorspiel.

Im Bereich Biotech und Gentechnik sorgt die Technologie CRISPR – vereinfacht gesagt eine Art Schere für Gene – seit Jahren für Aufregung. Und auch die direkte Implementierung von Chips ins Gehirn für eine neue Art der Verbindung zwischen Mensch und Computer könnte in den kommenden Jahren dank Startups wie dem von Elon Musk gegründeten Unternehmen Neuralink in greifbare Nähe rücken.

Vielleicht aber wird es auch nicht mehr eine Technologie sein, die das kommende Jahrzehnt dominiert, sondern eine Kombination aus mehreren. Oder eine Erfindung, die heute fast niemand vorausahnt. „Es gibt nichts Neues mehr. Alles, was man erfinden kann, ist schon erfunden worden“ soll 1899 mal der Mitarbeiter eines US-Patentamts gesagt haben – diese Einschätzung bleibt sicher auch 2017 falsch.

Hinweis: Beim Vergleich des Stromverbrauchs des Bitcoin-Netzwerks mit einem Atomkraftwerk ist uns ein Fehler unterlaufen, den wir korrigiert haben.

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2 Kommentare
Robin
Robin

Bitte schreibt IOTA richtig.
„Die Herausforderer tragen Namen wie IOATA und EOS. IOATA nennt seinen Ansatz, der die Blockchain ersetzen soll, „Tangle“, …“

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Stephan Dörner

Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

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