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52 Millionen Nutzer sind betroffen – Datenleck bei scheintotem Google Plus

Google. (Foto: achinthamb / Shutterstock.com)

Nach einer erneuten Datenpanne bei Google Plus, von der über 52 Millionen Nutzer betroffen sein sollen, macht Google sein soziales Netzwerk früher dicht als geplant.

Eigentlich hätte Google Plus im August 2019 endgültig seine Pforten schließen sollen. Jetzt kommt das Aus für das soziale Netzwerk – zumindest für Privatnutzer – schon im April des kommenden Jahres, wie Google mitteilt. Grund ist offenbar ein neuentdeckter API-Fehler, der Dritten Zugriff auf sensible Daten ermöglicht haben könnte. Betroffen sind laut Google 52,5 Millionen Nutzer.

Google Plus: Daten von 52,5 Millionen Nutzer kurzzeitig frei zugänglich

Konkret hätte die Datenpanne zwischen 7. und 13. November persönliche Informationen wie Name, E-Mail-Adresse, Beschäftigung, Alter, Geschlecht sowie besondere Fähigkeiten offenbart. Die Daten seien für Entwickler und Apps über die API potenziell zugänglich gewesen, auch wenn sie von den Nutzern nicht öffentlich geteilt wurden. Google zufolge gibt es aber keine Hinweise darauf, dass der Fehler ausgenutzt wurde.

Google hat den bei standardmäßig durchgeführten Tests entdeckten Fehler mittlerweile behoben. Dennoch wurde das Aus für die von Privatnutzern verwendete Version von Google Plus jetzt beschleunigt. Der API-Zugriff für Entwickler soll sogar schon innerhalb der nächsten 90 Tage gekappt werden. Google kündigte zudem an, dass Nutzer des im Vergleich zu Facebook erfolglosen sozialen Netzwerks ihre Daten in den kommenden Monaten herunterladen können – eine entsprechende Anleitung soll folgen. Wie es mit Google Plus für Unternehmen weitergehen soll, will Google ebenfalls bald bekanntgeben.

Das waren die Social Networks vor Facebook
Six Degrees war das erste soziale Netzwerk. (Screenshot: Six Degrees)

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Schon im Oktober hatte Google die Reißleine für Google Plus gezogen – auch damals wurde ein API-Fehler dafür verantwortlich gemacht. Von diesem Datenleck, das ebenfalls nicht ausgenutzt worden sein soll, sollen bis zu 500.000 Nutzer betroffen gewesen sein.

Ebenfalls interessant: t3n-Artikel im Wandel der Zeit – warum wir dachten, dass Google+ Facebook ablösen würde und was wirklich geschah

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