News

5G-Auktion schon jetzt ein Milliardengeschäft für deutschen Bund

(Foto: Shutterstock)

Bei der Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen wurde die Milliardenmarke geknackt.

Die vier teilnehmenden Telekommunikationsfirmen boten am Mittwochabend und damit am Ende des siebten Auktionstages zusammengerechnet 1,03 Milliarden Euro, wie aus der Website der Bundesnetzagentur hervorgeht.

Der Wert dürfte noch deutlich steigen, die Versteigerung dauert wohl noch einige Wochen. Experten schätzen die Gesamterlöse für den Staat auf drei bis fünf Milliarden Euro. Der Bund will das Geld in die Digitalisierung stecken.

Die Einnahmen für den Bund sind umstritten. So macht sich die Gewerkschaft Verdi dafür stark, dass der Staat darauf verzichtet. Die Netzbetreiber sollten die Frequenzblöcke gratis bekommen, damit sie mehr Geld in der Kasse haben für umfassende Investitionen in den Netzausbau.

Entscheidende Rolle für die Industrie

Neben den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica nimmt auch der Neueinsteiger Drillisch teil. 5G steht für die fünfte Mobilfunkgeneration. Vor allem für die Industrie spielt der Standard eine große Rolle.

Der aktuelle Stand in der Auktion ist eine Momentaufnahme. Keiner der 41 Frequenzblöcke ist bereits vergeben, jede Firma kann auf jedem Block noch überboten werden. Allerdings zeigt sich schon jetzt, dass die Zwei-Gigahertz-Frequenzblöcke begehrt sind. Für sie wurden zwischen 16 und 59 Millionen Euro geboten. Für die Blöcke im Frequenzbereich 3,6 Gigahertz liegen die Gebote nur bei zwei bis 27 Millionen Euro. Je niedriger die Frequenz, desto weiter die Reichweite – daher sind die Zwei-Gigahertz-Blöcke wohl begehrter. dpa

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
derjoe65

Ach wie toll. Nicht das unser lieber Staat Millionenüberschüsse aus Steuern hat. Nun langt er dem Steuerzahler indirekt bei den Mobilfunkgebühren in die Tasche. Warum nur ist ‚mobile‘ in DE nur so teuer? Sind wir nicht sogar global Spitzenreiter was mobile-Gebühren angeht? Wenn nicht, dann ganz sicher zweiter. Danke lieber fetter Träger Staat.

Antworten
Christian
Christian

@derJoe65

Ich glaube hier liegt ein großer Irrtum vor. Es wird indirekt impliziert, dass durch niedrigere Versteigerungswerte, niedrigere Gebühren etabliert werden. Allerdings wurden schon in der Vergangenheit weitere 4G Lizenzen für deutlich niedrigere Gebühren versteigert als die Rekordwerte während der .com-Blase. Trotzdem sind die Mobilfunkgebühren hoch (wenn auch bei weitem nicht auf Rekordwerten weltweit).
Die Korrelation aus niedrigen Auktionsgebühren und niedrigen Gebühren schlägt also fehl. In den Ausschreibungsunterlagen wird auch keinerlei Bezug auf eine Wunschhöhe für Gebühren genommen. Dies interessiert die Bundesnetzagentur nicht.

Weiterhin möchte ich mir den Aufschrei vorstellen, wenn der Staat seinen Eigentum an Global Player wie Telekom und Vodafone verschenkt, die jährlich Milliardengewinne erzielen.
Eine sinnvollere Alternative wäre es gewesen noch schärfere Auflagen zu erteilen und dafür die Lizenzen für Fixpreise zu verkaufen. Würde aber in keinster weise lösen wer welche Frequenzen bekommt und wer leer ausgeht. Dies stellt also im ersten Schritt auch keine Lösung da.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung