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5G: Braucht Gigabit-Mobilfunk über eine Million neue Antennen?

(Foto: djgis / Shutterstock)

5G-Mobilfunk mit sehr viel höheren Datenraten und sehr niedriger Latenzzeit steht kurz bevor. Doch ist dafür wirklich ein ganzer Wald neuer Antennen nötig?

Laut Angaben des Stadtnetzbetreiberverbands Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) müssen für den neuen 5G-Mobilfunk 1,2 Millionen Antennen neu aufgestellt werden. Aus Mobilfunkausrüsterkreisen hat Golem.de erfahren, dass diese Angaben stark übertrieben sein dürften.

Es gibt pro Mobilfunkbetreiber in Deutschland gegenwärtig 25.000 Antennenstandorte. Bisher soll 5G für die sogenannten eMBB-Funktionen (enhanced Mobile Broadband) zunächst einmal durch die Aufrüstung bestehender Makro-Sites entstehen, wo möglich mit neuen Frequenzressourcen aus dem 3.6-GHz-Band. Erst später werde es eine Verdichtung mit 26-GHz-Basisstationen geben.

Eine so hohe Steigerungsprognose für die Antennen sei laut dem Experten „aus Marktsicht höchst abenteuerlich“. Aus technischer Anforderungssicht sei hier wahrscheinlich einfach die Zahl der WiFi-Hotspots zur Grundlage genommen worden.

NSA(Non-Stand Alone)-5G-Technologie

Das Standardisierungsgremium 3GPP arbeitet an der sogenannten NSA(Non-Stand Alone)-5G-Technologie, die die Fähigkeiten des 5G-NR- (New Radio) mit dem existierenden 4G-Netz kombinieren wird. Die Zeitplanung sieht ein Einfrieren des entsprechenden Standards für Dezember 2017 vor. Dabei konzentrieren sich die Arbeitspakete der 3GPP- auf die eMBB-Funktionen.

Erreicht werden so höhere Datenraten und geringere Latenzzeiten als heute, aber nicht so dramatisch, wie immer für 5G-Dienste propagiert wurde. 5G verspricht eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde.

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Ein Kommentar
Lars
Lars

Da hat wohl jemand an einander vorbei Kommuniziert. Antennen sind nämlich nicht gleich Antennenstandorte oder neu zu erschließende Standorte.

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