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5G-Lizenzen: Daimler, VW und Siemens wollen Telekom Konkurrenz machen

Rangeln um 5G-Lizenzen. (Bild: dpa)

Beim 5G-Ausbau dürften Netzbetreiber wie die Telekom Konkurrenz aus dem Industriesektor bekommen. 15 Unternehmen sollen Interesse an 5G-Lizenzen haben, darunter Daimler, VW und Siemens.

Noch in diesem Jahr könnten die Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G per Auktion vergeben werden. Neben den drei großen Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica werden sich dann wohl eine ganze Reihe Industriekonzerne um die 5G-Lizenzen bewerben, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Demnach sollen 15 Unternehmen Interesse an lokalen oder regionalen Lizenzen geäußert haben. Dabei geht es vor allem um den Einsatz der Mobilfunktechnologien in Fabriken.

Zu den Unternehmen, die bei der drahtlosen Vernetzung ihrer Maschinen in der Fabrik 4.0 eine Vorreiterrolle spielen wollen, gehören etwa Daimler, Volkswagen, Siemens und BASF sowie Bosch, Sennheiser, Hirschmann und ABB. Laut einem Schreiben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie an die Bundesnetzagentur, das der Wirtschaftswoche vorliegt, wollen die Konzerne bei der Ausrüstung ihrer Fabriken mit der 5G-Technologie nicht von den großen Netzbetreibern abhängig sein.

5G-Netz: Industrie will sich nicht auf Netzbetreiber verlassen

„Bundesweite Anbieter werden die erforderlichen Bereiche nicht zwingend abdecken“, zitiert die Wirtschaftswoche aus dem Schreiben. Daher wollen die Industriefirmen das offenbar selbst in die Hand nehmen und entsprechend investieren. Die Politik dürfte das rege Interesse an 5G mit Freude sehen. Im Sommer 2017 hatte die Bundesregierung bekanntgemacht, dass sie Deutschland bei der Einführung der fünften Mobilfunkgeneration als „Innovationsführer“ in Stellung bringen wolle. Bis 2025 soll demnach ein deutschlandweites 5G-Netz bereitgestellt werden.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich zudem der Onlineriese United Internet, unter dessen Dach Marken wie wie 1&1, GMX und Web.de zu finden sind, beim Rennen um den 5G-Ausbau ins Spiel gebracht. United-Internet-Chef Ralph Dommermuth zeigte sich in einem Interview jedenfalls an einem eigenen Mobilfunknetz für 1&1 interessiert – wenn auch nur unter bestimmten Bedingungen. Eine Herausforderung für die Bundesnetzagentur könnte es in den kommenden Jahren zudem werden, wie der Zugang von Providern wie Freenet/Mobilcom oder Drillisch zu den schnellen Netzen der Zukunft gewährleistet wird.

Ebenfalls interessant: Von 1G bis 5G – Die Generationen der Mobilfunkstandards im Überblick

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