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Fundstück

Streaming: So viel Werbung verpassen deine Kinder bei Netflix und Co.

(Foto: Netflix)

Bei Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime Video werden Filme oder Serien nicht durch Werbung unterbrochen. Kinder könnte das jedes Jahr vor sechs Tagen Spots am Stück bewahren.

Netflix und Co.: Streaming ohne Werbespots

Aktuellen Zahlen zufolge schauen 43 Prozent aller kostenpflichtige Streamingangebote wie Amazon Prime Video, Netflix, Sky oder Maxdome – auch Kinder. Dabei bekommen sowohl die Kleinen als auch die Großen, anders als im TV, keine Werbespots zu sehen. Ein Branchenbeobachter hat jetzt ausgerechnet, dass das Streaming via Netflix und Co. Kinder vor 150 Stunden Werbeanzeigen bewahrt.

Bei Netflix schauen Kinder keine Werbespots – Product Placement gibt es aber auch. (Foto: Netflix)
Bei Netflix schauen Kinder keine Werbespots – Product Placement gibt es aber auch. (Foto: Netflix)

Die Rechnung ist ganz einfach, gilt aber so nur für die USA: Demnach schauen US-Kinder im Alter zwischen zwei und 18 Jahren durchschnittlich 1,8 Stunden pro Tag gestreamte Filme und Serien – also rund 650 Stunden pro Jahr. Im US-Fernsehen sind 14 Minuten Werbung pro Stunde erlaubt. Das bedeutet, dass ein Kind, das ebenso viele Stunden vor dem Fernseher verbringen würde, 150 Stunden Werbespots im Jahr ausgesetzt wäre, das sind ganze sechs Tage durchgängige Werbung.

Für Deutschland ist eine ähnliche Rechnung nur schwer aufzustellen, da es anders als in den USA keine aktuellen Zahlen zur Nutzung von Streamingdiensten durch Kinder und Jugendliche gibt. Schaut man sich den Fernsehkonsum von deutschen Kindern zwischen drei und 13 Jahren an, so beträgt dieser 58 Minuten am Tag, was rund 354 Stunden pro Jahr entspricht. In Deutschland sind privaten Sendern bis zu zwölf Minuten pro Stunde an Werbung erlaubt. Damit würden Kinder bis 13 Jahre im schlimmsten Fall 71 Stunden Werbung pro Jahr sehen – immerhin fast drei Tage. Bei Teenagern dürften die Zahlen entsprechend etwas höher sein.

Product Placement bei Netflix und Co.

Allerdings ist die Rechnung natürlich etwas einfach – schließlich kommen die Filme und Serien bei den Streamingdiensten nicht ganz ohne Werbung aus. Statt auf gekennzeichnete Werbeblöcke wird dort auf Product Placement gesetzt. Bei der Netflix-Serie „House of Cards“ kommen etwa Apple, Samsung, Oneplus, Dell, Acer, CNN oder Budweiser zum Zuge. Product Placement ist wiederum auch im TV keine Seltenheit mehr.

Auch interessant: Ist es verboten das eigene Netflix-Passwort zu teilen? Das Unternehmen sagt Nein

via www.independent.co.uk

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6 Reaktionen
khoa.nguyen344

Wäre ja der Hammer, wenn ich dafür Geld zahle und mich zusätzlich noch von Werbungen berieseln lasse.

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E.

sitzen ≙ sind (Schauspieler sitzen ja zum Beispiel nicht soviel wie Programmierer oder Regisseure) :)

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E.

Wenn das Kind eine Stunde am Tag TV sieht, könnte man sogar sagen, dass es 70 Tage im Jahr Werbung sieht. Dies rüttelt vielleicht die Eltern noch mehr auf. Finde gut, das es Streaming-Angebote (Netflix, Maxdome, Amazon Prime und Co) gibt, so kann die ganze Familie schauen und wenn das Kind was zu sagen hat, kann man kurz Stopp machen und das was man gerade gesehen hat besprechen oder noch einmal anschauen.

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Ähhh

Product Placement beeinflusst Kinder und auch Erwachsene auf einer viel unterbewussren Ebene, meiner Meinung viel gefährlicher.
Bei Amazon ist die Werbung halt sonst überall auf der Seite versteckt.
Alles im Allen schöne Werbung in diesem, "Artikel" gelesen- schämmt ihr euch nicht???

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E.

Wenn etwas gut ist und einen tollen Mehrwert bietet, ist es wunderbar wenn t3n darüber schreibt.
Soll man schweigen, nur weil etwas Geld kostet?
Da sitzen Menschen und arbeiten für unser Entertainment, sie müssen auch von irgendetwas leben. Das Geld, was wir geben ist unser kleiner Dank für ihre Mühe.

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E.

sitzen ≙ sind (Schauspieler sitzen ja zum Beispiel nicht soviel wie Programmierer oder Regisseure) :)

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