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8 kaum bekannte Fakten über Netflix und unser Streaming-Verhalten

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5. Kids-Content ist ein Treiber für Streaming-Abos

Zu den Milliarden-Ausgaben von Netflix und Co. ist bereits einiges geschrieben worden. Eine gar nicht so kleine Minderheit wird dabei aber oft außen vor gelassen: Kinder. Allein 2019 sollen für Animationsserien und anderen kindgerechten Content auf Netflix ganze 1,1 Milliarden US-Dollar investiert werden – das entspricht elf Prozent der Gesamtausgaben für Originals.

Wer in einem Haushalt mit Kindern lebt, wird wissen, dass insbesondere Qualität und Umfang von Kids-Content eine große Rolle bei der Wahl des festen Streaming-Abos spielen. Und Netflix hat sich vorgenommen, für jedes Familienmitglied zum One-Stop-Shop zu werden – jeder soll den für ihn passenden Inhalt finden.

6. Amazon wollte Netflix für 16 Millionen Dollar kaufen

Jüngst hat Netflix-Mitgründer Marc Randolph (hielt zum Start 30 Prozent der Anteile, Reed Hastings 70 Prozent) seine Memoiren „That Will Never Work“ veröffentlicht. Und darin erzählt er, dass Amazon-Gründer Jeff Bezos höchstpersönlich 1998 den jungen DVD-Versandhändler Netflix für einen Schnäppchenpreis irgendwo zwischen 14 und 16 Millionen Dollar kaufen wollte.

Damals war Netflix gerade mal zwei Monate alt und sollte Amazon den Weg ins Video-Segment ebnen. Doch Randolph und Hastings hatten Größeres vor. Denn mit dem Pivot zum Streaming und dem Fokus auf selbstproduzierten Inhalten konnten sie den Firmenwert auf heute 119 Milliarden erhöhen. Schließlich schlug Amazon ja dann 2011 beim Anbieter Lovefilm zu, den sie schrittweise zu Prime Video umbauen konnten.

7. Jeder 7. US-Nutzer teilt seinen Netflix-Zugang

In ihren AGB widersprechen alle Streamingdienste zwar ausdrücklich dem Teilen von persönlichen Nutzerdaten wie Passwörtern – aber aktiv etwas dagegen unternehmen tun sie auch nicht. Entsprechend hoch ist die Dunkelziffer an Freunden und Familienmitgliedern, die bei einem Bezahlaccount mitstreamen. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich Gruppen tendenziell eher für das teuerste Abo entscheiden, da nur so mehrere Geräte gleichzeitig auf den Katalog zugreifen können.

Die Analysten von Moffett Nathanson haben in einer Befragung unter US-Netflix-Nutzern erhoben, dass dort bereits jeder Siebte seine Zugänge teilt. Die Angaben zur Nutzung von Goldmedia aus Punkt 1 deuten jedoch darauf hin, dass die Anzahl geteilter Accounts (zumindest hierzulande) noch viel größer ausfallen müsste.

8. Streaming passiert meistens allein

Oft ist auf der Couch noch reichlich Platz, wenn wir abends den Fernseher anschmeißen. Nur 39 Prozent der Deutschen streamen mit dem Partner und sogar nur elf Prozent mit der Familie. Mit 48 Prozent sitzen die meisten Menschen laut einer Befragung von Next Media Hamburg allein vor dem Empfangsgerät ihrer Wahl.

Während das lineare Fernsehen also immer noch (und im Falle von GNTM, Dschungel und Fußball-Länderspielen wahrscheinlich zu Recht) das Bild vom gemeinsamen Lagerfeuer heranzieht, machen Streamer ganz bewusst vom „Wann ich will“-Fernsehen Gebrauch und schauen, wann sie wollen, was sie wollen.

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