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90 Millionen Dollar für das Tesla der Lüfte

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Die ungewöhnlich hohe Finanzierungsrunde in diesem frühen Entwicklungsstadium könnte vor allem dem Jungfernflug im vergangenen April geschuldet sein. Damals hatte Lilium seinen Jet erstmals (unbemannt) aufsteigen lassen und den Übergang vom Schwebemodus in den horizontalen Flug vollzogen. Ein nach Angaben des Unternehmens bis dato einmaliger Vorgang.

Flugtaxis werden zum Mega-Trend

Allerdings ist Lilium auf dem Markt nicht alleine. In Deutschland arbeitet beispielsweise auch das Startup Volocopter an einem massentauglichen und elektrischen Senkrechtstarter (VTOL). Das Unternehmen aus dem Kraichgau verkündete erst im August eine Finanzierungsrunde über 25 Millionen Euro. Zu den Teilhabern gehören unter anderem der Autokonzern Daimler.

Auch international liegen Lufttaxis als Alternative zum Auto im Trend. So hatte etwa Airbus vor einigen Monaten ein automatisiert fliegendes Taxi-Konzept vorgestellt. Und nicht zuletzt will auch Uber mitmischen: Der mit rund 69 Milliarden US-Dollar bewertete Ridesharing-Dienst plant angeblich bereits für 2020 ein Flugtaxi-Netzwerk. Generell geht es allen Unternehmen auch darum, eine Lösung auf die zunehmend verstopften und von Schadstoffen belasteten Großstädte zu finden.

Lilium braucht noch mehr Kapital

Mit der neuen Finanzierungsrunde sieht sich Lilium-Mitgründer Daniel Wiegand erstmal in einer Führungsposition – wenngleich für die kommerzielle Umsetzung der Idee in den kommenden Jahren noch mehr Kapital nötig sein wird. „Diese Runde ermöglicht uns, den Fünfsitzer zu entwickeln“, sagt der Unternehmer auf Nachfrage von t3n.de. „Danach werden wir evaluieren, wie wir weiter vorgehen.“

Die Gründe für den hohen Kapitalbedarf sind neben der technischen Entwicklung auch regulatorische Hürden. Denn bis ein zertifiziertes und kommerziell nutzbares Fluggerät zugelassen ist vergehen in der Regel mehrere Jahre. Immerhin: In zwei Jahren will Lilium einen ersten bemannten Flug absolvieren.

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2 Kommentare
Christian Röös
Christian Röös

Selbst wenn die Technik bezahlbar wird: Eine Zivilpiloten-Lizenz ist unverhältnismäßig viel teurer und aufwändiger als ein Taxischein – wie soll diese Dienstleistung für den Passagier zu den gleichen Kosten angeboten werden?

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Günter
Günter

Tja, und ich glaube auch nicht, dass die Dinger in großer Masse kreuz und quer durch die Innenstädte fliegen werden. Hoffe ich zumindest.

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