Marketing

Abmahnungen als Marketinginstrument [Webschorle 25]

Abmahnwütige Anwälte gelten als eines der größten Übel im Internet – Blogger wie kleine Unternehmen klagen über hohe Schadensersatzforderungen und Anwaltsgebühren aus scheinbar nichtigen Anlässen. Da polarisiert die Forderung vom langjährigen Media-Markt-Rechtsvertreter Joachim Steinhöfel, Abmahnungen als rechtmäßiges Marketinginstrument zu begreifen – und lieber selbst juristisch aktiv zu werden, bevor es ein Wettbewerber tut.

 

Joachim Steinhöfel (Wikipedia) war jahrelang juristischer Beistand der Elektronikkette Media Markt und führte in dieser Funktion zahlreiche Rechtsstreite gegen konkurrierende Unternehmen – ein großer Teil davon von Media Markt initiiert.
In der neuen Webschorle plädiert er im Gespräch mit Andreas Graap (Angron) dafür, offensiv mit dem Thema (gewerbliche) Abmahnungen umzugehen. Statt untätig zu sein und praktisch auf Abmahnungen zu warten, sollte man aggressiv im Wettbewerb sein. Denn: Je offensiver man sei, desto weniger Ressourcen habe die Gegenseite, um selbst anzugreifen. Dabei lohne es sich auch schon einmal, bewusst gegen Vorschriften zu verstoßen.

[Update: Um Irritationen vorzubeugen: Die Meinung von Joachim Steinhöfel entspricht natürlich nicht der Meinung von t3n.]

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11 Kommentare
robin
robin

Lächerlich. Solche Leute sind Abschaum

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Hans
Hans

„Dabei lohne es sich auch schon einmal, bewusst gegen Vorschriften zu verstoßen.“

Anwälte werden nicht umsonst Rechtsverdreher genannt.
Man erinnere sich an einen gewissen Günni Freiherr von und zu Gravenreuth (Gott hab‘ ihn selig). Der hat es mit dem Gesetz auch nicht so genau genommen.

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Karl M
Karl M

Ich hatte schon einmal persönlich die „Ehre“ mit diesem Rechtsverdr…

Damals ist er aber kläglich gescheitert. Als Ich-bin-doch-nicht-doof-Schauspieler war er besser als als Rechtsanwalt — was gut war für mich.

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