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Abo-Dienst für DDoS-Angriffe: Webstresser von Behörden offline genommen

(Foto: DaLiu / Shutterstock)

Bei der internationalen Operation Power Off haben mehrere Behörden einen der größten Anbieter von DDoS-Angriffen offline genommen. Schon für 15 Euro konnten Attacken gekauft werden. 

Polizeibehörden aus 12 Ländern haben den DDoS-Attacken-Anbieter Webstresser offline genommen. Geleitet von der niederländischen Polizei und der National Crime Agency aus Großbritannien wurden die in UK, Kroatien, Kanada und Serbien sitzenden Administratoren der Plattform festgenommen und diese offline geschaltet. Das gab Europol in einer Pressemitteilung bekannt.

Infrastruktur von DDoS-Anbieter Webstress stand auch in Deutschland

Die Infrastruktur des Anbieters habe neben den Niederlanden und den USA auch in Deutschland gestanden. Die Plattform hatte 136.000 registrierte Nutzer und allein im April diesen Jahres wären von ihr aus schon 4 Millionen Angriffe ausgegangen, wie Europol schreibt.

Die Website von Webstresser zeigt nur noch einen Hinweis auf die erfolgreiche Operation der Behörden. (Screenshot: webstresser.org)

Die Website des DDoS-Angriff-Anbieters Webstresser zeigt nur noch einen Hinweis auf die erfolgreiche Operation der Behörden. (Screenshot: webstresser.org)

Vor allem seien Banken, Regierungs- und Polizeibehörden Ziel der Angriffe gewesen, aber auch Gaming-Server wurden oft attackiert. Bei Webstresser konnten Nutzer mit einem Abo-Modell ab 15 Euro im Monat beliebig viele Attacken ausführen, der monatliche Preis richtete sich nach der Größe der Angriffe.

DDoS-Attacken werden immer größer

Die Macher hatten die Plattform nach außen hin wie ein reguläres Unternehmen mit Facebook-Seite und Support geführt. Mutmaßlich konnten die Ermittler auch durch darüber vermittelte Informationen die Operation erfolgreich beenden. DDoS-Attacken werden gerade durch unsichere Internet-of-Things-Geräte immer weiter verbreitet, vor einigen Wochen musste beispielsweise Github mit einem DDoS-Angriff mit 1,35 Terabit pro Sekunde abwehren.

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