Analyse

About You verkauft seine Infrastruktur besser als Amazon

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About You verkauft Shopinfrastruktur erfolgreicher als Amazon

Amazon hat seine eigene Infrastruktur an Händler weitervermarktet und erwirtschaftet den überwiegenden Teil seines Umsatzes und mutmaßlich auch einen signifikanten Teil des Ertrages mit Händlern und externen IT-Kunden. Amazon Web Services generiert Milliarden-Umsätze, von denen About You meilenweit entfernt ist. An einer Stelle jedoch hat Amazon versagt.

2015 stellte der US-Konzern seinen erfolglosen SaaS-Mietshop Amazon Webstore ein. In der Anfangszeit von Amazon gab es schon einmal Ansätze, beispielsweise betrieb Amazon den Shop von Toys R Us, es blieb jedoch nie lange dabei. Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig, neben der Unflexibilität des Amazon-Systems dürfte auch Misstrauen ein Faktor des Scheiterns gewesen sein. Dass Amazon selbst Händler ist, schien ein Problem zu sein. Bei About You scheint diese Tatsache eher Kompetenz zu versprechen, als Angst einzujagen.

Für die klassischen Software- oder SaaS-Anbieter ist diese Entwicklung beachtenswert: Denn dass die entstehenden Systeme so nah am Kundenbedarf geplant und entwickelt werden, ist ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Ein Shopsystemhersteller mit einer machine-learning-basierten Marketing-Automatisierung ist bisher nicht bekannt, dabei ist das ein Sektor, der zukünftig auf großes Händlerinteresse stoßen wird. Dass About You innerhalb der eigenen Cloud ein eng verzahntes, leistungsfähiges Bidmanagement für Google und Amazon anbieten kann, wird dazu führen, dass sowohl Adference als auch die About-You-Cloud weiter wachsen.

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