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Verbraucherschützer warnen vor Abzocke mit falschen Routenplanern

Falsche Routenplaner: Verbraucherschützer warnen vor Betrugsmasche. (Foto: Shutterstock-Eugene Put)

Betrüger zocken Urlauber mit falschen Routenplanern im Netz ab. Die Verbraucherschutzzentrale warnt und hat ein Widerspruchsschreiben veröffentlicht.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Nicht wenige Menschen planen Autoreisen nach Italien oder Wandertouren durch deutsche Landschaften. Während das damals noch mit einem Atlas und gedruckten Touristenführern geschah, greifen viele Menschen inzwischen auf digitale Routenplaner zurück. Internetbetrüger bauen darauf auf und haben eine neue Masche entwickelt: Laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz tauchen in letzter Zeit unter wechselnden Internetadressen dubiose Online-Routenplaner auf, die Abo-Fallen für Nutzer darstellen.

Abzocke im Netz: Routenplaner-Abos in Höhe von 500 Euro

Abzocke im Netz: Verbraucherschützer warnen vor Betrug durch falsche Routenplaner. (Foto: Verbraucherzentrale-rlp.de)

Nutzer melden sich dort mit ihrer E-Mail-Adresse an, um die Dienste nutzen zu können. Anschließend fordern die Seitenbetreiber sie auf, an einem zusätzlichen Gewinnspiel teilzunehmen. Und damit beginnt die Abzocke, denn die Betrüger verstecken in der Gewinnspielanmeldung bereits eine Zustimmung zum kostenpflichtigen Abonnement und verlangen 500 Euro Anzahlung. Wie so oft, um Nachdruck zu verleihen, wird mit Polizei, Pfändungen und Gerichtsverfahren gedroht, falls die Zahlung nicht eingeht.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt die Masche eine „absurde Drohung“. Sie rät Betroffenen auf keinen Fall auf die Erpressung einzugehen. Es handele sich um „ungerechtfertigte Mahnungen“, da die Kosten zwar auf der Startseite und in den Nutzungsbedingungen der angeblichen Routenplaner-Dienste genannt, aber im Registrierungsvorgang nicht deutlich gemacht würden. Es sei „zweifelhaft, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist“, erklären die Verbraucherschützer.

Die Betrugsopfer sollten der Forderung widersprechen und sich rechtlich beraten lassen, rät Barbara Steinhöfel von der Verbraucherzentrale. Sie bietet einen Musterbrief für den Widerspruch zum Download an. Die Seiten ziehen regelmäßig auf neue Domains um, nutzen aber ähnlich klingende URLs wie maps-routenplaner-pro.com und maps-24-routenplaner.com. Auch in der Aufmachung ähneln sich die Webseiten. Als angeblicher Betreiber erscheinen wechselnde Namen. Die eigentlichen Inhaber seien jedoch nicht nachvollziehbar.

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via www.spiegel.de

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