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Fundstück

Warum Menschen Adblocker benutzen – und wie der Teufelskreis durchbrochen werden kann

In unserem heutigen Fundstück geht es um Adblocker und welche Gründe zur Nutzung führen. Eine spannende Analyse von Mimi An.

Adblocker-Nutzung analysiert: Warum in Deutschland, den USA, UK und Frankreich geblockt wird

Warum Menschen Adblocker benutzen. (Grafik: Hubspot)
Warum Menschen Adblocker benutzen. (Grafik: Hubspot)

Webseiten-Betreiber haben einen Schmerz – und der sitzt tief: Besucher, die Adblocker nutzen, kosten bares Geld. Nutzer wiederum haben ebenfalls tiefsitzende Schmerzen, da ihnen Online-Werbung auf den Seiten nicht nur das gute Lesegefühl raubt, sondern ihr Datenvolumen frisst und nicht zuletzt auch fiese Cookies anheftet.

Auf die hohen Adblocker-Quoten reagieren Marketer daher wieder mit noch aggressiverer Werbung. Das alles ist ein Teufelskreis, der nicht zu durchbrechen scheint. So lässt sich das Dilemma in wenigen Worten zusammenfassen. Doch es geht auch ausführlicher: Eine besonders spannende Analyse hat Mimi An kürzlich auf dem Hubspot-Blog verfasst.

„Werbung kann auch Spaß machen.“

Sie spannt den Bogen weit und beginnt damit, wie Menschen allgemein zu Werbung stehen – unter anderem im Netz, im TV oder in Print-Magazinen. Während erstere Anzeigen auf wenig Akzeptanz stoßen, werden letztere kaum als störend empfunden. Werbung kann auch Spaß machen beziehungsweise angenehm informieren, so der Tenor in dem Beitrag.

In der Folge beschäftigt sich An stärker mit den nervigen Werbebotschaften und erklärt, wie Nutzer sich im Netz davor schützen. Welche Gründe die Menschen dazu bewegen, Adblocker zu installieren. Wie die Industrie darauf reagiert. Und unter welchen Umständen der Teufelskreis doch unterbrochen werden könnte. Die Analyse argumentiert an vielen spannenden Statistiken und Beispielen.

Vor allem das Kapitel zu den Unterschieden der Adblock-Nutzung in Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich zeigt, wie individuell Marketer auf das Thema reagieren müssen. Neben dem Hauptgrund, dass Online-Werbung die Nutzer nervt, gibt es auch Sicherheitsbedenken, die in einigen Ländern stärker und in anderen schwächer ausgeprägt sind.

Der Artikel „Warum Menschen Adblocker benutzen – und was Marketer und Werber darüber wissen müssen“ ist unser heutiges Fundstück. Ein großartiger und sehr ausführlicher Beitrag.

Übrigens, die Nutzung von Adblockern auf Mobilgeräten ist im letzten Jahr regelrecht explodiert. Unser t3n-Artikel „Adblocker: Anzahl der User hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt“ dürfte dich auch interessieren.

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4 Reaktionen
André

Nach der Entmüllung durch einen Adblocker sieht die Seite wieder so aus, wie sie vom Webdesigner 'mal konzipiert wurde. Der normale Lesefluss kehrt zurück und die Ladegeschwindigkeit ist wieder "normal". Paywall? Ich werde niemals Geld für Nachrichten bezahlen, deren Inhalt keinen geistigen Nährwert hat. Über die Finanzierung seiner Site muss sich ein Betreiber eben halt mal qualitiativ Gedanken machen. Tip: Schaffe einen (echten) Nutzen für die Seitenbesucher und verkauf' ihn.

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vaikl

Die imho letzte gut gemachte online-Werbung war eine Art Spiel für die europaweite HavanaClub-Kampagne eines Getränkeimporters. Das war, glaube ich, so um 1997/98. Alles andere/spätere ist kopierter, schlecht interpretierter, technisch alle Regeln der Kunst negierender und auf billigbillig getrimmter, blingbling-verseuchter Pixelmüll, der mir ungeschützt meine Lebenszeit stehlen würde. Ihr habt euren Erfolg selbst in der Hand, liebe einfallslose Werber.

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Arno Crypto Nymous

Es ist schön, das sich mal jemand mit den Gründen, Auswirkungen und möglichen Wegen aus der AdBlocker-Krise befasst, nur leider wird wohl keiner der Marketer diese Analyse lesen, noch als Basis für Veränderungen nutzen. Schade eigentlich, denn wenn die Website-Betreiber einfach mal ihren Lesern (die ja im Grunde ihre Kunden sind) zuhören würden, dann würde sich vielleicht auch was ändern. Fakt ist, ohne ein einlenken der Websiten-Betreiber und der Marketer wird sich in der Beziehung wohl nichts ändern bzw. viele Seiten und Marketer pleite gehen, denn dem AdBlocker ist es ein leichtes, neue Filterregeln in seinen AdBlocker einzubauen. Und einfach eine Paywall einbauen, die horrende Preise für einen beschissenen Artikel verlangt wird auch zu nichts führen.

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lola

Weil kein Mensch die Werbung sehen will, wenn doch bereits die Artikel voller Werbung stecken. Schaum man sich die ehemalige Computerzeitschrift Chip an. Wobei ein Werbeblogger wenig Sinn macht, weil nur der Titel stehen bliebe

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