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Datenleck bei Adobe: Millionen Datensätze öffentlich zugänglich

Eine Datenbank mit rund 7,5 Millionen Datensätzen von Nutzern der Adobe Creative Cloud soll öffentlich zugänglich gewesen sein (Foto: Shutterstock).

Eine Datenbank mit Millionen Daten von Nutzern der Adobe Creative Cloud war öffentlich zugänglich. Adobe hat die Datenbank mittlerweile gesichert.

Der Sicherheitsforscher Bob Diachenko und das Unternehmen für Computersicherheit Comparitech haben entdeckt, dass eine Datenbank mit rund 7,5 Millionen Datensätzen von Adobe Creative Cloud Nutzern im Internet für jeden frei zugänglich gewesen sei soll. Auf Diachenkos Hinweis hin habe Adobe die Datenbank sofort gesichert und prüfe derzeit die Prozesse, um das Auftreten von ähnlichen Problemen in Zukunft vermeiden zu können, wie Comparitech und Gizmodo berichten.

Datenbank rund eine Woche lang zugänglich

Nachdem Diachenko die ohne jegliche Authentifizierungsmechanismen frei zugängliche Elasticsearch-Datenbank am 19. Oktober entdeckt habe, habe er dies Adobe gemeldet. Das Unternehmen habe die Datenbank daraufhin noch am gleichen Tag gesichert. Er gehe davon aus, dass die Datenbank rund eine Woche lang öffentlich zugänglich gewesen sein soll und zudem seien die folgenden Nutzerdaten in ihr gespeichert gewesen:

  • E-Mail-Adresse
  • Kontoerstellungsdatum
  • Genutzte Adobe-Produkte
  • Status des Abonnements
  • Angabe, ob der Nutzer ein Adobe-Mitarbeiter ist
  • Mitglieds-IDs
  • Land
  • Zeit seit letztem Login
  • Zahlungsstatus

Daten könnten für Phishing-Kampagnen herhalten

Ob noch jemand anderes außer Diachenko von der Datenbank gewusst hat, ist nicht bekannt. Das Datenleck stelle nach Comparitech für Nutzer der Adobe Creative Cloud keine direkte finanzielle und keine direkte Sicherheitsbedrohung dar, da keine Kontodaten oder andere Zahlungsdaten und keine Kennwörter gespeichert gewesen sein sollen. Dennoch ließen sich die Daten zum Erstellen von Phishing-Kampagnen nutzen. Betrügern sei es damit möglich, sich als Adobe auszugeben und Nutzer aufzufordern, beispielsweise ihre Kennwörter preiszugeben. Wer Nutzer der Adobe Creative Cloud ist, sollte künftigen Mails des Unternehmens daher skeptisch gegenübertreten und zudem sicherheitshalber die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

Nutzerzahlen der Adobe Creative Cloud

Weltweit sollen nach Schätzungen von Dezember 2018 rund 15 Millionen Menschen Abobes Creative Cloud abonniert haben und dadurch den Zugriff auf Photoshop, Lightroom, Illustrator und Co. haben. Im Oktober 2013 hatte Adobe aufgrund eines Datenlecks schon einmal Schlagzeilen gemacht. Damals seien 38 Millionen verschlüsselte Kundenkreditkarten und Anmeldeinformationen für eine unbekannte Anzahl von Benutzern angezeigt worden.

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Ein Kommentar
Nadja
Nadja

Gut zu wissen für die Konkurrenz…

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