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Adobe Max 2018: Creative Cloud mit mehr Tempo und Voice-Unterstützung

(Foto: Stefan von Gagern)

Adobe stellte in Los Angeles große Updates für seine Kreativ-Tools vor – die damit auf neue Trends wie Sprachassistenten und künstliche Intelligenz reagieren. Für t3n war Stefan von Gagern vor Ort in Los Angeles.

Ganze 14.000 Kreative kamen dieses Jahr nach Los Angeles zur Kreativkonferenz Adobe Max. Als Adobe zuletzt vor vier Jahren in Los Angeles (dazwischen machte die Max in San Diego und Las Vegas Station) gastierte, waren es noch um die 7.000 Teilnehmer gewesen – ein deutliches Zeichen, dass das Publikum dank überall präsenten digitalen Inhalten immer größer und vielseitiger wird. „Es ist meine persönliche Leidenschaft, Kreativität für jeden zugänglich zu machen“, betonte Adobe-CEO Shantanu Narayen zu Beginn seiner Keynote. Als Beispiel nannte er die einfach bedienbare Kreativ-Plattform Adobe Spark, die Adobe in einer Basisversion und speziell für Bildungseinrichtungen kostenlos anbietet. Gleichzeitig sei Kreativität heute stärker gefragt, denn Unternehmen entdecken Design als Wettbewerbsvorteil: So führe Design heute nicht nur zu besseren Kundenerlebnissen dank digitaler Technik, die im Business den Unterschied ausmachen können: Visuelles Storytelling kann Geschichten zu Produkten erzählen und sie so besser an den Kunden bringen. Narayen sprach von einem goldenen Zeitalter für Kreativität.

Dennoch stünden Adobe und Kreative noch vor vielen Herausfoderungen. Im Alltag müssen Kreative noch immer lästige, sich wiederholende Aufgaben bewältigen. Hier soll künftig die Software kräftig unterstützen. Daher lag der Fokus bei den Updates klar auf höherer Arbeitsgeschwindigkeit.

Mehr Tempo für die Standards

Die Klassiker wie Photoshop und Illustrator bekamen kleine Updates mit großer Wirkung. So sind das Erstellen von Auswahlbereichen, das Umwandeln in Masken und das Verfeinern in Photoshop deutlich einfacher. Blendmodi können mit Live Blend Modes jetzt einfacher durch Mausberührung statt Durchklicken ausprobiert werden. Das einfache 3D-Tool Dimension kann jetzt 3D-Szenen ins Web veröffentlichen und sich Kameraperspektiven merken.

Indesign macht das Platzieren von Bildern per Drag & Drop intelligent möglich – die Abbildungen werden automatisch an den Zielrahmen angepasst. Änderungen, die bisher für Katastrophen sorgten – etwa das Seitenformat eines Designs zu verändern –, macht das neue, intelligente Layout-Adjustment vollautomatisch in Sekunden möglich. In Illustrator vereint ein neues „Freeform gradient“-Werkzeug die Flexiblität komplexer Verläufe mit einfacher Gestaltung. Damit lassen sich in Minuten 3D-Optiken realistisch gestalten.

Der Schriftendienst Typekit heißt künftig Adobe Fonts, ist enger in den Desktop integriert und verabschiedet sich von bisherigen Einschränkungen in Sachen Anzahl der synchronisierten Schriften oder Plattformen. Der Bilderdienst Adobe Stock erweitert sein Angebot um Content aus Gopro-Kameras.

(Screenshot: Illustrator)

XD lernt Voice

Große Hoffnungen und viel Mühe steckte Adobe in sein Interface Design Tool XD, das laut Principal Designer Khoi Vinh in Zukunft so viel Bedeutung erlangen soll wie Adobe Photoshop. „Bei Design geht es immer mehr auch darum, wie viele Klicks etwas bekommt und wie es sich auf die Marke auswirkt“, so Vinh. Mit Responsive Resize lassen sich Interface-Prototypen intelligent skalieren. Wie sich dabei Schaltflächen und andere Bedienelemente verhalten, basiert auf Analysen von Interface-Designs aus der Community. So spart der Designer enorm viel Zeit und kann zum Beispiel die Benutzeroberfläche in kürzester Zeit auf verschiedene Bildschirmgrößen und Geräte anpassen. Wesentlich lebendigere Interfaces bringt die neue „Auto Animate“-Funktion. Damit wird jeder Bildschirm zu einem Schlüsselbild. Adobe XD berechnet die Zwischenschritte und kann so flüssige Übergänge automatisch darstellen. Der Designer kann dabei steuern, wie sich die Elemente verhalten.

„Voice wird ein Teil von allen Designs sein“, betonte Vinh und zeigte die neuen Möglichkeiten dafür in Adobe XD. Es kann jetzt auch Prototypen für Interaktionen mit Sprachassistenten wie Amazon Echo entwerfen. Dabei wird dank einer Kooperation mit Amazon bereits die kommende Generation des mit Display ausgestatteten Echo Show unterstützt. Die Prototypen aus XD können so auf dem Echo Show direkt getestet werden. Vinh nennt die neue Version von XD einen großen Durchbruch in Richtung der nächsten Generation von Interaktionen. „Wir setzen damit das Potenzial von Voice mit XD für Designer frei“, so Vinh.

(Screenshot: Voice)

Die Integration von XD in gängige Collaboration-Tools wird durch Plugins vereinfacht. Als Beispiel zeigte Adobe World Ready, das in Sekunden aus einem Prototypen mithilfe von Google Translate drei Sprachversionen erstellte.

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