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Adobe-Studie: Die große Zeit der Apps ist vorbei – außer in Deutschland

Deutschland ist laut einer aktuelle Erhebung Weltmeister der App-Nutzung – Tendenz steigend. Dabei hat die App weltweit ihren Zenit längst überschritten. Auch ansonsten ist Deutschland ungewöhnlich.

Von Stephan Dörner
2 Min.
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(Foto: Shutterstock)

Die App-Nutzung in Deutschland hat von Januar 2014 bis Dezember 2016 um 13 Prozent zugelegt. Das geht aus einer Erhebung von Adobe Digital Insights hervor, die das Unternehmen im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt hat. Deutschland sei damit „Weltmeister in der Mobile-App-Nutzung“, heißt es in der Mitteilung von Adobe.

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Damit läuft die Entwicklung in Deutschland klar gegen den internationalen Trend: Weltweit ging die Zahl der App-Neuinstallationen der Erhebung zufolge im selben Zeitraum nämlich deutlich zurück. Besonders in den USA verlieren sie dramatisch an Boden: Seit 2014 ist dort die App-Nutzung um mehr als ein Viertel (25 Prozent) zurückgegangen. Im europäischen Durchschnitt haben die App-Öffnungszahlen mit 4 Prozent Plus noch leicht zugelegt.

Grafik: Adobe

Für die Erhebung hat Adobe eigenen Angaben zufolge mehr als 1,7 Billionen Visits auf über 16.000 weltweiten Websites sowie mehr als 130 Milliarden App-Launches von über 1.000 Mobile Apps ausgewertet.

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Installationen: Neue Apps haben es schwer

Vor allem neue Apps haben es schwer. In den USA ist die Zahl der Neuinstallationen von Apps im gemessenen Zeitraum um 38 Prozent abgestürzt, in Europa hat sie sich immerhin um 5 Prozent reduziert. Adobe geht davon aus, dass die Entwicklung in den technikaffineren USA hier auch ein Frühindikator für Europa sein könnte. Ein ähnlicher Absturz könnte Europa also noch bevorstehen.

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Bei den Geräten setzte sich der seit Jahren bereits bekannte Trend fort: Smartphones boomen, Tablets verlieren weiter an Bedeutung. Seit 2014 ist die Zahl der Smartphone-Visits in Europa um satte 156 Prozent angewachsen – in Deutschland sogar um 185 Prozent. Desktop-Visits haben im selben Zeitraum um 25 Prozent abgenommen.

Grafik: Adobe

Der Anteil von Tablets am Gesamt-Traffic ist in den meisten europäischen Ländern rückläufig, im Schnitt fiel er zwischen 2014 und 2016 um 10 Prozent. Auch hier ist Deutschland eine Ausnahme: Der Tablet-Traffic steigerte sich um 21 Prozent, der Anteil am Gesamt-Traffic blieb stabil bei rund 10 Prozent.

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Kommentare (2)

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Stefan

Bei den Apps kann ich die Steigerung verstehen aber wie kann es denn überhaupt mit den Tablets steigen?

Ich bin grundsätlich für Smartphone Apps, da ich auch direkt mit telefonieren kann.

Von den Tablets halte ich leider nichts.

Vielen Dank

Niko Müller

Was ersetzt dann bitte die Apps? Die Nutzung im Browser? Darüber schweigt sich dieser Artikel aus. Sorry, kann ich nicht glauben…

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