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Air Asia: Fluglinienbetreiber denkt über ICO nach

(Foto: joyfull / Shutterstock.com)

Die Betreiber der Billigfluglinie Air Asia denken über ein ICO nach. Das Milliardenunternehmen wäre das bislang größte Unternehmen, das sich das kryptobasierte Finanzierungsmodell zunutze macht.

Die malaysische Fluggesellschaft Air Asia will in den Finanzdienstleistungssektor einsteigen. Als Teil dieser Strategie kann sich Firmenchef Tony Fernandes auch einen Intital Coin Offerings (ICO) vorstellen. Das hat der CEO gegenüber der US-Publikation Techcrunch erklärt. Die Fluggesellschaft hat einen Börsenwert von mehr als drei Milliarden US-Dollar und wäre damit deutlich größer als alle bisherigen Firmen, die sich an einem ICO versucht haben.

Laut Fernandes könnten bestehende Air-Asia-Programme die Grundlage für das ICO bilden: Dabei bezieht er sich auf das punktebasierte Kundenbindungsprogramm, das sich laut des Managers recht einfach auf eine Blockchain übertragen ließe. Außerdem könnte aus dem Kundenbindungsprogramm auch eine eigene Währung entwachsen, für die sich ein eigenes Bezahlsystem schaffen ließe. Diese Währung könnte dann wiederum für Produkte und Dienstleistungen von Air Asia ausgegeben werden.

ICO brachten Startup 2017 mehr als 6 Milliarden Dollar ein

Alleine im vergangenen Jahr konnten Startups mehr als sechs Milliarden Dollar durch ICO einsammeln. Allerdings waren es bislang vorwiegend sehr junge Firmen, die auf das kryptobasierte Finanzierungsmodell gesetzt haben. Ausnahmen von dieser Regel gab es allerdings auch: So konnte der Messaging-Anbieter Telegram beispielsweise 850 Millionen Dollar durch ein ICO einnehmen.

Die Finanzierungsmethode ist allerdings noch immer umstritten, da es in vielen Fällen an einem rechtlichen Rahmen fehlt. Während die Aufsichtsbehörden einiger Länder noch prüfen, wie ICO rechtlich behandelt werden sollen, haben andere einen radikaleren Schritt unternommen und die Finanzierungsmethode gleich ganz verboten. Air-Asia-CEO Fernandes schrecken behördliche Auflagen indes nicht ab: „Wir sind in der am stärksten regulierten Branche der Welt tätig, also wissen wir, wie wir mit Aufsichtsbehörden und Bestimmungen umgehen müssen.“

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