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Airbnb will loyalste Gastgeber an der Firma beteiligen

Das Gründerteam von Airbnb. (Foto: Airbnb)

Airbnb will seine Nutzer zu Aktionären machen. Der Zimmervermittler hat bei der SEC um Erlaubnis gefragt, künftig die loyalsten Gastgeber an dem Unternehmen beteiligen zu können.

Airbnb steht derzeit in vielen Großstädten unter Beschuss, auch in Berlin. Der Vorwurf: Die Plattform verschärfe die Wohnungsnot und ermögliche illegale Angebote. Zuletzt war der Zimmervermittler von der EU-Kommission wegen mangelnder Preistransparenz und Verletzung von Kennzeichnungspflichten abgemahnt worden. Jetzt macht Airbnb mit einem Vorschlag von sich reden, mit dem das Startup die Anbieter von Wohnungen und Zimmern enger an sich binden könnte.

Airbnb will Nutzer zu Aktionären machen – dazu müssten Gesetze geändert werden

In einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC hat Airbnb um Erlaubnis gebeten, die Gastgeber an dem Unternehmen beteiligen zu können, wie Axios berichtet. Dazu müsste die SEC darauf drängen, die Regel 701 im US-amerikanischen Securities-Act um eine Kategorie für Mitarbeiter im Bereich der sogenannten Gig-Economy zu ergänzen. Bisher dürfen nichtbörsennotierte Unternehmen in den USA Anteile nur an Beschäftigte oder Investoren abgeben, wie das Manager-Magazin schreibt.

Diese Regelung will Airbnb offenbar aufweichen. „Wir werden gerne unsere loyalsten Gastgeber zu Aktionären machen“, sagte Airbnb-CEO Brian Chesky gegenüber Axios. Dazu sei aber eine Änderung der geltenden Gesetze nötig, so Chesky. Zuvor hatte schon der US-Taxidienst Uber mit der SEC über eine mögliche Beteiligung seiner Fahrer verhandelt. Uber soll sich aber innerhalb der geltenden Gesetze mit der SEC geeinigt haben. Das Startup Juno hatte einen entsprechenden Vorstoß zurückgezogen, weil ihm der Weg dahin zu schwierig erschien.

Airbnb: Außergewöhnliche Unterkünfte

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Laut Manager-Magazin lässt sich der Airbnb-Plan als Mobilisierung der Gastgeber deuten, um engagierter für die Belange von Airbnb einzutreten. Schließlich würde dieses Engagement dann belohnt. Bisher hatte Airbnb versucht, die Gastgeber zur Gründung von Lobbygruppen zu bewegen, um gegen mögliche Einschränkungen seines Geschäftsmodells zu protestieren. Allerdings dürfte der Börsengang von Airbnb ohnehin in den Startlöchern stehen. Dann wäre die Belohnung der Gastgeber mit Aktien problemlos möglich.

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