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Besser als Googles Chromecast: Airtame dupliziert deinen Desktop kabellos auf Fernseher und andere Computer

So sieht der aktuelle Airtame-Prototyp aus. Änderungen bis zur Auslieferung sind aber noch möglich. (Quelle: indiegogo.com)

Ein dänisches Unternehmen bietet unter dem Namen „Airtame“ eine überlegene Alternative zu Apples AirPlay und Googles Chromecast an. Airtame überträgt den gesamten Bildschirm, unabhängig von der Anwendung und vom Betriebssystem kabellos und in HD.

Airtame: Wieso nicht früher?

Manchmal ist es unverständlich wieso manche Produkte nicht schon viel früher erfunden wurden. Wieso gibt es noch keine einfache und günstige Möglichkeit, den Bildschirminhalt meines Computers kabellos und in guter Qualität auf meinen Fernseher zu werfen? Apples AirPlay ist eine tolle Lösung, funktioniert aber eben nur mit Mac OS und neuen Mac-Modellen. Und Googles Chromecast ist bisher stark eingeschränkt, weil in Deutschland quasi nur YouTube damit genutzt werden kann. Und hier kommt ein neues dänisches Unternehmen namens Airtame ins Spiel.

Funktionalität wie bei einer Kabel-Verbindung

Die fünf Dänen haben sich genau diesem Problem angenommen und bieten mit ihrem HDMI-Dongle eine interessante Alternative zu den genannten Systemen. Airtame funktioniert mit einer Client-Software die es sowohl für Mac OS X, für Linux als auch für Windows gibt. Wird der HDMI-Stick nun an einen Monitor, Fernseher oder Beamer angeschlossen und via Micro-USB mit Strom versorgt, dann kann jeder Client im selben Netzwerk mit einem einfachen Klick den Inhalt seines Bildschirms an Airtame senden. Der Desktop kann wahlweise geklont oder erweitert werden, eben ganz so wie mit einer Kabel-Verbindung.

Airtame streamt wahlweise an einen Monitor oder Fernseher, oder an andere Rechner mit der Client-Software. (Quelle: indiegogo.com)
Airtame streamt wahlweise an einen Monitor oder Fernseher, oder an andere Rechner mit der Client-Software. (Quelle: indiegogo.com)

Die Verbindung kommt via WLAN zustande und basiert auf einem eigenen Protokoll, dass Airtame entwickelt hat. Die maximale Auflösung liegt bei 1080p und auch Sound wird übertragen. Die Framerate soll bei aktueller Hardware im Bereich um 30 fps liegen, die Latenz im Praxiseinsatz bei etwa 100 Millisekunden.

So sieht der aktuelle Airtame-Prototyp aus. Änderungen bis zur Auslieferung sind aber noch möglich. (Quelle: indiegogo.com)
So sieht der aktuelle Airtame-Prototyp aus. Änderungen bis zur Auslieferung sind aber noch möglich. (Quelle: indiegogo.com)

Auch Übertragung zwischen mehreren Clients ist problemlos möglich

Airtame kann aber noch mehr: Jeder Computer mit der Client-Software kann auch einen „Public Stream“ bereitstellen, in den sich andere Airtame-Clients einklinken können. Damit ließe sich zum Beispiel in einem Klassenzimmer der Inhalt eines einzigen Rechners ganz einfach auf dutzenden weiteren Clients darstellen, oder einfach nur ein entfernter Rechner als Monitor verwenden.

Airtame streamt auch den Bildschirminhalt zwischen mehreren Clients, und kann deswegen gut für Präsentationen oder im Klassenzimmer verwendet werden. (Quelle: Indiegogo.com)
Airtame streamt auch den Bildschirminhalt zwischen mehreren Clients, und kann deswegen gut für Präsentationen oder im Klassenzimmer verwendet werden. (Quelle: Indiegogo.com)

Das dänische Crowdfunding-Projekt sucht gerade auf der Plattform Indiegogo nach Unterstützern. Die ersten Exemplare des HDMI-Sticks konnten für 69 US-Dollar reserviert werden. Inzwischen liegt der Preis für ein Exemplar bei 89 Dollar. Die Kampagne hat ihr Funding-Ziel von 160.000 Dollar schon fast erreicht, läuft aber noch fast einen ganzen Monat. Die Auslieferung soll im Mai 2014 erfolgen.

via www.golem.de

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5 Reaktionen
SCORRPiO

@Rominho
bitte aufs Datum achten! dieser Artikel ist von 02.12.2013, mittlerweile hat sich schon viel getan und Youtube ist nicht mehr alleine.

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Rominho

"Und Googles Chromecast ist bisher stark eingeschränkt, weil in Deutschland quasi nur YouTube damit genutzt werden kann. "

Sorry, aber das ist totaler Quatsch. Allein durch die Chrome Erweiterung "Cast" ist es möglich jede Webseite und auch lokalen Content zu streamen. Häufig ist allerdings (grad bei hochauflösenden Streams oder Videos) das Hauptproblem, dass der Content doppelt geladen wird (Chromecast und Chrome, wenn keine App wie bei Youtube genutzt wird) oder, dass Videos nicht mehr flüssig abgespielt werden, sobald Chrome in den Hintergrund geschoben oder minimiert wird...

Airtame ist etwas anders Chromecast, sehr praktisch mit vielen Vorteilen, aber eben auch nicht pauschal besser (siehe agentorange). Soll wohl n Artikel zum Hypen des Produktes sein, aber bisschen differenzieren wäre schon wünschenswert.

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oleic

@agentorange: Airplay nutze ich gerne, um lokale Dateien wie Bilder, Videos, Musik abzuspielen oder der Familie Webseiten zu zeigen.
Ist schon ziemlich praktisch, da man wirklich alles auf dem Fernseher präsentieren kann, was man auch auf dem Rechner sehen kann.

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agentorange

Das ist nicht "besser" als Chromecast, sondern etwas anderes. Der Vorteil von Chromecast ist ja gerade, dass kein Stream zum TV gesendet wird, sondern dem Chromecast nur mitgeteilt wird, was man eigentlich sehen möchte. Bedeutet, dass es nicht den Akku leer saugt und ich das Telefon und Tablet normal weiter nutzen kann. Beispielsweise um das nächste Video rauszusuchen.

Wer mal eine Weile Netflix mit Chromecast genutzt hat, wird Airplay und den anderen Kram nicht mehr vermissen. Ich kann jedenfalls nicht nachvollziehen warum man kabellos das Display streamen sollte, nur um das Gerät dann sofort ans Netzteil hängen zu müssen.

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goran

Dazu passt eigentlich ganz gut, das AirParrot und Reflector heute im Angebot sind. Also wer auf das Feature verzichten kann, auf mehrere Devices zu streamen, kann das Spiegeln oder auch Erweitern des Desktops heute schon haben (Airplay mit PC oder MAC auf PC oder Mac).

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