Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

AirType-Projekt entwickelt eine völlig neue Tastatur – ganz ohne Tastatur

AirType-Projekt entwickelt eine völlig neue Tastatur. (Bild: AirType)

AirType ist ein Prototyp-Projekt einer neuen Art von Tastatur, die Webworkern mehr Komfort beim Tippen auf mobilen Geräte bieten soll. Was sich dahinter verbirgt, erfahrt ihr hier.

Gestensteuerung und Wearables gehören zu den interessanten Innovationen, die den IT-Markt betreffen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Gadget, das die Tastatur überflüssig macht und anhand von Bewegungen erkennt, welcher Buchstabe getippt und welches Wort schlussendlich geschrieben werden soll? Klingt nach Walldorf und IT-Eurythmie, wird aber aktuell in Austin im US-amerikanischen Bundeststaat Texas entwickelt.

AirType-Projekt entwickelt eine völlig neue Tastatur. (Bild: AirType)
AirType-Projekt entwickelt eine völlig neue Tastatur. (Bild: AirType)

Texte ohne Tastatur verfassen? Das war bisher vorwiegend per Sprachsteuerung möglich – das Projekt AirType geht allerdings einen anderen Weg: Zwar werden die Finger und Hände genutzt, allerdings setzen die Entwickler auf zwei Bänder, die Nutzer sich auf den Handrücken schnallen und die die Bewegungen der Finger messen, um sie schlussendlich mittels Bluetooth-Verbindung als Befehl an das verbundene Gerät zu übertragen. Damit möchte man dem Umstand entgegenkommen, dass das Schreiben auf mobilen Geräten unglaublich frustrierend sein kann – zumindest wenn sie längerer Natur sind. AirType soll dabei äußerst lernfähig sein und die eigenen Bewegungen mit jeder Benutzung besser interpretieren können. Mehr Komfort für Menschen, die unterwegs arbeiten, ist das übergeordnete Credo.

AirType-Projekt: Mehr Komfort für Webworker

Zum Thema mehr Komfort gehört für AirType eben auch, dass die Geräte leicht sind. Hybrid-Lösungen, die irgendwo zwischen Tablet und Laptop schwirren, sind zweifelsohne eine interessante Lösung, benötigen jedoch vergleichsweise mehr Platz und sind schwerer zu transportieren. Andere Projekte wie Keyglove oder G.A.U.N.T.L.E.T., die auf Handschuhe setzen und die ebenfalls die Bewegungen messen sowie auswerten, haben es bisher noch nicht besonders erfolgreich in den Handel geschafft, was auch an der Komplexität und ihrem gewöhnungsbedürftigen Aussehen liegen mag.

Das AirType-Projekt wirkt dezenter und könnte zumindest aus visuellen Aspekten eher angenommen werden. Das sechsköpfige Entwicklerteam legt allerdings noch besonderen Wert darauf als Prototyp verstanden zu werden – obwohl sie auch offenkundig mit dem Gedanken spielen, die Bänder bereits im kommenden Jahr zum Verkauf anzubieten. Um das zu realisieren braucht es vor allem Geld und in diesem Sinne touren die Gründer derzeit durch die Welt, um an verschiedenen Pitches teilzunehmen. Ein Zwischenstopp in diesem Monat war die TechCrunch Disrupt in Seattle und wird das World Founder Forum in Paris sein. Gegenüber t3n.de haben die Entwickler zudem durchblicken lassen, dass Ende des Jahres auch eine Crowdfunding-Kampagne mit einem vorzeigbaren Produkt entstehen soll.

Aktuell wird auch in der Nutzerwelt über das Projekt gesprochen. Beispielsweise wurde das AirType-Projekt vor einigen Tagen auf der Social-News-Webseite „Hacker News“ thematisiert – steckenweise noch kritisch, denn wie die Diskutanten feststellten, sagt allein eine durchdesignte Landingpage und ein Promo-Video noch nichts über die Funktionalität aus. Allein die Tatsache, dass das Projekt im „Longhorn Startup Program“ der University of Texas ist, lässt durchblicken, dass AirType ein gewisses Potential in sich trägt – wir bleiben gespannt, was sich an der Front tut. Das Konzept jedenfalls gefällt.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

4 Reaktionen
Clemens

Wie bereits im Artikel erwähnt, ein echtes Gadget für all jene, die weder Schreiben noch Rechnen, aber dafür ihren Namen tanzen können.
Die Mindestvoraussetzungen für solch ein Gadget werden in Zukunft immer häufiger erfüllt. Das ist Richtig! Kombiniert mit einer Fehlerekennungssoftware muß ich gar nicht mehr den richtigen Buchstaben treffen, sondern nur noch seine "Region". Die Software baut dann die richtigen Wörter schon zusammen. Dies haben die Handys schon seit über 10 Jahren inklusive. Es wird also der Genration "Zwei Finger" sehr zugute kommen.

Antworten
FabianL

Naja ich denke für so ein Gerät ist es eine Mindestvoraussetzung, dass man schreiben kann ohne auf die Tastatur zu schauen.
Ansonsten finde ich die Idee wirklich toll. Würde mir so ein Teil auch zulegen.

Antworten
Christoph

Ich könnte es mir nicht vorstellen, ohne Tastatur zu schreiben - da sieht man ja gar nicht, welche Tasten man tippt und wenn man sich vertippt - wie soll man dann die richtige Taste finden?

Antworten
Jochen

Shut up and take my money!

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.