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Wichtiger Akku-Rohstoff: Apple will Kobalt direkt von Minenbetreibern kaufen

Apple soll erstmals direkt mit Minenbetreibern verhandeln, um sich langfristige Verträge für die Lieferung des für die Akku-Herstellung wichtigen Rohstoffs Kobalt zu sichern.

Kobalt ist einer der wichtigsten Rohstoffe bei der Herstellung von Akkus für Mobilgeräte sowie Elektroautos. Der bevorstehende Boom im Bereich Elektromobilität sorgt dafür, dass sich die Branche um die Versorgung sorgt. Apple, einer der weltgrößten Abnehmer von Kobalt, will offenbar die Lieferung des Rohstoffs über langfristige Verträge mit Minenbetreibern sichern, wie Bloomberg unter Berufung auf Firmeninsider berichtet.

Kobalt ist ein begehrter Rohstoff bei der Akku-Herstellung. (Bild: magnetix/Shutterstock.com)

Demnach wolle Apple in mehrjährigen Verträgen die Lieferung von tausenden Tonnen Kobalt festschreiben. Entsprechende Verhandlungen soll der US-Konzern schon im vergangenen Jahr geführt haben. So hat laut Bloomberg etwa der Chef von Glencore, Ivan Glasenberg, den Smartphonehersteller als eines von mehreren Unternehmen genannt, die mit dem Rohstoffhändler über Kobalt gesprochen hätten. Apple wollte den Bericht des US-Mediums nicht kommentieren. Ob es dieses Mal zu einem Vertragsabschluss kommt, ist unklar.

Kobalt: Nachfrage und Preise stark gestiegen

Die Kobalt-Nachfrage wird in den kommenden Jahren jedenfalls sprunghaft ansteigen – von derzeit rund 55.400 Tonnen auf geschätzte 324.300 Tonnen im Jahr 2030. Rund ein Viertel der jährlichen Produktion wird in Smartphone-Akkus verwendet. Die Preise sind in den vergangenen Monaten explodiert. Der Kobalt-Preis hat sich seit Mitte 2016 auf mehr als 80.000 US-Dollar pro Tonne verdreifacht.

Allerdings warnen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International regelmäßig vor Missständen bei der Kobaltförderung, speziell im Kongo, wo zwei Drittel des weltweit verwendeten Kobalts aus der Erde geholt werden. Es bestehe „die Gefahr, dass der Käufer eines Smartphones, Laptops oder E-Autos unwissentlich Kinderarbeit fördert“, warnte Amnesty im November.

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