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Entwickler aufgepasst: Alexa offen für alle

Alexa spricht Deutsch. (Screenshot: Amazon)

AVS, kurz für Alexa Voice Service, ist jetzt auf Deutsch verfügbar. Entwickler können nun selbst elektronische Geräte auf Alexa trimmen. Doch Amazon legt ihnen ganz schöne Daumenschrauben an.

Entwickler können ab sofort die Sprachassistentin und den Alexa Voice Service in jedes beliebige technische Gerät einbauen und darauf vertrauen, dass Alexa Deutsch und britisches Englisch versteht. Das Ziel von Amazon dürfte darin liegen, die Anzahl an Skills in seinem „Shop“ attraktiver zu machen und à la App Store zu monetarisieren. Kleiner Wermutstropfen: Es werden mangels internationaler Lizenzen noch nicht alle Services, die Alexa in den USA beherrscht, auch im deutschen Sprachraum unterstützt, wie Winfuture schreibt.

Alexa vernetzt sie alle. (Screenshot: Amazon)

Alexa Voice Service hat strenge Regeln

Wer sich nun ans Programmieren von Geräten und Skills machen will, muss sich allerdings strikten Regelungen unterwerfen.

Wer den Alexa Voice Service nutzen will, stimmt zu, dass

  • Sein Produkt die Audiodaten für den Alexa-Gebrauch direkt an den Alexa-Server schickt.
  • Die Antworten, die Alexa schickt, direkt an den Nutzer gesendet werden.
  • Er die Anfragen und andere Interaktionen, die vom Alexa-Server kommen oder an den Alexa-Server gehen, nicht aufzeichnet oder speichert.
  • Er die Antworten von Alexa nicht deaktiviert, ersetzt, etwas hinzufügt oder auf andere Weise modifiziert und den Dienst und dessen Performance auch sonst nicht anderweitig beeinträchtigt oder stört.
  • Die Datenübertragung darf nicht über einen Proxy Server erfolgen, sondern muss zwischen dem Produkt und Alexa direkt stattfinden.
  • Er darf den Alexa-Service nicht zum Überwachen und Kontrollieren heranziehen, insbesondere zum Kontrollieren von Verfügbarkeit, Performance und Funktionalitäten jeglicher Amazon Produkte und Services. Wenn Amazon es jedoch verlangt, muss er in sein Gerät Metriken zum Reporting einbauen und Amazon mit den Reports versorgen.
  • Falls Amazon es ihm erlaubt, die Daten zu cachen, muss er die Daten in einem von Amazon vorgegebenen Intervall aktualisieren.
  • Der Name und das Logo des eigenen Produktes dürfen keine Kopie von „Amazon“, „Alexa“ beziehungsweise „Echo“ sein und dem Logo auch nicht ähneln. Zudem darf Amazon nicht im Domainnamen des Produkts erscheinen.

Insgesamt zeigt Amazon mit diesen und einigen Regularien einmal mehr seine große Sorge, dass sein Know-how durch fremde Produkte angezapft und abgesaugt werden könnte, und versucht dementsprechend die Kontrolle zu behalten. Für Programmierer ziemliche Bandagen.

Dennoch könnte die Rechnung für Amazon insofern aufgehen, dass Amazon Alexa viele Gerätekategorien vom Kühlschrank bis zum Handy erobert und sich damit als direkte Konkurrenz zu Siri, Cortana und Google Assistant positioniert.

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