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Vergiss Cortana: Alexa kommt auf Windows-10-PCs

Amazon bringt Alexa auf Windows-PCs. (Bild: Asus)

Amazon dreht zur CES 2018 auf: Das Unternehmen will seinen Sprachassistenten nicht nur auf Wearables und in weitere Produkte integrieren – Alexa wird als App auch auf Windows-PCs aller großen Hersteller landen.

Amazon bringt Alexa auf Windows-10-Notebooks

Microsofts digitaler Assistent Cortana, der auf Windows-10-Geräten vorinstalliert ist, bekommt Gesellschaft. Wie The Verge berichtet, wird Amazon den Sprachassistenten auf alle Windows-Notebooks und -Desktops bringen, die in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Zu Amazons Alexa-Partnern gehören The Verge zufolge alle großen PC-Hersteller wie HP, Lenovo, Asus und Acer. Die Integration erfolgt per separater Alexa-App, die im Frühjahr veröffentlicht werden soll. Einzige Auflage seitens Amazon sei die Verfügbarkeit von Mikrofonen mit Fernfeld-Spracherfassungstechnologie, die permanent das Hotword „Alexa“ oder „Computer“ erfassen kann. Alexa sei nicht nur auf Zuruf, sondern optional per Tastenkombination aktivierbar.

Alexa für Windows-10-Rechner: HP und Asus zeigen erste Geräte

Alexa-Lautsprecher oder Windows-Desktop? Der HP Pavilion Wave scheint beides zu sein. (Bild: HP)

Einige Hersteller haben auf des CES 2018 bereits erste Produkte mit Alexa-Unterstützung angekündigt. Zu ihnen gehört etwa HP mit dem Desktoprechner Pavilion Wave, der eher wie ein Lautsprecher aussieht und weniger wie ein klassischer PC, und auch Asus‘ Zenbook- und Vivobook-Modelle, die im Laufe des Jahres auf den Markt kommen sollen, werden Alexa unterstützen.

Ob Amazon die Alexa-App auch für auf dem Markt befindliche Windows-Geräte ohne Fernfeld-Technologie bereitstellen wird, ist nich unklar. Ein naheliegender Schritt wäre es dennoch, schließlich zeigte Amazon in den vergangenen Monaten starke Ambitionen, seinen Assistenten möglichst weit zu verbreiten.

Verzahnung von Cortana und Alexa verzögert sich

Alexa wird künftig auch mit Cortana interagieren können. Das kündigten die beiden Unternehmen im August 2017 an. So wird es mit dem Befehl „Cortana, öffne Alexa.“ möglich sein, Produkte bei Amazon zu bestellen oder andere Dinge zu erledigen, die mit Cortana nicht durchführbar sind. Umgekehrt soll Alexa die Outlook-Mails abrufen können.

Alexa und Cortana verstehen sich bald. (Bild: Microsoft)

Die Verzahnung der Dienste sollte ursprünglich schon 2017 bereitgestellt werden. Amazon verschob den Release aus unbekannten Gründen auf einen späteren Zeitpunkt. Mit der App liefert Amazon nicht nur die Möglichkeit, Alexa per Sprache zu steuern – sie soll außerdem einen identischen Funktionsumfang bieten wie die Smartphone- und die Web-App, mit der sich Dienste und Funktionen sowie Skills hinzufügen und verwalten lassen.

Das Timing für Amazons Reigen an Alexa-Ankündigungen kommt nicht von ungefähr. Einerseits nutzte das Unternehmen die CES schon 2017, um diverse neue Produkte und Partnerschaften anzukündigen. Zum anderen will Mitbewerber Google in den kommenden Tagen neue Funktionen für seinen Google Assistant zeigen. Mit der Salve an neuen Produkten, die Amazon bereits verschossen hat, dürfte Google es nicht einfach haben, nachzulegen.

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