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Alibaba ermöglicht den Autokauf am Automaten

Autokauf am Automaten. (Bild: Alibaba)

Autokaufen so leicht machen wie eine Flasche Cola ziehen? Alibaba will genau das mit einem Automaten für den Autokauf einführen.

Dass China kein Entwicklungsland in Sachen E-Commerce ist, sondern jetzt auch Vorreiter, zeigt mal wieder die E-Commerce-Plattform Tmall von Alibaba. Während es in den USA und Europa gang und gäbe ist, mindestens ein oder zwei Mal ins Autohaus zu gehen, eine Probefahrt zu machen, die Ausstattung des Wagens zu diskutieren und dann hart mit dem Autohändler zu verhandeln, soll in China die Auto-Bestellung per Automat ausgelöst werden. Tmall plant, den Auto-Verkaufsautomaten noch dieses Jahr zu launchen, wie Alizila berichtet. Bereits jetzt soll es einen ähnlichen Automaten in Singapur geben.

Der Kunde kann sich sein Auto aus einer Art Riesen-Automat, befüllt mit Autos, aussuchen. Große Wünsche und tausende Ausstattungsvarianten gibt es da vermutlich nicht. Stattdessen kann man nur auswählen, was auf Lager ist und „kaufen“ drücken. Wenn die Kreditauskunft von Alibaba grünes Licht gibt, wird eine Anzahlung fällig – zehn Prozent sind es normalerweise. Den Rest stottern die Chinesen über monatliche Raten ab. Ist alles über einen digitalen Screen geregelt, holt eine Automatik das Auto aus der Parklücke im Auto-Automaten und stellt es dem Kunden vor die Füße. Insgesamt soll der Kauf keine fünf Minuten dauern.

Tmall als Plattform für Flash-Sales von Autos

Alibaba hat auch in der Vergangenheit schon mit verschiedenen Online-Verkaufsmodellen für die Automobilindustrie experimentiert. Im vergangenen Jahr verkaufte Maserati 100 Autos in 18 Sekunden während eines Flash-Verkaufs auf Tmall, um die Eröffnung seines Flagship-Store auf der B2C-Plattform zu feiern. Die italienische Luxus-Marke Alfa Romeo folgte mit einem eigenen Flash-Sale im vergangenen März und verkaufte 350 Giulia Milano Autos in 33 Sekunden.

Autoindustrie umgeht stationären chinesischen Auto-Handel

Luxusfahrzeugmarken expandieren online in China, um die wohlhabenden und digital aktiven Verbraucher zu erreichen. Dabei umgeht die Autoindustrie ganz gern die stationären Autohäuser, da diese sich bemühen, vor allem chinesische Wägen zu vertreiben.

Schon heute ist China weltweit der größte Automobilmarkt. Bis 2020 soll es auch zum Top-Markt für Luxusfahrzeuge werden.

via www.alizila.com

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Eine Reaktion
Patrick

Das finde ich sehr spannend und habe vor einigen Wochen bereits über den Automaten in Singapur und in den USA geschrieben. Frequentierte Verkaufsflächen sind teuer, warum daher also nicht platzsparend an frequentierten Lagen in die Höhe bauen?

Wie lange wird es dauern bis wir erste Automaten (vielleicht von Amazon?) in Europa oder gar Deutschland haben?

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