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Gelbe Nerv-Bikes: Alibaba steckt 866 Millionen Dollar in Ofo

Ofo-Logo. (Bild: Testing/Shutterstock)

Das chinesische Bike-Sharing-Startup Ofo hat in einer von Alibaba angeführten Investitionsrunde 866 Millionen US-Dollar eingesammelt – frisches Kapital für die weitere Expansion.

In europäischen Großstädten sind die gelben Ofo-Fahrräder längst omnipräsent – wegen fehlender Abstellplätze finden sich die Bikes oft in Gebüschen, Kanälen oder auf der Straße wieder. Dabei ist das einst von Studenten in Peking gegründete Bike-Sharing-Startup Ofo eine Erfolgsgeschichte mit einer Bewertung von mehreren Milliarden Dollar. In einer Finanzierungsrunde, die von dem E-Commerce-Riesen Alibaba angeführt wurde, hat Ofo jetzt weitere 866 Millionen Dollar eingesammelt.

Bike-Sharing-Startup Ofo: Problem mit Abstellplätzen. (Bild: zhangjin_net/Shutterstock.com)

Das Geld dient der weiteren Expansion des Unternehmens, aber vor allem dem heftigen Schlagabtausch, den sich Ofo auf dem chinesischen Bike-Sharing-Markt mit dem Konkurrenten Mobike liefert. Hinter Mobike steht neben Apple-Zulieferer Foxconn auch der Medienkonzern Tencent, einer von Alibabas schärfsten Rivalen. Beide Startups kontrollieren gemeinsam 90 Prozent des Marktes in dem Riesenreich. Beide stecken – nicht zuletzt wegen des teuren Konkurrenzkampfs – in ständigen Geldnöten, wie Techcrunch schreibt.

Ofo versus Mobike: Hart umkämpfter Bike-Sharing-Markt

Allerdings ist der Markt für Leihfahrräder in China auch so schwer umkämpft. Zu Hochzeiten gab es mehr als 60 Startups in dem Bereich. In den vergangenen Monaten ist die sogenannte Bike-Sharing-Bubble offenbar geplatzt. Einer der wenigen verbliebenen ernsthaften Rivalen von Ofo und Mobike ist Bluegogo, das Ende 2017 zum Teil von Chinas größtem Fahrdienstvermittler Didi Chuxing geschluckt wurde.

Beobachter sehen in dem Zusammenschluss von Ofo und Mobike eine Möglichkeit, das Dilemma des kostenintensiven Ringens um Marktanteile zu beenden. Das allerdings haben Tencent und Alibaba einem Bericht zufolge ausgeschlossen. Wie groß die Rivalität ist, zeigt ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr. Nur einen Monat, nachdem Mobike über eine von Tencent angeführte Series-E-Finanzierung 600 Millionen Dollar einsammelte, legte Ofo nach. Alibaba und weitere Investoren pumpten 700 Millionen Dollar in das Startup.

Ofo hat eigenen Angaben zufolge weltweit über 200 Millionen Nutzer, ist in 250 Städten in 20 Ländern aktiv und hat mehr als zehn Millionen Fahrräder im Angebot.

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