Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Alibaba: 220.000-Quadratmeter-Logistikzentrum als Tor nach China

Alibaba hat ein 220.000-Quadratmeter-Logistikzentrum in Belgien angemietet. Im Bild: Recycling-Paket auf einer Paketstraße in einem Cainiao-Logistikzentrum. (Foto: Alibaba Group)

Alibaba will auf 220.000 Quadratmetern in einem belgischen Flughafen ein Logistikzentrum eröffnen. Das Tor nach China, nennt Alibaba das neue Projekt.

Die Logistiksparte der Alibaba Group, Cainiao Network, hat am 05. Dezember vom belgischen Flughafen Lüttich 220.000 Quadratmeter angemietet, um dort ein Logistikverteilzentrum zu errichten. Dort soll eine Drehscheibe für Sendungen nach China errichtet werden. Das Verteilzentrum ist Teil einer Wirtschaftsinitiative namens Electronic-World-Trade-Platform, die von Alibaba-Chef Jack Ma ins Leben gerufen wurde.

Alibaba Logistikverteilzentrum in Belgien eröffnet 2021

Anfang 2021 soll das neue Logistikzentrum in Betrieb genommen werden, der erste Abschnitt der neuen Anlage soll 75 Millionen Euro kosten und ist direkt im Flughafengelände integriert.

Laut Alibaba soll das neue Zentrum kleine und mittlere Unternehmen bei der Abwicklung ihrer Exporte unterstützen. Der Standort in Lüttich soll laut Alibaba als Tor nach China fungieren. Einen Wachstumskurs hat Alibaba schon vorgegeben: In den nächsten fünf Jahren sollen von Lüttich aus Produkte „im Wert von 200 Milliarden US-Dollar aus der ganzen Welt“ nach China exportiert werden.

Belgische Regierung unterzeichnet Absichtserklärung zu Jack Mas Wirtschaftsinitiative

Hintergrund des Immobiliendeals ist eine Wirtschaftsinitiative namens Electronic-World-Trade-Platform (Ewtp), die von Alibaba-Gründer Jack Ma ins Leben gerufen wurde. Im August 2016 hatten die G20-Gipfelteilnehmer die Ewtp in ihrer Abschlusserklärung zur Kenntnis (PDF) genommen, Alibabas Bemühungen haben damit einen Achtungserfolg erreicht.

Die Initiative soll eine Art digitale Seidenstraße für kleine bis mittlere Unternehmen darstellen und als offene Plattform konzipiert sein. Ma bezeichnete in einer Veröffentlichung der B20, den Interessensvertretern der Weltwirtschaft während der G20-Gipfel, die Initiative als „Ergänzung“ zur World-Trade-Organisation. Er betonte dabei, dass die Infrastruktur nicht nur von China und Alibaba kommen solle.

Trotz dieser Erklärungen wird Alibaba stark von der Ewtp profitieren: Das Logistikzentrum ist Teil der Infrastruktur der Ewtp, die für China vor allem von Alibaba gestellt wird. Die Errichtung des Logistikzentrums ist mit wirtschaftspolitischen Vorhaben verknüpft, die letztlich in einer Art virtuellen Freihandelszone für kleine bis mittlere Unternehmen münden sollen. Eine Freihandelszone geht immer in zwei Richtungen, auch wenn Alibaba in seiner Unternehmensmeldung nur von Importen nach China spricht, hat die Drehscheibe auch die Aufgabe Exporte aus aller Welt nach Europa zur erleichtern.

Die belgische Regierung hat eine Absichtserklärung zur Einführung der Ewtp unterzeichnet. Belgiens Premier sieht in der Einführung der Ewtp „eine hervorragende Chance für die Exportsteigerung und weitreichende wirtschaftliche Vorteile für die Gesellschaft wie beispielsweise Beschäftigungsmöglichkeiten für Lüttich.“

Passend zum Thema

 

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.