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Alibaba: Jack Ma will den Umsatz bis 2020 verdoppeln – auf 1 Billion Dollar

(Screenshot: WSJ.com)

Alibaba hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2020 will Jack Ma eine Billion Dollar umsetzen. Um diesen Plan zu realisieren, will er künftig nicht nur mit E-Commerce Geld verdienen.

Alibaba will sich stärker auf Daten als auf E-Commerce fokussieren. (Foto: osde8info / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Dass Jack Ma große Ziele hat, wäre eine maßlose Untertreibung – der Alibaba-Chef hat gigantische Ziele. Bis 2020 will er den Umsatz der E-Commerce-Plattform verdoppeln, er läge dann bei einer Billion Dollar. Das kündigte Ma auf dem ersten Investorentreffen in Hangzhou an. Im vergangenen fiskalischen Jahr kam Alibaba noch auf einen Umsatz von 469 Milliarden Dollar.

Sein ehrgeiziges Billionen-Ziel will das Unternehmen aber nicht nur mit seiner Königsdisziplin, dem Onlinehandel, erreichen. Die Wachstumsstrategie drehe sich um Aliyun, die Cloud-Computing- und Big-Data-Sparte, so Jack Ma. Alibaba sei kein Handels-, sondern ein Datenkonzern. Alles, was das Unternehmen nun mache, ziele darauf ab, Daten zu sammeln. Damit meint der Firmenchef auch Angebote wie Alipay, seinen Mobile-Payment-Dienst.

Alibaba setzt auf die Macht der Daten

Wie man mit den Daten Geld verdienen will, wisse man noch nicht, wird Jack Ma von Techcrunch zitiert. „Aber wir wissen, dass niemand in Zukunft ohne Daten leben kann.“ Dass der Konzern ganz auf E-Commerce verzichten wird, ist allerdings unwahrscheinlich: Alibaba hat erst kürzlich eine Milliarde Euro für das von Rocket Internet aufgebaute Startup Lazada gezahlt, auch in die Plattform Paytm investierten die Chinesen.

Obwohl er die Umsätze als Referenzwert für 2020 präsentiert, wies Ma gleichzeitig darauf hin, dass Alibaba nicht nur auf sein Gross Merchandising Volume (GMV) reduziert werden sollte – die Daten würden sich überholen, je mehr man andere Geschäftsmodelle entwickle. Das GMV sei nicht der einzige Erfolgsindikator, so Ma.

Bis 2020 hat er sich dementsprechend auch noch ein weiteres ambitioniertes Ziel gesetzt: die Kundenzahl weiter zu erhöhen. Bis 2020 will Alibaba zwei Milliarden Nutzer für sich gewinnen. Größere Expansionen dürften dementsprechend kurz bevorstehen.

 

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4 Kommentare
grep

Hallo …,

Geld ist Macht und Dummheit lacht; Datenhandel ist ein florierendes aber infernales Geschäft … dass wir als Betroffene / Opfer jeden Tag dulden / zulassen.

Die Summe unserer Daten stellen eine sich kumulierende, permanente Gefahr für uns (sowohl als Individuen als auch als Kollektiv) dar – wir werden berechenbar, wortwörtlich.

Ciao, Sascha.

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Twittelatoruser
Twittelatoruser

Es zeugt nicht von einem hohen IQ, umso mehr Absolutheitsansprüche getätigt werden. Es ist vollkommen falsch zu behaupten, dass alle berechenbar werden. Denn es sagt eher aus, dass man nur einen engen Kontext betrachtet und man nicht über den Tellerrand blicken kann. Soweit ich von den Medien mitbekomme, ist es etwas besorgniserregend, wie sorglos und ohne Beachtung von möglichen Folgen teilweise mit recht privaten Daten umgegangen wird. Aber ich kenne mehrere Leute (enger), die auf deren eigenen Datenschutz && Privatsphäre achten und nicht egoistisch auch auf Daten anderer achten. 1984 ist nicht gänzlich unbekannt. Deshalb kommt es sicherlich nicht zu diesem Extrem. Dass man aber wegen dieser Erfahrung nicht rücksichtlos mit den Daten umgehen sollte, dafür sind z.B. diese Artikel toll, die darauf aufmerksam machen.

Diejenige Person, die daran glaubt, dass wegen dem Buzzword Big Data die Menschheit berechenbar wird, muss extrem naiv sein. Als Analogie führe ich die Meteorologie an. Dort wird eine sehr große Big Data Sammlung betrieben. Können wir dadurch auch nur ab ca. 4 Tagen oder mehr zuverlässig das kommende Wetter vorhersagen? Sogar eine Vorhersage für den nächsten Tag ist nie 100%ig zuverlässig. Big Data ist nur ein blödes Buzzword und eine extreme Banalität, weil absolut jeder weiß, dass durch mehr Daten UND einigermaßen korrekten Folgerung einen gewissen Grad an Vorhersagen ermöglicht.

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Twittelatoruser
Twittelatoruser

Sorry, ich sollte wohl, auch wenn im mobilen Gerät unbequem, Texte mind. ein Mal korrekturlesen. Z.B. meinte ich statt „und nicht egoistisch auch auf Daten anderer achten.“ eigentlich „und sind nicht so egoistisch auf Daten anderer nicht zu achten“.

grep

Hallo Twittelatoruser,

dass ist ihre Sichtweise der Dinge, die mich nicht interessiert … !
Gute Besserung.

Ciao, Sascha.

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