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Allen Antworten: Office 365 soll außer Kontrolle geratene Mail-Ketten stoppen

(Foto: VDB Photos / Shutterstock)

Microsofts Office 365 soll zukünftig verhindern, dass Allen-antworten-Ketten außer Kontrolle geraten. Von der Funktion profitieren zunächst nur sehr große Organisationen.

Die in Office 365 enthaltende Mail-Hosting-Lösung Exchange Online soll zukünftig sicherstellen, dass E-Mail-Ketten nicht völlig außer Kontrolle geraten und im schlimmsten Fall die gesamte Produktivität eines Unternehmens lahmlegen können. Solche Nachrichtenketten entstehen, wenn Mitarbeiter auf eine E-Mail, die an einen großen Teil Belegschaft gesendet wird, mit der Funktion „allen antworten“ reagieren. Dann bekommen nicht nur alle ursprünglichen Empfänger die Antwort, sondern oft schreiben dann andere auch eine Antwort, die dann wieder von anderen beantwortet wird, bis im Zweifel der gesamte interne Mailverkehr von diesen Nachrichten überschwemmt wird.

Allen Antworten: Microsoft will außer Kontrolle geratene Mailketten stoppen. (Screenshot: Microsoft)

Exchange Online erkennt solche Mailketten zukünftig, wenn innerhalb von einer Stunde mindestens zehn Mails an mehr als 5.000 Empfänger versendet werden. Anschließend blockiert die Software alle Nachrichten an diesen Mail-Thread für vier Stunden. Die Lösung ist eindeutig nur für große Organisationen gedacht, Microsoft hat auf dem Unternehmensblog jedoch angekündigt, die Funktion zukünftig weiter anzupassen. Nach Firmenangaben könnte es zu einem späteren Zeitpunkt auch vom jeweiligen Administrator anpassbare Schwellenwerte geben. Auch die Blockierungsdauer könnte zu einem späteren Zeitpunkt selbstdefiniert werden.

Allen antworten: Wenn eine Rundmail zum Problem wird

Microsoft selbst hat eine gewisse Erfahrung mit dem Problem, das im englischsprachigen Raum als Mail-Storm bekannt ist. 1998 führte eine außer Kontrolle geratene Mailkette, die 25.000 Empfänger hatte, zum Versand von rund 15 Millionen E-Mails und einem Datenaufkommen von 195 Gigabyte. Auch der Bundestag hat bereits mit dem Problem zu kämpfen: 2012 führte die Mail einer Mitarbeiterin des Parlaments zu einer solchen Mailschwemme, dass einige Abgeordnete sogar von abgestürzten iPads berichteten. Außerdem soll es zu Verzögerungen von bis zu 30 Minuten beim Mailempfang gekommen sein.

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