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Alles nur Hype? Viele „KI-Startups“ setzen die Technologie gar nicht ein

KI im Einsatz. (Foto: Shutterstock)

40 Prozent aller europäischen „KI-Startups“ nutzen die Technologie kaum oder sogar gar nicht. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor.

Nicht überall, wo KI draufsteht, ist auch KI drin. Zu dieser Erkenntnis kommt das Londoner Risikokapitalunternehmen MMC Ventures. Von 2.830 europäischen Jungunternehmen, die als KI-Startups gelten, sollen nur 1.580 diesen Titel wirklich verdienen. Rund 40 Prozent von ihnen setzen künstliche Intelligenz hingegen gar nicht oder nur in einem sehr geringen Umfang ein.

MMC-Forschungsleiter David Kelnar weist gegenüber Forbes jedoch darauf hin, dass die Firmen sich nicht notwendigerweise selbst als KI-Startups bezeichnen. In vielen Fällen seien es Drittanbieter wie Crunchbase, Pitchbook oder CB Insights, die den Firmen fälschlicherweise diesen Titel geben. Allerdings haben die vermeintlichen KI-Startups auch kaum einen Anreiz, die Fehleinschätzung zu korrigieren. Denn Startups aus dem KI-Bereich erhalten zwischen 15 und 50 Prozent mehr Risikokapital als andere Technologie-Startups.

Immer mehr Firmen setzen auf künstliche Intelligenz

Laut MMC Ventures nutzt jedes zwölfte Startup heute KI für seine Produkte oder Dienstleistungen. Vor sechs Jahren war es nur jedes 50. Startup. Am häufigsten kommt die Technologie bei Chatbots und der Prozessautomation zum Einsatz. Auch Großkonzerne setzen immer stärker auf KI. Derzeit sollen zwar nur 14 Prozent von ihnen bereits KI-Systeme einsetzen, innerhalb der nächsten zwei Jahre soll der Anteil jedoch auf zwei Drittel der Großunternehmen ansteigen.

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