News

Allianz gegen Uber: Google-Schwester kooperiert bei autonomen Autos mit Lyft

(Foto: Lyft)

Die Google-Schwester Waymo versucht nicht nur das Programm für autonome Autos des Fahrdienst-Vermittlers Uber vor Gericht zu stoppen. Jetzt rüstet sie Ubers schärfsten Konkurrenten auf. 

Der Uber-Rivale Lyft wird autonome Autos mit Technologie der Google-Schwesterfirma Waymo testen. Die Unternehmen gaben am späten Sonntag eine Allianz bekannt. Die Ankündigung verstärkt den Druck auf den führenden Fahrdienst-Vermittler Uber. Waymo versucht bereits Ubers eigenes Programm zur Entwicklung selbstfahrender Autos mit dem Vorwurf des Technologie-Diebstahls vor Gericht zu stoppen. Jetzt rüstet die Firma hinter den bekannten Google-Autos den schärfsten Konkurrenten von Uber in den USA auch noch mit ihrer seit Jahren entwickelten Technik aus.

Uber hat sich angeblich vertraute Informationen zu Nutze gemacht

Mitgründer und Chef Travis Kalanick erklärte, dass die Zukunft von Uber davon abhänge, ob der Fahrdienst-Vermittler eigene Systeme für autonome Autos entwickeln kann. Aber der Streit mit Waymo droht das Projekt lahmzulegen.

Die Google-Schwesterfirma behauptet, dass ihr früherer Top-Entwickler Anthony Levandowski in großem Stil vertrauliche Informationen zu Uber mitgenommen habe. Uber bestreitet, dass die Firma solches Wissen verwendet oder auch nur davon gewusst habe. Der zuständige kalifornische Richter fand die Vorwürfe aber so begründet, dass er in einem für Zivilverfahren äußerst ungewöhnlichen Schritt Staatsanwälte für Ermittlungen wegen des Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen einschaltete.

Waymo konnte bereits Fiat Chrysler als Partner gewinnen

Lyft ist bisher nur in den USA aktiv, während Uber weltweit expandiert. Selbst im Heimatland hat Lyft dabei einen deutlich kleineren Marktanteil als Marktführer Uber. Durch die bescheideneren Wachstumsambitionen verbrennt Lyft aber auch nicht wie Uber Milliarden pro Jahr. Profitabel ist allerdings auch noch kein Anbieter in dem Geschäft. Bei Lyft stieg 2015 auch der Autoriese General Motors ein.

Zusätzlich pikanter macht die Situation, dass der Google-Mutterkonzern Alphabet, zu dem auch Waymo gehört, ein wichtiger früherer Uber-Geldgeber ist. Kalanick brachte Uber auf Kollisionskurs als er die Entwicklung eigener Technik für autonome Autos anstieß – damit nicht der ganz Markt an Google falle, sagte er mehrfach. Waymo gewann bisher Fiat Chrysler als Partner aus der Autobranche, während viele Hersteller und Zulieferer an eigenen Systemen arbeiten. /dpa

Ebenfalls spannend: 

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung