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Allo: Ein erster Blick auf Googles neuen Messenger – Release wohl diese Woche

 (Bild: Google; Android Police)

Googles Messenger Allo wird sehr wahrscheinlich am 21. September veröffentlicht. Ein erster Blick auf die WhatsApp-Alternative macht Lust auf mehr – einige Sticker-Packs sind allerdings NSFW.

Googles Allo soll am 21. September veröffentlicht werden

Allo ist Mai im Zuge der Google I/O 2016 neben der Videochat-App Duo vorgestellt worden. Bis heute hat Google keine Anstalten gemacht, seinen neuen Messenger zu veröffentlichen. Das soll sich noch diese Woche ändern, wie der gut vernetzte Techleaker Evan Blass, auch bekannt als @evleaks, auf Twitter berichtet. Seinen Infomationen zufolge wird die WhatsApp-Alternative schon diese Woche freigegeben – und zwar am kommenden Mittwoch, den 21. September. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Google Allo: Schicke Animationen und Whatsapp-Features

Google hatte auf der Entwicklerkonferenz Google I/O neben der bereits veröffentlichten den Messenger Allo gezeigt, der mit dem Google-Assistent verzahnt ist. Mithilfe von AI und Machine Learning kann Allo den Nachrichtenverlauf ständig analysieren und dadurch Vorschläge für schnelle Textantworten anbieten. Diese passen sich nach und nach dem Sprachstil des Nutzers und dem Inhalt der Unterhaltung an.

Was der neue Messenger konkret zu bieten hat, zeigen die Blogger von Android Police, die einen tieferen Blick werfen konnten. So wird Allo beispielsweise zum einen Sprachnachrichten übertragen können, was von manchen schon bei Whatsapp als eines der Killerfeatures betrachtet wird. Interessant: Android Police ist der Ansicht, dass das Interface inklusive der Art der Bedienung sehr stark an das von Whatsapp erinnert:

So sieht die Aufnahme von Sprachnachrichten bei Allo aus. (Bild: Android Police)
So sieht die Aufnahme von Sprachnachrichten bei Allo aus. (Bild: Android Police)
und so bei WhatsApp. (Bild: Android Police)
... und so bei WhatsApp. (Bild: Android Police)

Allo unterstützt das Versenden und Empfangen von Medien wie Video, Fotos und animierten GIFs. Im Unterschied zu Whatsapp lassen sich leider keine Dokumente versenden. Dafür können in Allo Fotos und Bilder (keine GIFs) mit Annotationen als Text oder Zeichnung und neuen Farben versehen werden. Diese lassen sich auch rückgängig machen. Erwähnenswert ist zudem der hohe Komprimierungsgrad der Bilder: Ein Bild, das mit 2,89 Megabyte und einer Auflösung von 4.160 x 2.340 Pixeln versendet wurde, hatte auf der Empfängerseite eine Größe von winzigen 89 Kilobyte mit 1.040 x 585 Pixeln. Trotz der starken Kompression war die Qualität laut Android Police noch sehr ordentlich.

Einfügen von Medien in den Allo-Chat.

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Allo: Freche Sticker-Packs und Verbindung mit dem Google-Konto

Juli the Bull ist eines der frechsten Sticker-Packs in Allo. (Screenshot: Android Police)
Juli the Bull ist eines der frechsten Sticker-Packs in Allo. (Screenshot: Android Police)

Für den Chat-Spaß hat Google für Allo ein reichhaltiges Sortiment an Sticker-Packs in petto, das zum Teil auch als #NSFW („Not safe for work“ übersetzt: “Unangemessen für den Arbeitsplatz“) kategorisiert werden könnte. Wie Android Police schreibt, wird Allo voraussichtlich mit drei Sticker-Packs ausgeliefert, wobei 24 weitere nachträglich nachinstalliert werden können. Die Packs können nach eigenen Wünsch unter „Meine Sticker“ sortiert werden. Jedes der Sticker-Packs enthält jeweils circa 24 Sticker.

(Screenshot: Android Police)

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Eines der kuriosesten oder frechsten Sticker-Packs ist „Julio the Bull“, der als geschickter Verführer und „hitzköpfiger Fitness-Süchtiger“ beschrieben wird. Julio the Bull ist aber nicht das einzige Sticker-Pack, das ein wenig sexuell konnotiert ist. In Allo sind unter anderem auch „Coole Bohnen“ mit Kondom und der Nachricht „Rubber up!“ und „Kind of perfect Lovers“ mit der Aussage „Send Pics“ zu finden. Für Kinder sind diese eher nicht geeignet. Ob diese umstrittenen Sticker-Packs überhaupt ihren Weg in die finale Allo-Version finden, bleibt abzuwarten.

Ein weiteres interessantes Detail, das Android Police entdecken konnte, ist die Möglichkeit, Allo mit seinem Google-Konto zu verknüpfen – bisher hieß es, dass wie bei Whatsapp eine Telefonnumer vonnöten sei. Die Verbindung mit dem Google-Konto scheint mit dem Google-Assistant zu tun haben, mit dem die „Allo-Experience“ verbessert werden soll. Außerdem können schon veröffentlichte Chatnachrichten wieder gelöscht werden – bei Hangouts ist das leider nicht möglich. Es muss außerdem erwähnt werden, dass Chats in Allo standardmäßig nicht verschlüsselt sind, lediglich im „Secret-Chat“ bietet der Messenger eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Daher kann Allo nur bedingt als Whatsapp-Alternative betrachtet werden.

Google Allo
Google Allo
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
Auch lesenswert: Allo: Warum Googles neuer Messenger kein WhatsApp-Killer ist und Android 7.0: Welche Geräte bekommen das Nougat-Update?

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8 Reaktionen
ati

Viel mehr als irgendwelche Sticker interessiert mich, ob es auch so unabhängig ist von Plattformen und Telefonnummern wie Skype, oder so beschränkt wie das bekloppte WhatsApp.

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Twittelatoruser

Im Text steht noch immer, dass Google Allo angeblich eine WhatsApp-Alternative sein. Das ist es aber nicht und sogar datenschutzrechtlich viel schlimmer, da es überhaupt nicht verschlüsselt ist. Das sollte im Artikel erwähnt worden sein, was noch immer nicht ist. Das empfinde ich als Nachlässigkeit, weil man als Autor nicht erwarten darf, dass Leser die vorhergehenden Artikel gehen.

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Andreas Floemer

Du hast Recht, ich werde das noch einarbeiten.

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Twittelatoruser

Vielen Dank, ich rechne es hoch an, dass man menschlich natürliche Fehler (vergessen der Erwähnung des Umstandes) auch nach ca. einem Monat korrigiert.

@Alle: Als sicherere Alternative empfehle ich Signal oder Threema (beides für iOS und Android verfügbar). Letzteres hat keine Performance-Probleme (z.B. bei Neuregistrierung), aber es kostet und ist nicht OpenSource verfügbar (sicherlich damit nicht plötzlich gute Konkurrenten entstehen können und Threema dadurch erhebliche finanzielle Verluste bis ein Bankrott verspüren könnten - aber es gab viele Tests wie von dem namhaften Heise-Verlag c't, was möglichst alle Versprechen von threema.ch überprüfte und nach Jahren noch immer keinen Widerspruch gefunden haben - es soll noch nicht einmal von heartbleed.com betroffen gewesen sein, weil sie nicht den Algorithmus vom System zum Implementieren der Verschlüsselung verwenden, sonst war iOS, macOS, Linux und alle Apps auf den Systemen betroffen, die inzwischen alte Systembibliothek OpenSSL verwendeten). Jedoch ist Threema potentiell sicherer als Signal, weil es die Metadaten besser verstecken kann.
Und beachtet: Snowden hat Signal zwar empfohlen, aber weil es nicht nur für Nerds, Geeks oder ähnliche gut nutzbar ist. Threema ist noch einfacher, aber für den Wechsel des Telefons muss man aber die Threema ID sichern (um es natürlich auf dem neuen Telefon wiederherzustellen). Bei Signal sollte man zusätzlich wissen, dass die Gesprächspartner für eine sichere Kommunikation sich vorher authentifizieren sollten (also im Chat mit dem Gesprächspartner wie bei WhatsApp auf den Namen tappen und vom Partner den QR-Code scannen, was bei WhatsApp beinahe sinnlos ist, da es vom Gesprächspartner automatisch geänderte öffentliche Schlüssel akzeptiert und dadurch die NSA ohne Aufwand dennoch belauschen kann, außer man stellt in den Einstellungen ein, dass man bei Änderung des öffentlichen Schlüssels gewarnt wird).

Peter

Oh nein, Google will am Ende wirklich mehr als deine Telefonnummer, nämlich die Verbindung mit dem Google-Konto? Wow, wer hätte das Gedacht.

Morgen bringt ihr dann die News, dass Whats App eventuell auch das Facebook-Konto als Verknüpfung haben will... damit rechnet auch keiner.

Es geht halt um Daten... Google und Facebook müssen und wollen in Zukunft überall wissen, was Nutzer wie machen und das geht immer am besten, wenn etwas fair und kostenlos ist und erst im Nachgang, wenn es alle nutzen, unfair oder kostenpflichtig wird.

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Twittelatoruser

Warum wird dies nicht erwähnt (bei Andeoid Police und diesem Artikel, falls sie nicht schweigend aktualisieren ohne wenigstens einen Hinweis darauf)?

http://www.zdnet.de/88269959/edward-snowden-google-allo-ohne-standardverschluesselung-ist-gefaehrlich/

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Andreas Floemer

Das ist nicht neu – ich bin in diesem Artikel umfangreich darauf eingegangen: https://t3n.de/news/allo-googles-neuer-messenger-711265/

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Twittelatoruser

Natürlich ist das nicht neu, aber vor allem wenn man selbst so einen Artikel hatte, gehört es eigentlich zum Anstand dies wenigstens per Link auf den Artikel noch einmal hinzuweisen.

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