Analyse

Alternative Traffic-Quellen: Warum du nicht nur auf Google setzen solltest

Seite 2 / 2

Soziale Netzwerke

Nutzt du schon Facebook, Twitter oder Xing, um deine Website mit Traffic zu versorgen? Gerade Websites mit spannenden oder aktuellen Inhalten werden dort häufig geteilt – vorausgesetzt, du machst das Teilen deiner Inhalte so einfach wie möglich.

Überlege dir gut, wo deine Zielgruppe interagiert und beschäftige dich mit den Portalen. Dabei ist nicht unbedingt relevant, ob der Traffic viel Umsatz generiert. Die generierten Besucher bringen viele andere Vorteile mit sich, darunter mehr Nähe zum Kunden und ein intensiverer Austausch.

11-social-media-traffic

Screenshot: Google Analytics

Gut gepflegte Accounts werden darüber hinaus häufig verlinkt und generieren somit mehr Aufmerksamkeit in Suchmaschinen. Ein Unternehmen kann seine Marke somit auf anderen Kanälen platzieren und reduziert das Risiko, dass sich Wettbewerber am eigenen Marken-Traffic bedienen.
Die breite Masse ist auf Facebook aktiv, berufliche Anknüpfungspunkte findest du auf Xing und Linkedin, fotolastige Inhalte funktionieren am ehesten auf Instagram und Pinterest. Sehr junges Publikum findet sich zudem auf Snapchat und Youtube.

PPC-Modelle

Google Adwords und Facebook Ads sind die gängigsten Kanäle dieser Unterkategorie, es gibt aber noch mehr. Oft unterschätzt werden beispielsweise Bing Ads. Der Traffic-Gewinn ist zwar deutlich niedriger als über Adwords, doch der zusätzliche Aufwand hält sich in Grenzen. Außerdem ist der Wettbewerb geringer, was die Kosten senkt.
PPC-Modelle sind interessant, weil sie zum einen eine zielgruppengenaue Kundenansprache und zum anderen eine performancebasierte Abrechnung ermöglichen. Sie lassen sich zudem sehr gut messen, flexibel einplanen und schnell skalieren. Interessant sind auch sogenannte Remarketing-Anzeigen, die in der Regel eine höhere Konversionsrate an den Tag legen.

Affiliate-Marketing

Affiliate-Marketing bietet sich als zweite Performance-orientierte Traffic-Quelle vor allem für Online-Shops an. Anstatt pro Klick wird hier in der Regel pro Lead oder Sale abgerechnet. Es ist insofern eine erfolgsabhängige Vergütung, sowohl auf Seiten der Werbetreibenden als auch der Onlinehändler.
Mit Zanox, Affilinet und Adcell gibt es bereits mehrere große Plattformen, an die du dich leicht andocken kannst. Nutze die Reichweite dieser „Marktplätze“, um möglichst viele Seitenbetreiber für deine Zwecke einzuspannen und von ihrer Reichweite zu profitieren.

Bannerwerbung

Für Nutzer lässt sich Bannerwerbung schwer von Affiliate-Marketing unterschieden. Der Unterschied liegt in der Bezahlung der Werbeplätze. Während Affiliate-Marketing erfolgsabhängig bezahlt wird, ist bei Bannerwerbung eine TKP-basierte Vergütung üblich.
Wichtig ist deshalb eine Werbeeffizienz-Analyse. Wenn du dich auf einer stark frequentierten Website auf TKP-Basis einkaufst. solltest du aber immer Obergrenzen festlegen oder Traffic-Pakete buchen, weil die Kosten sonst schnell aus dem Ruder laufen. Gezielt eingesetzt, kann Bannerwerbung jedoch ein interessanter Traffic-Kanal sein.

Offline-Werbung

Auch wenn sich die Informationsbeschaftung weiter ins Internet verlagert, finden sich potenzielle Traffic-Quellen in der klassischen Offline-Werbung. Hier ein paar Ideen, die du durchdenken solltest:

  • PR-Arbeit: Baue Kontakt zu Redakteuren in für dich wichtigen Zeitungen auf. Das ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Fakt ist: Es lohnt sich! Ein Zeitungsartikel kann relevanten Traffic auf die eigene Website spülen und hat teilweise mehr Einfluss als klassische Online-Maßnahmen. Mit etwas Glück fällt durch die Veröffentlichung auf dem Onlineportal der Zeitung darüber hinaus ein Backlink ab.
  • Plakatwerbung: Es ist schwierig, den Erfolg von Plakaten zu messen. Setze sie deshalb regional ein und evaluiere, wie viel mehr Besucher deiner Website aus der jeweiligen Region kommen. Plakatwerbung lohnt sich vor allem, wenn sie innovativ oder provokativ ist. Gute Beispiele lieferten Lieferando und Sixt.
  • Fernsehen: Fernsehwerbung ist teuer, teilweise aber sehr effektiv. Entscheidend ist die Platzierung, also der richtige Zeitpunkt und Fernsehkanal. Stimmt sie, sorgt das für viel Traffic. Alternativ funktionieren ebenso Fernsehbeiträge im Rahmen von Nachrichten oder Fernsehshows. Zahlreiche Beispiele lieferte erst kürzlich „Die Höhle der Löwen“ (http://www.onlinemarketingrockstars.de/fernseh-traffic-das-passiert-wenn-du-deinen-shop-in-der-hoehle-der-loewen-vorstellst/).
  • Radio: Die Produktion von Radiospots ist nicht so teuer wie bei Fernsehspots, zudem sind sie auch in kleinen Mengen buchbar. Achte darauf, wie viele Websites im Radio beworben werden und urteile selbst, ob es sich lohnen kann. Ein kleiner Testballon lässt sich im Erfolgsfall leicht skalieren.
  • Stadionwerbung: Schaust du gerne Fußball? Dann ist dir sicherlich schon aufgefallen, wie viele Websites mittlerweile im Stadion beworben werden. Wir selbst haben diverse Kunden betreut, die über Stadionwerbung relevanten Traffic auf die Website gespült haben. Ausschläge während der TV-Übertragung sind meist deutlich sichtbar. Da es sich aber um einen sehr kostenintensiven Kanal handelt, sollte damit vorsichtig umgegangen werden.
  • Flyer: Auch der gute, alte Flyer funktioniert in einigen Fällen noch immer. Mir bleibt er in zwei Momenten besonders im Kopf hängen: bei Diskobesuchen und Amazon-Bestellungen. Landen sie stattdessen im Briefkasten, wandern sie direkt in den Müll. Teste Flyer und urteile selbst, die Kosten einer Kampagne halten sich in Grenzen und lassen sich bei regionaler Aussteuerung gut über die Webanalyse auswerten.

Fazit

Das Universum unterschiedlicher Traffic-Quellen ist groß. Es lohnt sich, nicht nur an Google zu denken. Suchmaschinen sind und bleiben ein wichtiger Kanal, für viele Unternehmen ist Diversifizierung aber überlebenswichtig. Und mit etwas Glück zahlen die genannten Maßnahmen durch positive Nutzerdaten sogar auf dein Ranking ein, obwohl das nie beabsichtigt wurde.

Ebenfalls interessant: 10 Tipps für eine bessere Stellenanzeige mit mehr Traffic und Facebook stellt Analytics-Funktion für Messenger-Bots vor

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

5 Kommentare
Rolf
Rolf

Das nenne ich gut platzierte Eigenwerbung!

Antworten
Mario Jung
Mario Jung

Hallo Rolf,

danke für Dein Kommentar.
Wie ich im Bereich Gastartikel geschrieben habe, war das natürlich auch eine Intension des Artikels. Ich halte Dich gerne auf dem Laufenden, ob es etwas gebracht hat ;)

Gruß,
Mario

Antworten
mbs
mbs

eine empfehlung für billiger.de welche durch klickbetrug bekannt sind, schließt auf sehr schlechte recherche.

Antworten
mbs
mbs

und auch noch vergessen spam refs aus der datenansicht zu nehmen. ganz großes tennis :D

Antworten
Mario Jung
Mario Jung

Hallo mbs,

ja, auf den Klickbetrug sind wir schon öfter hingewiesen worden.
Wir betreuen allerdings 2 Projekte bei billiger.de mit sehr guten Zahlen und Erfolgen. Auch wenn das so im Raum steht, kann ich absolut empfehlen sich mal mit billiger.de auseinander zu setzen. Wenn die Conversion nicht stimmt, sollte das natürlich hinterfragt werden.

Ich finde das Thema aber spannend und Deinen Einwand berechtigt. Ich würde mich freuen, wenn auch noch andere hier in den Kommentaren Ihre Erfahrungen dazu Preis geben würden.

In Bezug auf die spam refs.
Kein Sorge, sind mir auch ein Dorn im Auge. Aber mehr als ein Ticket im System einstellen kann ich leider nicht (bzw. habe keinen Zugriff) und wie das manchmal so ist, bestimmte Tickets stehen in der Prio immer hinter anderen Dingen.
Ich dachte mir aber, dass die Screenshots trotzdem ganz gut passen. Aber da kann natürlich jeder seine eigene Meinung haben.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung