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Alto: Innovativer Web-E-Mail-Client von AOL im Überblick [Galerie]

Aol hat einen neuen E-Mail-Client vorgestellt, der komplett im Browser läuft und keine Installation benötigt. Alto funktioniert dabei wie ein herkömmlicher Mail-Client und ruft E-Mails via IMAP ab. Unterstützt werden momentan Mail-Adressen von Google, Yahoo, Aol und Apple. Alto überzeugt vor allem durch eine schicke Optik und praktische, innovative Features.

Aol und das Image

Aol wird vielen Nutzern noch ein Begriff für nervige Werbe-CDs und unpraktische Internet-Einwahlsoftware aus der Frühzeit des Internets sein. Um den neuen E-Mail-Client Alto fair beurteilen zu können, sollte man diesen Vorurteile einmal über Bord werfen und versuchen dieses Produkt nüchtern zu betrachten.

Vollwertiger Mail-Client im Browser

Hinter dem kurzen Namen Alto verbirgt sich ein IMAP-Mail-Client für den Browser. Alto kommt also ohne lokale Installation aus und kann bis zu fünf fremde E-Mail-Accounts verwalten. Alto-Nutzer erhalten auch keine neue E-Mail-Adresse, worin sich der Dienst schon einmal grundlegend von der Konkurrenz unterscheidet. Bisher können Mail-Adressen der Anbieter Google, Yahoo, Aol und Apple eingerichtet und verwaltet werden. Alto benötigt auch keine eigenständigen Login-Daten. Alto identifiziert den User, indem es auf die Daten der bestehenden Mail-Adressen zugreift.

Die Alto-Oberfläche erinnert an andere gängige Mail-Clients.

Alto sortiert Mails in Stacks

Nach dem ersten Login erhält der User eine nette Einführung in Form eines Videos und kriegt so gleich die wichtigsten Funktionen von Alto erklärt. Prinzipiell handelt es sich dabei um einen herkömmlichen Mail-Client, jedoch bietet Alto zusätzlich einige innovative Features an:

Alto ordnet die E-Mails in verschiedenen Stapeln an
  • E-Mails können in sogenannten "Stacks" abgelegt werden. Dabei kann ein solcher Stapel durch verschiedene Kriterien zustandekommen.
    • Social Networks: Alto sortiert alle Benachrichtigungen von Social Networks wie Facebook oder Google+ automatisch in einen gemeinsamen Stapel ein
    • Daily Deals: Auch tagesaktuelle Angebote, etwa von Groupon, können von Alto automatisch in einem Stapel abgelegt werden.
    • Angebote: Reguläre Angebote und Newsletter von Shops und Händlern werden gefiltert und gemeinsam abgelegt.
    • Individuell: Stapel können auch wie normale Filter eingesetzt werden. Das heißt, ein Stapel kann auch nur Mails eines bestimmten Absenders oder bestimmte Keywords enthalten.
  • Auch Anhänge werden in einem Stapel abgelegt. Damit ergibt sich eine schicke und übersichtliche Ansicht aller Dateianhänge im eigenen Postfach. In den Pressebildern von Aol ist auch erkennbar, dass Alto pdf- und Office-Dokumente direkt im Browser öffnen können soll. Bisher ist diese Funktion allerdings noch nicht verfügbar.
  • Aus allen Bildern im eigenen Posteingang erstellt Alto ebenfalls einen Stapel mit einer schicken Galerie-Ansicht. So können ganz bequem alle Bilder im eigenen Postfach in einer Diashow angesehen werden. So tauchen bestimmt auch einige verloren geglaubte Bilder wieder auf.

Erster Eindruck: Vielversprechend!

Alto kann momentan nur mit Einladung verwendet werden. Einen genauen Zeitplan für eine Veröffentlichung gibt es noch nicht. Anscheinend soll aber noch einiges an Alto verbessert werden. Die Webseite enthält unter anderem Hinweise darauf, dass auch eine eigene Kalender-Applikation ergänzt werden soll. Nach unserem ersten Eindruck sieht Alto sehr vielversprechend aus – wir sind gespannt wie der Dienst bei den Kunden ankommt, wenn er offen zugänglich gemacht wird.

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3 Reaktionen
Erik

Schöne Idee. Ich schließe mich aber nik an (s.o.), eine Mail besteht zu 99% aus Text, und eventuelle Anhänge bringen nur in Verbindung mit der Mail etwas.

Außerdem: schöner Versuch eines weiteren US-Konzerns, sich als BigData-Schleppnetzfischer aufzustellen. Wollen die jetzt die Nutzer von allen großen IT-Konzernen bei sich auch nochmal durchleuchten?

Ein SMTP - Web-Client geht nur dann wenn ich den selber hoste...

nik

Für den Durchschnittsuser finde ich es nicht sinnvoll, Bilder oder Anhänge zusammen in Stacks abzulegen. Da habe ich dann vom Zählpixel über Logos und Newsletterheader bis private Bilder alle in einen Ordner geschmissen. Bei Anhängen, die sich ähneln (z.B. Rechnungen oder verschiedene Versionen eines Dokuments) wird das noch schlimmer. Resultieren tut das darin, wie schon heute viele Ihre Nachrichten verwalten: Sie durchsuchen _händisch_ bzw. optisch den gesamten Datenbestand, indem sie ihn durchscrollen und anklicken.

Systeme wie das oben dargestellte kranken daran, dass sie auch Designstudien beruhen, die uns weismachen, dass E-Mails Postfächer voller Mulitmedianachrichten sind. Das Gegenteil aber ist der Fall - das meiste ist Text, der sich mit nichten so hübsch als Vorschaustapel macht und viele Anhänge sind nur im Kontext mit der Nachricht verständlich.

Ein wirklich sinnvoller Ansatz liegt IMHO immer noch in einer leistungsfähigen und innovativen Kontaktverwaltung (daran krankt bspw. immer noch Thunderbird), in Tagging, Gruppenfunktionen und Baumansichten. Das ist dann nicht so fancy, aber dafür effektiv.

Matthias

Sieht ganz nett aus, jedoch scheinen alle neuen Mailclients jetzt rauskommen nur Kopien von Sparrow zu sein. Scheinbar haben die Jungs von Sparrow wirklich ein Konzept geschaffen das wegweisend zu sein scheint. Leider hat Google der Weiterentwicklung einen Strich durch die Rechnung gemacht...

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