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Analyse

Amazon: Dieses Startup kann Alexa beim Denken helfen

Die Aggregationsfähigkeiten von Graphiq könnten nützlich für die Assistenten von Amazon sein. (Bild: Amazon)

Amazon hat laut Medienberichten in den USA das Startup Graphiq erworben. Das befasst sich mit dem Aggregieren und Vergleichen von Daten und könnte Amazon in vielerlei Hinsicht nützlich sein.

Amazon hat das Startup Graphiq, einen Spezialisten für Datenanalyse und Suchmaschinentechnik, gekauft. Das meldet die Los Angeles Times unter Berufung auf vier Quellen, die über die Vorgänge informiert sind, sie aber nicht kommentieren dürfen. Nicht ganz einig sind sich die Informanten lediglich im Wert des Unternehmens: Hier schwanken die Angaben zwischen mehreren zehn Millionen und 50 Millionen US-Dollar, was aber schon einmal eine Größenordnung bietet über den Stellenwert des Startups für Amazon. Ziel ist offenbar die Verbesserung der Fähigkeiten des digitalen Assistenzdienstes Alexa und anderen KI-Services.

Amazon könnte durch Aufbereitung von Daten profitieren

Gegründet wurde Graphiq 2009, damals noch unter dem Namen FindTheBest, mit dem Ziel, Produkt-, Orts- und Personendaten zu sammeln. Diese sollten ausgewertet und in einer übersichtlichen Tabelle dargestellt werden – und damit die Online-Suche vereinfachen. Insbesondere in der letzten Zeit hatte das Unternehmen individuellere Vergleiche ermöglicht – ein Feature, mit dem möglicherweise auch Amazon seine Produktergebnisseiten bereichern könnte. Denn dort sind zu den meisten Produkten (wenn überhaupt) immer noch nicht automatisierte und nicht standardisierte Vergleichstabellen zu finden.

Das bisherige Geschäftsmodell bestand vor allem in der Auslieferung von Werbung rund um die grafisch aufbereiteten Suchergebnisstabellen und in der Herstellung von Infografiken für Medienunternehmen wie Reuters oder die Los Angeles Times. Den Bereich der Grafiken für Medienunternehmen habe das Unternehmen kürzlich ohne Angabe von Gründen eingestellt.

Analysefunktionen helfen Amazon beim besseren Unterscheiden

Auch wenn weder Amazon selbst noch das Startup den Deal und die Hintergründe dazu kommentieren, dürfte das Interesse Amazons vor allem in der Aufbereitung und Selektion der Daten liegen. So könnte beispielsweise Alexa eben gerade Suchergebnisse über Veranstaltungen in der Umgebung analysieren und dem Fragesteller nur solche präsentieren, die für ihn interessant und relevant sind. Auch wäre es möglich, aus einer Vielzahl von Suchergebnissen die herauszufiltern, die der Nutzer gemeint haben könnte.

Das Unternehmen aus Santa Barbara mit aktuell einer niedrig dreistelligen Zahl von Mitarbeitern sucht offenbar im Moment nach zusätzlichen Entwicklern und Datenanalysten.

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